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Beruf: Altenpflegerin

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Sonntag, 11. Juni 2006, 17:21

Handel mit Katzenfell - Schlachthaus auf Mindanao

Ein Bericht von Manfred Karremann

Katzenschlachthaus auf Mindanao


Cebu auf den Philippinen,im Frühjahr 1998.Wir haben gehört,daß es hier ein geheimes Katzenschlachthaus geben soll.Tatsächlich finden wir nach etlichen Tagen und vielen Nachforschungen die Adresse des Schlachthauses heraus.Dort angekommen sehen wir ein Areal von etwa 2000 Quadratmetern,das von einer 3 Meter hohen Betonmauer umgeben ist.Die Mauerkrone ist mit Stacheldraht und Glasscherben bewehrt,in jeder Ecke sind Scheinwerfer angebracht.Eine schwere Stahltür mit einem kleinen vergitterten Fenster schützt die Besitzer vor unerwartetem Besuch.Schon 1996 hatte die philippinische Polizei das Gelände gestürmt,hatten die Fotos von strangulierten Katzen die Bevölkerung empört,denn es handelte sich samt und sonders um gestohlene Tiere.
In einem Villenviertel finden wir nach langer Suche die Besitzern des Schlachthauses.Sie ist äußerst misstrauisch,schließlich hatte sie schon genug Ärger mit der Presse und der Polizei.Wir überzeugen sie davon, dass wir Lederprodukte herstellen,schließlich kommt heraus: Das Katzenschlachthaus auf Cebu war sofort stillgelegt worden,nachdem die Polizei eine Razzia gemacht hatte,und an einem anderen Ort wieder aufgebaut worden.Auf der Insel Mindanao nämlich,kaum ein halbe Flugstunde von Cebu entfernt.
Wir fliegen hin,ohne der Besitzern des Schlachthauses davon etwas zu sagen.In Mindanao angekommen,nehmen wir Kontakt mit den Personen auf,die das Katzenschlachthaus dort betreiben.
Sechs Uhr früh, am nächstem Morgen.Außerhalb der Stadt erreichen wir ein größeres Anwesen,auf dem ein kleines,aber modernes Gebäude steht. Ein reguläres Schlachthaus, allerdings für Katzen.Etwa dreißig Katzen befinden sich an diesem Morgen in einem zwei mal vier Meter großen Käfig. Gepflegte Tiere,wenn auch sehr hungrig und durstig.

Die Katzen werden zusammengefangen,erklärt der Chef, man schicke eigens Fangfahrzeuge aus. Wird eine erwischt,so gebe das natürlich Ärger mit der Polizei,aber nur für den Fänger,nicht für ihn.Manchmal seien die Autos zwei bis drei Tage unterwegs,um die etwa hundert Katzen zu stehlen,die hier durchschnittlich am Tag getötet werden.Nur männliche Tiere übrigens,bei Weibchen ist die Lederausbeute aufgrund der Zitzen zu gering.Eine japanische Firma kauft die Häute und verwendet sie als Trommelbespannung.
Auf wie fruchtbare Weise man Katzen umbringen kann,hätten wir uns bis zu diesem Tag noch nicht vorstellen können Mit einer Schlinge fängt ein Arbeiter eine Katze,zieht sie dann mit dem Seil im Käfig hoch und bindet das Seil fest.Die Katze miaut kläglich,zappelt immer wieder und hängt immer wieder still.Sie erstickt langsam.Nach etwa zwei bis drei Minuten zieht der Arbeiter das Seil etwas fester zu,doch erst nach fünf Minuten ist ein Tier schließlich tot.
Während ein Tier abgezogen wird,erhängt man bereits das nächste. Alles Routine.Die Katzen im Käfig müssen den qualvollen Tod ihrer Artgenossen Mitansehen.Manche rennen in Panik durch den Käfig,die meisten aber sitzen ganz still,stecken den Kopf in eine Ecke oder klammern sich krampfhaft aneinander fest.Umsonst, denn den schrecklichen Todeskampf müssen alle durchmachen.

Den Trommeln des japanischen Herstellers sieht man diese Qual natürlich nicht mehr an. So,wie man eben einem Kragen aus Pelz das Schicksal des Tieres nicht mehr ansieht.
Auf Dauer dürfte sich insbesondere die Pelzindustrie mit ungenügender Deklaration von Produkten und der Verwendung von Phantasienamen ins eigene Fleisch schneiden.Es könnte immerhin sein,daß Verbraucher in Zukunft wissen wollen,was sich hinter "Echt Leder" oder "Echtem Pelz" im Einzelfall verbirgt: unsägliche und unnötige Tierquälerei.

Irgendwo in Mindanau auf den Philippinen: ein dunkler Raum in einem Gebäude, in dem sich viele kleine Käfige befinden. Die Kamera schwenkt näher heran, filmt zwischen die Gitter: 20 bis 30 Katzen befinden sich darin. Sie liegen übereinander, teilweise umklammern sie sich, versuchen, dem dünnen Seil, das die Angestellten in den Käfig hineinlassen, auszuweichen. Doch die Tiere haben keine Chance zu entkommen; gnadenlos zieht sich die tödliche Schlinge enger um ihren Hals, die Katzen werden langsam hochgezogen und stranguliert. Verzweifelt wehren sie sich, strampeln, versuchen, sich an den Gitterstäben festzuhalten. Der Todeskampf der Tiere ist lange und qualvoll, die Schlinge wird immer wieder gelockert, damit das Katzenfell möglichst unverletzt bleibt, denn es wird noch gebraucht.

