Donnerstag, 18. Januar 2018, 04:02 UTC

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum des Bielefelder Tierheims. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Sascha

Admin

Beiträge: 599

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Angestellter

1

Montag, 14. November 2005, 12:36

Verzehr von Hunden

Verzehr von Hunden



Drei gefangene Hunde warten auf ihr Schicksal Hunde kommen auf dem Lastwagen an

In einigen Ländern Asiens wie Hongkong, den Philippinen und Taiwan ist das Verzehren von Hunden verboten. Dennoch gibt es Beweise dafür, dass diese Gewohnheit in China - dem größten Hunde essenden Land der Welt - weiter im Vormarsch ist.

Schätzungen zufolge werden jährlich zwischen 10 und 20 Millionen Hunde in China gegessen. Viele werden bewusst langsam und grausam geschlachtet, in dem Glauben, dass die Qual der Tiere den Geschmack ihres Fleisches verbessert. Aber bereits vor ihrem Tod leiden alle unter dem Stress und den Missständen der Massentierhaltung, lange bevor sie auf unterschiedliche Weise getötet werden, selten schnell und würdig.

Die Mitarbeiter von Animals Asia haben ankommende Lastwagen gesehen, die mit bis zu 2.000 Hunden beladen auf dem Markt für Wildtiere in Guangzhou ankamen. Diese armen Lebewesen verbrachten drei Tage und drei Nächte zusammengequetscht in engen Käfigen, ohne sich bewegen zu können, ohne Futter, Wasser oder Schutz. Dann werden die Tiere von einem Mann mit Metallzangen brutal am Genick aus den Käfigen gezogen und in einen Pferch gestoßen. Hier kämpfen sie aus Angst, Hunger und Verzweiflung um ihr Überleben, während sie längst ein grauenhaft langsamer Tod erwartet, um die Restaurants in Guangzhou mit Fleisch zu versorgen.

Krankheiten wie Parvovirose, Hundestaupe oder Leptospirose gehen um und breiten sich wie Lauffeuer unter den Hunden aus, deren Immunsystem bereits durch Depression und Hunger geschwächt ist. Oft sehen wir eine große Anzahl toter oder kranker Hunde und Katzen, die man einfach aus den Käfigen gezogen und zur Seite geworfen hat.

Der Handel mit Hundefleisch wird zunehmend industrialisiert und in einigen Provinzen sogar von der Regierung unterstützt. Dort hat man den Bau großer Hundefarmen und den Import groß gewachsener, freundlicher Hunderassen wie z.B. der Bernhardiner-hunde gefördert, um sie mit chinesischen Mischlingen zu kreuzen und so schnell heranwachsende, sanftmütige „Fleisch-Hunde“ zu produzieren, die bereits nach vier Monaten geschlachtet werden können. In großen Buchhandlungen gibt es ganze Abteilungen mit Büchern und Video-CDs über Hundefarmen, die grauenhafte Schlachtmethoden empfehlen - geleitet von dem Irrglauben, dass das Fleisch um so besser schmeckt, je mehr der Hund leidet. Als Folge davon gibt es in einigen Supermärkten immer mehr luftdicht verpacktes oder in Dosen konserviertes Hundefleisch.

Nachforschungen haben auch gezeigt, dass das Fell der geschlachteten Hunde inzwischen auf lokalen und internationalen Märkten angeboten und als Fellbesatz bei Modeartikeln oder Schlüsselanhängern und Haarspangen verarbeitet wird.

Animals Asia hat die Argumente geprüft, die vom kulturellen Verweis bis hin zu der Aussage reichen, dass das Essen von Hundefleisch sich nicht vom Verzehr anderer gezüchteter Tiere wie Schweine, Hühner oder Rinder unterscheide, solange das Tier nicht leide. Trotzdem sind wir davon überzeugt, dass das Befürworten humaner Schlachtmethoden für Hunde nur zu einer Legitimation dieser Praxis führen und die bewundernswerte Arbeit derjenigen asiatischen Länder untergraben würde, die erst kürzlich den Verzehr von Hundefleisch verboten haben. Immer wieder haben Hunde auf der ganzen Welt ihre einzigartigen Qualitäten unter Beweis gestellt und wie wertvoll das Zusammenleben mit ihnen für Menschen ist. Wir sind der Überzeugung, Hunde sollten nicht Bestandteil der menschlichen Nahrung sein.

Die Liste der Grausamkeiten ist unvorstellbar groß. Aber unsere kürzlich auf dem größten chinesischen Internetportal Sina.com durchgeführte Umfrage erbrachte auch 5.000 Antworten die zeigten, dass viele Chinesen es entschieden ablehnen, unsere „besten Freunde“ zu essen.

Aufklärung ist das Schlüsselwort, um das Elend der Tiere zu beenden. Animals Asia braucht Ihre Hilfe, um das Problem mit positiven Programmen wie Doktor Hund auf völlige neue Weise anzugehen – inspirierend und zugleich nachdrücklich, um ein grundsätzliches Überdenken bisheriger Verhaltensweisen in Gang zu bringen.
Abgeladener Käfig auf einem Markt in Süd-China


Spezielle Sauce für das Zubereiten eines "hot pot" mit Hundefleisch


Ein erbarmungswürdiger Bernhardiner-Mischling – ein neuer, schnell wachsender Fleisch-Hund


Nahrungsmittel?


Freund: Ein Doktor Hund von AAF bei der Arbeit!

[ Der Ursprungsartikel war mit Fotos, deshalb nur einzelne Wörter ! ]

www.animalsasia.de
... man sieht nur mit dem Herzen gut, das wesentliche bleibt für das Auge unsichtbar ... :)
aus "der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry

Tammy

Profi

Beiträge: 543

Wohnort: NRW

2

Montag, 14. November 2005, 20:09

Hallo,
was soll man dazu noch sagen? :cry:Wenn ich ehrlich sein soll,fehlen mir die Worte. ?( Für mich ticken die nicht ganz sauber,ehrlich. Es wird auch dort noch sehr lange dauern,bis sich etwas ändert.Die armen Hunde tun mir sooo leid. Ehrlich gesagt,dürfte ich es selbst vor Ort nicht sehen. X( Die würden mich wahrscheinlich da wegprügeln und des Landes verweisen. :motz:
Ich bin die Schnellste :

Während andere noch stolpern - liege ich schon auf der Fresse .

Tammy

Profi

Beiträge: 543

Wohnort: NRW

3

Dienstag, 15. November 2005, 16:22

Hallo,
habe diesen Threat mal bei FN reingesetzt.Hätte ich das vorher gewußt. So denken z.B.Hundebesitzer darüber:
http://www.fressnapf.de/community/forum/entries/216076,0
Ich bin die Schnellste :

Während andere noch stolpern - liege ich schon auf der Fresse .

Aninia1

Anfänger

Beiträge: 31

Wohnort: Halle (Westf.)

4

Mittwoch, 16. November 2005, 04:40

Zwischen dem "Verzehr" von Rind, Schwein, Hund, Katze oder wasauchimmer ziehe ich keine Unterschiede, weshalb ich mich über o.g. Bericht nicht mehr aufregen kann, als über andere.
^v^ ^v^ ^v^ ^v^ Das Leben ist kurz - stirb langsam. =:O)> ^v^ ^v^ ^v^ ^v^

Sascha

Admin

Beiträge: 599

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Angestellter

5

Mittwoch, 16. November 2005, 08:16

Hallo @ all,

im Fressnapfforum scheinen die guten Leutschen das wohl anders zu sehen. Natürlich kann man das auch anders sehen. Aber im Gegensatz zu den Leuten in China werden unsere Kühe besser behandelt als dort die Katzen und Hunde. Und was noch hinzukommt ist die Methode der Tötung. Die Kühe werden hier mit Sicherheit nicht Lebendig gekocht oder bei vollem Bewußtsein die Haut vom Fleisch gezogen bekommen ! Davon gehe ich mal aus.

Gruß Sascha
... man sieht nur mit dem Herzen gut, das wesentliche bleibt für das Auge unsichtbar ... :)
aus "der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry

Tammy

Profi

Beiträge: 543

Wohnort: NRW

6

Mittwoch, 16. November 2005, 18:58

Hallo Sascha,
ich gebe Dir vollkommen Recht.Genau darum ging es mir auch: Dem Glauben,das das Fleisch besser schmeckt,je mehr die Tiere leiden. Deshalb kann ich es auch nicht verstehen wenn dann Sprüche kommen wie: Was geht mich das an oder wollen wir die jetzt auch noch rüber holen.
Was soll das? Als bei der Sendung 37°das Thema Fellhandel kam und diverse Aufnahmen gezeigt wurden,was war das für eine Aufregung.
Nee,ich kann das nicht nachvollziehen. Entweder ich liebe Tiere und bin dagegen,das sie gequält werden oder ich lasse es. Ich kann aber nicht sagen,ich liebe Tiere und habe selbst welche,doch wenn andere Tiere leiden müssen,das geht mich nichts an (was aber nicht untypisch ist,notfalls wird weggesehen).
Ich bin die Schnellste :

Während andere noch stolpern - liege ich schon auf der Fresse .

