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Sascha

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Montag, 16. Oktober 2006, 12:45

Hände weg von jungen Igeln

Hände weg von jungen Igeln

Nicht jedes kleine Stacheltier, das sich tagsüber blicken lässt, braucht automatisch Hilfe. Igel sind zwar nachtaktiv, doch mancher verspätete Jungigel sucht jetzt auch mitten am Tag nach Futter, um sich weitere Fettreserven anzufressen. Denn sobald sich die Bodentemperaturen um die 0 Grad Celsius einpendeln, suchen Igel nach einem geeigneten Winterquartier. Schon ab Mitte Oktober ist das Nahrungsangebot für die Tiere knapper, und es bleibt nicht mehr viel Zeit bis zum Winterschlaf. Kleine Igel sollten deshalb nicht aus falsch verstandener Fürsorge aufgenommen werden. Der Igel ist ein geschütztes Wildtier. Nur wenn er wirklich menschliche Hilfe braucht, ist es erlaubt, ihn aufzunehmen. Danach muss er wieder in die Freiheit entlassen werden.

Ist ein Jungtier jedoch auffallend unterernährt, verletzt oder krank, braucht es wirklich Hilfe und sollte am besten zu einer Igelstation gebracht werden. Ein Kriterium ist das Gewicht: bringt ein Igel bis Mitte November deutlich weniger als 500 Gramm auf die Waage, braucht er Hilfe. Denn um diese Zeit beginnt der Winterschlaf – von kurzen Unterbrechungen abgesehen verschlafen gesunde Stacheltiere die kalte Jahreszeit bis in den März oder April hinein.

Eine lange Zeit wurden kleine Igel im Herbst eingesammelt, um sie im Haus überwintern zu lassen. Diese Maßnahme ist jedoch wenig hilfreich. Wer etwas für Igel tun möchte, hilft den Tieren dort zu überwintern, wo sie zu Hause sind: draußen in der Natur. Naturnahe Gärten bieten Igeln eine gute Möglichkeit, den Winter zu überstehen. Ein idealer Schlafplatz besteht zum Beispiel aus einem Haufen Holz, Reisig und Laub. Wer den Tieren ein solches Winterquartier im Garten aufschüttet, muss allerdings bedenken, dass dieser Haufen den gesamten Winter über dort bleiben muss. Denn ein schlafender Igel kann auf Störungen nicht mit Flucht reagieren.

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Pro Igel
... man sieht nur mit dem Herzen gut, das wesentliche bleibt für das Auge unsichtbar ... :)
aus "der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry