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Tammy

Profi

Beiträge: 543

Wohnort: NRW

1

Freitag, 2. Dezember 2005, 10:34

Hunde beissen sechsjährigen tot

Ein sechsjähriger Junge ist in Oberglatt im Kanton Zürich von Hunden angefallen und totgebissen worden. Der 41jährige Hundehalter wurde nach dem Unglück verhaftet. Der Junge war auf dem Weg in den Kindergarten,als ihn die drei Hunde angriffen. Dabei wurde er derart schwer verletzt,dass er an Ort und Stelle starb. Die Hunde sollen zuvor schon mehrmals aufgefallen sein.

Genau DAS darf einfach nicht passieren. Es scheint sich wieder mal um einen Hundehalter zu handeln,der sich seiner Verantwortung absolut nicht bewußt war. Wieder erwischte es ein Kind und wieder werden die Hunde die Dummheit der Menschen ausbaden müssen.:cry: Und genau wegen solchen Haltern haben wir dieses LHG. X(
Ich bin die Schnellste :

Während andere noch stolpern - liege ich schon auf der Fresse .

***Yve***

Schüler

Beiträge: 79

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Azubi

2

Freitag, 2. Dezember 2005, 10:43

...und vorallem das die Hunde auch schon auffällig waren...
Liebe Grüße,

***Yve***

"Die Augen der Liebe vergessen nicht"

Goliath

unregistriert

3

Samstag, 3. Dezember 2005, 10:52

Das ist tatsächlich wieder eine Tragödie, die sich dort abgespielt hat.
Bei diesen fahrlässigen Unfällen wird es wohl leider immer die Kinder, oder andere Tiere treffen, da sie, schon wegen ihrer geringen Größe, eine potenzielle "Beute" in den Augen des Rudels darstellen.
Leider passieren diese Unfälle auch immer mal wieder mit Hunden, die zuvor noch nicht aufgefallen waren und für die, deren Besitzer die Hand ins Feuer gelegt hätte.
Da nun aber diese Hunde bereits für ihr Verhalten bekannt waren, finde ich es massiv verantwortungslos, das der Halter keine geeigneten Massnahmen zum Schutz anderer getroffen hat und diese Situation im Prinzip noch herauf beschworen hat.
Du hast recht...ausbaden werden es mit Sicherheit wieder die Hunde.
Das letzte Glied in der Kette...aber leider auch das schwächste.
Der Halter zahlt noch symbolisch 100,- SFR Strafe und holt sich innerhalb kürzester Zeit neue Hunde mit denen er dann wieder nicht klar kommt.
Sowas kotzt mich echt an. :motz:

Albert

Profi

Beiträge: 576

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Rentier

4

Sonntag, 4. Dezember 2005, 13:49

Hintergrundartikel zur Info

2. Dezember 2005, 06:12, NZZ Online


Knabe in Oberglatt von drei Hunden zu Tode gebissen

Auf dem Weg in den Kindergarten

Ein 6-jähriger Knabe ist am Donnerstag auf dem Weg in den Kindergarten in Oberglatt von drei Hunden angefallen und tödlich verletzt worden. Der Hundehalter wurde festgenommen, die Hunde – sogenannte Pitbull-Terrier – wurden eingeschläfert.


Trauer in Oberglatt
Trauer in Oberglatt (Bild key)

-yr. Auf dem Weg in den Kindergarten ist am Donnerstag kurz vor 8 Uhr 45 in Oberglatt ein 6-jähriger Knabe von drei Hunden angefallen worden. Der Kindergartenschüler wurde derart schwer verletzt, dass er noch am Tatort starb. Das Opfer stammt aus der Türkei. Der Hundehalter, ein 41-jähriger Italiener, wurde festgenommen. Seine traumatisierte Freundin wurde zur Betreuung in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Bei den drei Hunden handelt es sich um American Staffordshire, besser bekannt unter dem Begriff amerikanische Pitbull-Terrier. Nach der Einwilligung des Halters wurden die Hunde wenige Stunden nach der tödlichen Attacke vom Bezirkstierarzt eingeschläfert, wie die Kantonspolizei an einer Medienorientierung bekannt gab.
Sechs Pitbull-Terrier gehalten

Der tragische Vorfall ereignete sich am Dorfrand von Oberglatt, einer Gemeinde im Zürcher Unterland, die unmittelbar an den Flughafen grenzt. Am westlichen Ortsausgang führt ein asphaltierter Weg durch einen kleinen Wald in Richtung Hofstetten. Um zum öffentlichen Kindergarten Dickloo zu gelangen, der sich etwas ausserhalb des Dorfes befindet, muss man durch den kleinen Wald gehen. Eingangs dieses Waldes, rund 150 Meter vom Kindergarten entfernt, wurde der 6-jährige Kindergartenschüler von den drei Pitbull-Terriern attackiert. Diese waren laut Polizeiangaben in der Nähe aus einer Wohnung entwichen. Dabei handelt es sich nicht um die Wohnung des Hundehalters. Dieser wohnt woanders, in Oberglatt hielt er sich laut Polizeiangaben nur vorübergehend auf.