Aninia1

Anfänger

Beiträge: 31

Wohnort: Halle (Westf.)

7

Donnerstag, 17. November 2005, 01:05

Das mag sein, @Sascha.

Nur liegt's mir fern, den Grad des Elends noch bewerten zu müssen. "Den Tieren geht es schlechter als unseren Kühen" macht es für mich nicht schlimmer. Schlecht ist schlecht, wie falsch falsch ist und es kein "falscher" gibt.

Für mich sind Schlachttiertransporte, während derer die Tiere oft ewig weit durch die Gegend gekarrt werden, weil ein Mensch nicht Fleisch von "um die Ecke" kaufen will, sondern es sonstwoher kommen muss, schlimm genug. Und auch die Mordmethoden hier finde ich nicht akzeptabel.

Daher rege ich mich über Katzen- oder Hunde als Braten auf dem Tisch nicht mehr auf. Was natürlich nicht umgedreht heisst, dass es mich kalt lässt. Nur bewerte ich's eben nicht "schlimmer".
^v^ ^v^ ^v^ ^v^ Das Leben ist kurz - stirb langsam. =:O)> ^v^ ^v^ ^v^ ^v^

Beiträge: 523

Wohnort: na, hier!

Beruf: Altenpflegerin

8

Donnerstag, 17. November 2005, 14:26

RE: Verzehr von Hunden

Hallo, Leute.

Was für den einen geliebte Haustiere sind, sind für den anderen Fleischlieferanten. Andere Länder, andere Sitten könnte man sagen.
Ich selber esse auch Fleisch, aber zum Beispiel esse ich kein Pferdefleisch. Warum? Weil ein Pferd mein Haustier ist. Andere Mitbürger, vielleicht sogar Nachbarn und Bekannte von mir, scheuen nicht davor zurück Pferdefleisch zu essen. Für sie ist ein Pferd eben ein Nutztier.
Fleisch in China ist teuer, sehr teuer. Das kann sich der arme Teil der Bevölkerung (und es ist der größte Teil) garnicht leisten. Hunde und Katzen allerdings gibt es in Massen und können wesentlich billiger "produziert" werden als z.B. Rinder oder Schweine. Was sich der arme Mensche in China also an Fleisch leisten kann, kommt von Hund oder Katze. Das kann man denen nicht vorwerfen.

Vorwerfen kann man ihnen aber die Art und Weise wie diese Tiere gehalten, transportiert und getötet werden!
Das ist mit nichts zu entschuldigen!

- Man muß keine Tiere lebendig kochen (auch keine Hummer)!
- Man muß sie nicht mit Drahtschlingen an die Decke des Käfigs hängen und auf diese Weise langsam strangulieren.
- Man muß sie nicht an einen Baum hängen und mit Stöcken langsam zu Tode prügeln weil durch den Adrenalinschock angeblich das Fleisch besser schmeckt!

Warum muß man die Tiere, bevor man sie schlachtet auch noch so bestialisch quälen?

Was aber will man von einem Land halten, wo jede Familie nur ein Kind bekommen darf, um der Überbevölkerung Herr zu werden. Und was passiert wenn eine Frau dann doch ein zweites Kind bekommt? Dazu geht man dann besser nicht in eine Klinik, denn dort kommt es dann garantiert zu einer "Fehlgeburt".
Ich hatte mal chinesische Bekannte die mir erzählten, das in China unglaublich viele Babys in den Kliniken gleich nach Geburt "verschwinden". Auf meine verwirrte Frage wohin die denn verschwinden kam die Antwort: Sie werden getötet!

Was ist in so einem Land ein Tierleben wert, wenn schon ein Menschenleben nichts zählt? Traurig, aber wahr.
"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pesetas Frauchen« (17. November 2005, 14:30)