In einem Schlachthaus sterben täglich etwa 100 Katzen; ungefähr 500 000 Katzenfelle werden pro Jahr aus China exportiert, viele auch nach Europa.

Auch im Rheintal und Umgebung verschwinden nach Angaben von Yvonne Risch,Präsidentin des Tierschutzvereines Liechtenstein,jedes Jahr Katzen.Es lassen sich auch saisonbedingte Häufungen von Katzendiebstählen feststellen,die dann wieder aufhören,respektive sich in ein anderes Gebiet verlagern.Über das Schicksal der Katzen weiss man in der Regel nichts, sie verschwinden spurlos.Es wird jedoch vermutet,dass sie für Tierversuche entwendet werden oder bei manchen Leuten als Mittagsdelikatesse auf den Tisch kommen.Den Tätern wird man in den seltensten Fällen habhaft.Nachbarschaftliche Zusammenarbeit und ein wachsames Auge auf den Stubentiger können Übergriffe von Katzendieben verhindern helfen.

Engagement für Tiere aus Asien
Asien und insbesondere China ist wegen tierquälerischen Aktivitäten immer wieder in den Schlagzeilen. Der internationale Tierschutz mit Sitz in Arbedo TI (OIPA) setzt sich schon seit einigen Jahren für die Tiere in China ein. Hunde und Katzen gelten in den asiatischen Ländern als eine begehrte Delikatesse. Sie werden auf den Strassen eingefangen und auf den Märkten als lebende Leckerbissen verkauft. Auch sie sterben äusserst qualvoll. Die Haut wird ihnen noch bei lebendigem Leib abgezogen, bevor sie gekocht werden. Die OIPA lancierte im Juni 1997 eine Petition mit 100 000 Unterschriften, damit die barbarischen Bräuche und die schrecklichen Tötungen aufhören. Eine Antwort über den Ausgang der Petition haben sie von der Volksrepublik China nie erhalten.
Das Töten der Tiere geht weiter, wie auch der letzte Bericht im «Kassensturz» gezeigt hat. Es bleibt ein lukratives Geschäft, solange Katzen- und Hundefleisch als Delikatesse gelten und der Handel mit den Fellen weiter floriert.
Die 100'00 Unterschriften die 1997 gegen die grausame Tötung von Hunden und Katzen in Chinesischen Restaurants zusammenkamen, haben an den chinesischen Gepflogenheiten nichts geändert.
Ein Vertreter einer Österreichischen Firma, welche ihre Rheumadecken auch in der Schweiz verkauft hat bestätigt, dass die Felle vorwiegend aus China und Russland stammen und zwar von Katzen,die in Restaurants auf den Teller kommen.Diese seien somit also lediglich ein Nebenprodukt, welches man besser verwertet als wegwerfe.......

Wenn wir bei den auf diese furchtbare Weise produzierten Katzenfellen ansetzten wollen, dann müssen wir bei uns ansetzen. Wenn wir etwas an dieser Tierquälerei ändern wollen, dann geht das nur über unser Land. Denn solange es Menschen gibt, die solche Felle kaufen, wird auch der Handel funktionieren. Es ist wie mit allem: Die Nachfrage regelt das Angebot.

Noch immer gibt es Leute die glauben, dass ein Katzenfell bei Rheuma Linderung verschafft, ja sogar eine Heilung bringen könne. Ich kann gut verstehen, dass jemand der Tag und Nacht von Schmerzen geplagt ist, sich selbst an einem Strohhalm festklammern würde, in der Hoffnung, von seinen Schmerzen befreit zu werden. Das wissen natürlich auch die skrupellosen Fellhändler, die mit dem Verkauf von Katzenfelldecken an verzweifelte Menschen ein äusserst lukratives Geschäft machen. Eine Katzenfelltafel besteht aus 10-16 zusammengenähten Katzenfellen und kostet etwa 50 Franken. Eine daraus gefertigte Rheumadecke wird für 800 bis 1000 Franken angeboten........

Dabei ist es längst wissenschaftlich belegt: Katzenfelle können Rheuma weder lindern, noch heilen!

Wer allerdings eine Katze als Haustier besitzt, wird sehr rasch feststellen können, dass Katzen tatsächlich eine positive Wirkung auf den Menschen ausüben, der sie umsorgt und der sie liebt.

Und dies ist wissenschaftlich bewiesen und das werden alle Katzenbesitzer bestätigen können!
Was sonst noch so alles aus Katzen- und Hundefell hergestellt wird: Pelzbesätze, Mäntel, Jacken, Schuhe, Spielzeug, Schlüsselanhänger, Golfhandschuhe, Arbeitshandschuhe, Ledermöbel usw.
Kaum jemand würde wissentlich eine Jacke oder einen Mantel aus dem Fell einer Katze oder eines Hundes kaufen. Das wissen nätürlich auch die Hersteller solcher Ware. Deshalb werden unter anderem auch die folgenden, irreführenden Phantasienamen zur Bezeichnung verwendet:

Wolf von Asien ---------- Schäferhund
Corsak-Fuchs ---------------Haushund
Graewolf ------------------- Haushund
Wildhund -------------------Haushund
Asiatischer Waschbär---- Haushund
Lipi ----------------------------Hauskatze
Genotte --------------------Hauskatze


Hinweis: Der schrecklichen Bilder wegen hab ich sie hier nicht eingefügt. Um sie anzuschauen braucht man mehr als nur eiserne Nerven!

Elke
"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pesetas Frauchen« (11. Juni 2006, 17:23)