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Beruf: Altenpflegerin

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Dienstag, 30. Mai 2006, 20:51

Jagdhunde in Spanien

Jagdhunde in Spanien


Spanien ist ein Land der Jaeger …. Jagen ist die geliebte Beschaeftigung einer Unzahl von Maennern, allueberall im Land rasen sie bei Beginn der Jagdsaison mit ihren Hunden los, um alles abzuknallen, was sich ihnen in den Weg stellt…dabei sind sie immer begleitet von einer Viezahl von Hunden. Im Sueden meist von Galgos, in Catalunya von Beaglemixen und Podencos, und im Norden von Settern. Und allueberall dazwischen sind noch die Pointer, Sabuesos, Bretonen, Bracken und einige innerspanische Jagdhundrassen vertreten.

Bei Beginn der Jagdsaison beginnt das Elend – ersteinmal wird aussortiert. Wer nicht gut jagt, den ereilt der Tod – durch Aussetzen, Erschiessen oder Abgabe zur Euthanasie in einer Perrera, einer Toetungsstation. Danach geht es weiter: viele Hunde gehen verloren, sind nicht gechipt, und finden so ihr Ende in einer der Toetungsstation, wo sie nach 10-20 Tagen Frist ermordet werden. Manchmal kommen Jaeger dorthin, holen sich Hunde die sie ausprobieren, behalten diese wenn sie gut jagen, und bringen sie zurueck oder setzen sie aus wenn sie schlechte Jaeger sind. Danach dann das Ende der Jagdsaison. Wer will schon fuer nun gute 9 Monate nutzlose Hunde durchfuettern?¿? Also, was nicht gut ist, alt wird, ein wenig hinkt oder irgendwie ueber ist, weg damit – ausgesetzt, in Brunnen geworfen, in Schaechte zum Verhungern gestossen, erhaengt wie im Falle tausender von Galgos, oder in einer Perrera zum Toeten abgegeben. Nun ist wieder Zeit bis zur naechsten Jagdsaison – Zeit sich mit Kumpels zu treffen und zu reden, die Qualitaeten der eigenen Hunde zu diskutieren und diese untereinander zum Zuechten auszutauschen. Mal gucken, ob was Interessantes bei rauskommt – wenn nicht, aussetzen oder in die Perrera bringen kann man es ja immernoch…..und so beginnt die neue Produktion, Hundewelpen muessen her damit man was zu tun und zu tauschen hat – und das Elend fuer die naechste Jagdsaison ist vorprogrammiert…..

Vielleicht mag Ihnen dieses Bild der spanischen Jaeger zu Boese vorkommen – wir haben auch andere gesehen, die ihre Hunde in Zwingern halten, aber sie taeglich versorgen, mit ihnen spazieren gehen und sogar alten Hunden noch ihr Gnadenbrot geben. Sehr viele koennen es aber nicht sein – denn die meisten Tierheime Spaniens sind uebervoll mit Jagdhunden. Mehr als 60% ihrer Hunde kommen aus der Jagd. “Was kann man tun?” fragen wir uns. Viel, aber dies ist leider Aufgabe der Aemter und Gesetzgeber, der Polizei und der Gerichte – durchsetzen, dass Hunde gechipt werden und somit die Besitzer identifizierbar sind, strikte Kontrollen der Zwinger und Gehege der Jaeger, strikte Gesetze, und Strafen, Strafen, Strafen, die nicht nur auf Papier stehen, sondern eben auch eingefordert werden muessen!! Manches hat sich in den letzten Jahren bewegt und verbessert – aber immernoch feiern wir hier im Tierschutz, dass nun endlich das allererste Mal eine Strafe verhangen wurde fuer das Verhungern lassen von Hunden in einem Brunnenschacht – sind wir wirklich schon weiter gekommen??? Solange sich in den Koepfen dieser Menschen nichts bewegt, solange sind alle Initiativen letztendlich machtlos. Und mit einem spanischen Koenig der eifriger Verfechter der Jagd ist und in Rumaenien stolz Baeren erlegt und der Stierkaempfe liebt wird der Weg in ein modernes Spanien noch lang und steinig sein…..

http://www.hundepfoten-in-not.de/Jagdhunde_in_Spanien.htm
»Pesetas Frauchen« hat folgende Dateien angehängt:
"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -