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Labi Lina

Schüler

Beiträge: 64

Wohnort: Thüringen

1

Sonntag, 19. November 2006, 13:22

Richtig einen Hund erziehen

Hey Leute ;)

Ich bin mal wieder auf eure Hilfe "angewiesen"
Ich hatte gestern ein langes gespräch mit einem Bekannten. Der hatte mal einen Hund der nicht aufs Sofa sollte. Er meinte wenn man feuntlich sagt komm geh runter bringt dass nichts. Also hat er sich versteckt und als der Hund wieder da war ihn erschreckt und eins auf den Hintern gegeben. "So macht man das, der ist nie wieder hoch" meinte er. Als ich ihn dafon überzeugen wollte, dass man auch streng mit einem Hund reden kann ohne ihn gleich zu schlagen, wollte er garnichts dafon wissen.

Habt ihr irgend welche schlauen Ratschläge, wie man ihm überzeugen kann?
Es waren selbst die Tatsachen, das hunde wenn sie es nicht ertragen z. B. in den Gegenangriff übergehen zwecklos.
Sie wollen sich jetzt eben wieder einen neuen Hund anschaffen und ich bin ziemlich in Sorge, was der dann alles ertragen soll. :cry:

Dr.O

Anfänger

Beiträge: 51

Wohnort: Bielefeld

2

Sonntag, 19. November 2006, 14:08

1.) Aggressivität ist immer ein Zeichen von angst!!!!
2.) Der Ranghöchste im Rudel hat es nicht nötig,von Gewalt Gebrauch zu machen. Es ist also ein Zeichen von Schwäche
3.) Es ist in keinster Weise artgerecht. Hunde schlagen sich nicht
4.) Hunde können traumatisiert werden und extreme Angst in dieser Situation zeigen bzw die Angst auf andere Bereiche übertragen.
5.) als Folge dessen: s. 1.) Angst kann Aggression zur Folge haben
6.) Wir sind zivilisierte Menschenund keine rumprügelnden Neanderthaler
7.) Es verstößt gegen das Tierschutzgesetz!
8.) Es kann sein, dass dein Bekannter ihn zu spät bestraft und somit für den Hund Keinerlei Verknüpfungsmöglichkeiten bestehen
9.) Es besteht die Gefahr einer Fehlprägung: Er spürt (in welcher Situation auch immer) Schmerz und genau in diesem Moment sieht er z.B. ein Kind. U.U. kann der Hund den Schmerz nicht mit der Situation, sondern mit dem Kind verknüpfen. Konsequenz: s.1)
10.) Er kann sich ja gerne mal meinen Hund anschauen. Der ist 10 Monate lang geschlagen, getreten und massiv misshandelt worden und hat vor allem Angst und greift jeden fremden Menschen, der ihm zu nahe kommt, an

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dr.O« (19. November 2006, 14:13)


Labi Lina

Schüler

Beiträge: 64

Wohnort: Thüringen

3

Montag, 20. November 2006, 10:47

Danke für deine Hilfe, damit werd ich ihm zumindest ein schlechtes Gewissen machen können. Meine Überzeugungskraft hat nur leider in dem Moment, wegen minderheit an Argumenten ausgesetzt. Aber da hab ich ja jetzt wieder Nachschub. ;)
Mein Hund hatte auch nicht die Beste vergangenheit und deshalb wirkt sich das eben in großer Angst vor (hauptsächlich aber nicht nur) Männern aus. (Ich hatte ihn nur leider nicht mit. ?()
also Danke ich werd nochmal mit ihm reden, denn wenn er sich nen Hund holt, will ich nicht dafür sorgen müssen, dass das Ordnungsamt kommt!
LG Mia

Mary

Fortgeschrittener

Beiträge: 287

Wohnort: Schloß Holte

Beruf: Tierarzthelferin

4

Dienstag, 21. November 2006, 16:41

ja, das muss ich auch sagen.
Es ist nicht richtig, einen Hund zu schlagen, erst recht nicht bei solch lächerlichen Kleinigkeiten.
Mein Hund z.B. hört auf mich, wenn ich normal mit ihr rede. Wenn ich sage, sie soll sich bitte hinsetzen, macht sie das meistens auch.
Hunde müssen wissen, dass sie ihrem Freund (ich mag nicht Halter oder Besitzer sagen, hört sich so Sklavenmäßig an) vertrauen können, egal was kommt. Denn so lernt der Hund die Sprache des Menschen, und versteht, was er ihm vermitteln will:)
anders geht es nicht. Der Hund bekommt nur Angst, wenn er geschlagen und angebrüllt wird....dann handelt er nicht, weil er es gelernt hat, sondern weil er Angst vor Strafen hat. ---und das ist falsch!
Animals are not ours to use for experiments!