Wie Verena Ammann von der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft auf Anfrage sagte, sind sogenannte Pitbull-Terrier sehr leicht erregbar. Insbesondere wenn sich die Hunde im Rudel bewegten, sei ihre Aggressivität von einer einzelnen Person kaum unter Kontrolle zu halten. Der verantwortliche Hundehalter hielt neben den drei involvierten Tieren noch drei weitere Pitbull-Terrier. Dies bezeichnete Ammann spontan als skandalös.

Gieri Bolliger von der Stiftung für das Tier im Recht sagte demgegenüber, nicht die Rasse eines Hundes sei für die Aggressivität entscheidend, vielmehr seien dies das Verhalten und die erzieherischen Fähigkeiten des Hundehalters. Nach diesem erschütternden Vorfall sei es umso wichtiger, der Ausbildung von Hundehaltern in der Verordnung für das Tierschutzgesetz genügend Gewicht zu geben. Als Möglichkeit nannte Bolliger, verantwortungsvollen Hundehaltern, die Aus- und Weiterbildungskurse besuchen, Prämienvergünstigungen bei der Haftpflichtversicherung zu gewähren.
Schon mehrfach negativ aufgefallen

Anwohner in Oberglatt machten am Donnerstag gegenüber den Medien geltend, der nicht ortsansässige Hundehalter sei mit seinen Pitbulls schon mehrfach negativ aufgefallen. Reklamationen wegen des aggressiven Verhaltens der Hunde hätten aber nicht gefruchtet. Im konkreten Fall sind vom Hundebesitzer mindestens zwei Bestimmungen des kantonalen Gesetzes über das Halten von Hunden missachtet worden. In den Paragraphen 10 und 11 ist vorgeschrieben, dass Hunde in Wäldern und an Waldrändern nicht unbeaufsichtigt gelassen werden dürfen. Zudem sind bissige Hunde stets anzuleinen und müssen einen Maulkorb tragen. Weitere Einschränkungen, insbesondere bezüglich der Haltung von sogenannten Kampfhunden, lehnte der Regierungsrat vor fünf Jahren ab.
Verfahren wegen fahrlässiger Tötung?

In Artikel 56 des Obligationenrechts ist festgehalten, dass der Halter eines Tieres für den angerichteten Schaden haftet. Im konkreten Fall sind dies Schadenersatz- und insbesondere Genugtuungszahlungen an die alleinstehende Mutter und an allfällige Geschwister des Opfers. Von grösserer Tragweite dürfte aber die strafrechtliche Verantwortung sein. Liegt tatsächlich eine Verletzung der Sorgfaltspflicht vor, droht dem Hundehalter eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung.
Gefängnisstrafen in ähnlichen Fällen

Nachdem Ende Februar 2000 in Tann in der Gemeinde Dürnten einem 4-jährigen Mädchen von einem Rottweiler schwere Bissverletzungen im Gesicht zugefügt worden waren, kam es danach zu zwei Strafverfahren. Die Frau, der beim Vorfall der Hund anvertraut gewesen war, wurde wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung mit einer bedingten Gefängnisstrafe von 45 Tagen bestraft. Die eigentliche Hundehalterin hingegen, die ihr Tier tagsüber abgegeben hatte, wurde vom Bezirksgericht Hinwil entgegen dem Antrag des Bezirksanwalts freigesprochen . In Hamburg war Mitte Juni 2000 ein ebenfalls 6-jähriger Knabe bei einem Angriff von zwei Kampfhunden tödlich verletzt worden. Der Besitzer der beiden Hunde wurde später vom Hamburger Landgericht wegen fahrlässiger Tötung zu 3¹D‚ Jahren Gefängnis verurteilt. – Im Fall von Oberglatt werden die Untersuchungen von der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland geführt. Die Mutter des getöteten Kindes, die Kindergartenschüler, deren Lehrerin und weitere betroffene Personen werden psychologisch betreut. Die drei nicht beteiligten Pitbull-Terrier sind in der Obhut der Kantonspolizei.
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer