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Tammy

Profi

Beiträge: 543

Wohnort: NRW

1

Dienstag, 8. November 2005, 09:39

Erneute Diskussion über Sokas?

Hallo,
folgender Artikel stand heute in der NW:

Rottweiler beißt Baby in den Kopf
Ein Rottweiler hat einem 14 Tage alten Säugling in Scharrel (Landkreis Cloppenburg) in den Kopf gebissen.Das Baby kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus,wo es voraussichtlich bis Ende der Woche behandelt wird.Lebensgefahr besteht nicht.Die Mutter stand unter Schock.Die Polizei ermittelt,ob Sorgfaltspflichten verletzt wurden.

In einem anderen Bericht habe ich gestern gelesen,das Baby habe auf einer Decke auf dem Fussboden gelegen.
Meine Meinung dazu: Dieser Biss ist durch nichts zu entschuldigen,so etwas darf nicht passieren. Doch wieso legt man ein Baby auf den Fussboden wenn der Hund da rumläuft? Es ist doch allgemein bekannt,das man Hunde gerade bei Familienzuwachs,langsam mit der neuen Situation vertraut machen soll.
Letztendlich wird wieder einmal der Hund die Fehler des Menschen ausbaden. Sollte mich nicht wundern,wenn dadurch die 'Kampfhundediskussion' erneut angeheizt wird.
Ich bin die Schnellste :

Während andere noch stolpern - liege ich schon auf der Fresse .

Goliath

unregistriert

2

Sonntag, 13. November 2005, 13:33

Hallo Tammy!

Ich kann Dir da leider nur zustimmen.
Es ist hochgradig leichtsinnig, einen Säugling mit eine Decke auf den Boden zu legen, wenn sich ein Hund mit in diesem Raum befindet.
Jeder Hund wird mit dieser neuen Situation völlig überfordert sein, denn auch er muß erst mit diesem neuen "Rudelmitglied" vertraut gemacht werden.
Ich könnte nicht die Hand dafür ins Feuer legen, das unsere Hunde nicht vielleicht eifersüchtig auf so ein kleines Würmchen wären.
Schlußendlich wird es wieder einmal so laufen, das der Hund als gefährlich eingestuft und ins TH gebracht wird.

tala

Fortgeschrittener

Beiträge: 171

Wohnort: Bielefeld

3

Montag, 14. November 2005, 08:33

:cry:War ja wieder klar das sowas in der Zeitung steht.Natürlich tut es mir für das Kind leid,aber ständig steht sowas nur über die Anlagehunde drin.Irgendwann stand sogar in einem Artikel das ein Staff.in Israel oder Indien ein Kind gebisse hat.
HALLO,GEHTS NOCH???
Muß denn ständig gegen die Hunde geschrieben werden vor denen viele Menschen sowiso schon Angst haben-durchs Aufhetzen der Presse?
Viele kennen nicht einen Anlagehund persönlich,aber geglaubt wird alle negative sehr schnell.

Wiso steht nirgendwo das der z.B.Cocker und der Schäferhund die höchste Beißrate haben?

Wiso steht nirgendwo das der Staff in USA ein beliebter Familienhund ist?Er ist schmerzunempfindlich und so kann ein Kind ruhig mal an seiner Rute ziehen,auf den Fuß treten usw.ohne das er gleich umpackt.

Goliath

unregistriert

4

Montag, 14. November 2005, 16:49

Stell Dir mal folgendes Szenario vor:
Du gehst morgens zum Bäcker Deines Vertrauens und holst Dir ein Stück Kuchen, `nen Kaffee und die "Bibel" der Ahnungslosen, nämlich die Bild Zeitung.
Du schlägst sie voller Erwartung auf....und was mußt Du in riesengroßen roten Lettern lesen???
"Pudeldame biß Frauchen in den Arm!", dazu ein Foto von den Jacob Sisters...
Hey...das will doch niemand lesen.
Und schlechte Dinge über den Schäferhund auch nicht, denn er ist ja "Deutsch". Viel Deutsches ist uns ja nicht mehr geblieben, also lasst uns doch wenigstens den Schäferhund.
Diese Gesellschaft ist einfach zu sensationslüstern.
Meine Kinder bekommen auch im Kindergarten und in der Schule beigebracht, das wenn sie in Gefahr sind, nicht "Hilfe", sondern "Feuer" rufen sollen, weil der Durchschnittsbürger eher auf eine Sensation reagiert, als auf eine Notlage. Das ist ja eigentlich ein Armutszeugnis für eine soziale Gesellschaft.

Beiträge: 523

Wohnort: na, hier!

Beruf: Altenpflegerin

5

Montag, 14. November 2005, 17:00

Hallo Goliath,

da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen.
Es ist nur die Sensation die zählt. Wird ein z.B. ein Staff in der Zeitung abgebildet, dann immen als eine zähnefleschtende Kampfmaschine. Das Bild wo der geduldige Staff glücklich darüber ist das er als Klettergeerüst für die Kinder seiner Familie herhalten darf, zeigt niemand.

Aber ehrlich, sollte die Bildzeitung jemals ein Bild mit den von ihren Pudeln angegriffenen Jacob-Sisters bringen, werde ich sie mir kaufen, einrrahmen und an die Wand hängen! :D :D :D
"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -

Nici

Schüler

Beiträge: 119

Wohnort: Bielefeld

6

Montag, 14. November 2005, 17:34

Zitat

Original von Pesetas Frauchen
Aber ehrlich, sollte die Bildzeitung jemals ein Bild mit den von ihren Pudeln angegriffenen Jacob-Sisters bringen, werde ich sie mir kaufen, einrrahmen und an die Wand hängen! :D :D :D

gacker:D

Jaja... es ist doch immer das selbe... "Mit den Soka's kann man es ja machen....""Wozu zahlen die denn mehr Steuergelder die Halter und so..., eben weil die so gefährlich sind."<<Aussage meiner Tante X(

Bei Sugar war es doch genau so... alle haben sich die Münder zerrissen und "ihren" Senf dazu gegeben...
Positive "vorfälle" mit SoKa's werden recht zügig unter den teppich gekärt.Wie hier:
Staffbull Mia rettet den kleinen Jack
Jauch und die Blöd sind für mich gestrichen.... beide wollen nur provit aus den süßen ziehen! :motz:

PS: Hat einer die Sendung gesehen wo der Rotti bei Jauch war?Der Blick Jauch... so....skeptisch und ängstlich :rolleyes:
LG von Nicole und dem Chaosclan :keks:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Nici« (14. November 2005, 17:42)


Piper

unregistriert

7

Dienstag, 15. November 2005, 09:18

Hallo!

Leider hat sich das Bild der Listenhunde sehr tief in die Gehirne der Menschen reingefressen. Über Jahre hinweg wurde ein absolut falsches Bild von den "Kampfschmusern" durch die Medien vermittelt X(
Menschen die keinen Listenhund kennen( von Vorurteilen zerfressen), wechseln plötzlich die Straßenseite. Ich kenne jemanden der einen ganz süßen und lieben Bullterrier hat, immer wenn wir uns auf der Straße treffen und ich mit Seinem Hund schmuse und der Bullli dabei aufgeregt bellt, ernten wir böse und verängstigte Blicke.
Es geht schon so weit das Kinder so erzogen werden, das Sie sich bloß von den ach so bösen Hunden fernhalten sollen. :rolleyes:

Ich kann dazu nur sagen: TRAURIG

Gruß
Piper

Beiträge: 523

Wohnort: na, hier!

Beruf: Altenpflegerin

8

Dienstag, 15. November 2005, 17:11

Die Erinnerung an BEN

Bei diesen Einträgen kommt sie wieder hoch, die Erinnerung an "Ben".

Ben war der Hund meiner Schwester und meines Schwagers. Er war ein Bild von einem Hund, verschmust und anhänglich. Mit anderen Hunden hatte er so seine Probleme, aber die Menschen, die hat er geliebt.

Die Menschen liebten aber leider nicht ihn!
Denn Ben war ein American Staffordshire Terrier.

Bis dahin hatte Ben ein sorgenfreies Leben geführt, glücklich inmitten seiner Familie und weit draußen auf dem Lande.
Es kam der erste Schnellschuß der Landeshundeverordnung und somit auch die Probleme für Bens Familie. Das Land Niedersachsen reagierte hart auf die sogenannten "Kampfhunde". 1250 DM an Kampfhundesteuer waren sofort und gnadenlos zu entrichten. Ein harter Schlag.
Es kam noch härter.
Der Wesenstest wurde zu einer Farce. Egal wie groß die Mühen meiner Schwester und meines Schwagers waren, man ließ Ben durch den Test fallen. Auch das hatte 1200 DM gekostet. An eine Wiederholung des Testes war kaum zu denken, es hätte noch einmal die gleich Summe gekostet und so langsam waren die finanziellen Reserven aufgebraucht, da mein Schwager zu der Zeit ohne Arbeit war.

Die Reaktion von "Vater Staat" kam prompt und brutal. Haltungsverbot! Innerhalb weniger Wochen sei der Hund "abzuschaffen"!

Die Tierheime waren überfüllt mit sogenannten "Kampfhunden", niemand konnte Ben aufnehmen, leider auch ich nicht, da ich ja schon meinen eigenen Hund hatte und auch berufstätig bin. In meiner Abwesenheit kümmrt sich mein nun 80 jähriger Vater um Peseta. Ich konnte Ben nicht helfen. Auch ein Anruf bei Claudia Schürmann von "Bullterrier in Not" brachte keine Hilfe, da auch sie hoffnungslos überfüllt war. es fiel ihr sehr schwer, aber sie gab den Rat das Tier einschläfern zu lassen, denn sonst hätte er irgendwo in der Fremde den Rest seines Lebens hinter Gitterstäben verbracht.

So kam dann eines Tages eine SMS meiner Schwester auf meinem Handy an: "Ben ist tot".
Es waren nur diese drei Worte, die mich in Tränen ausbrechen ließen.

Ben starb im April 2001 im Alter von nur fünf Jahren, weil er das war, was die Menschen aus ihm gemacht hatten.
»Pesetas Frauchen« hat folgende Dateien angehängt:
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"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Pesetas Frauchen« (16. November 2005, 21:49)


tala

Fortgeschrittener

Beiträge: 171

Wohnort: Bielefeld

9

Dienstag, 15. November 2005, 17:18

:D Das Bild mit dem Püdelchen möchte ich dann bitte auch haben.Die Vorstellung hat was!
(klar Mario,weiß ich auch warum der Deutsche Schäferhund nicht drinsteht.Meine Frage war natürlich nicht ernst gemeint.)

Die Vorurteile sind den Hunden gegenüber echt mies.Und immer wenn man denkt die Welt hat sich wieder etwas beruhigt und es wurde verdrängt,steh wieder son Mist in der Zeitung.
Ich versuche ein bischen dagegen zu steuern und gehe meinen Kunden,glaub ich,so langsam damit auf den Keks...
Aber sie hören sich das an und viele sagen sowas wie "ach das wußte ich gar nicht" oder "das ist ein Kampfhund?Ich dachte die wären größer."

Ein paar mußten sich auch schon einen Rotti oder Staff im Laden antun.Und -oh Wunder-nachdem geklärt war das Casto nicht beißt,wurde auch mal geschmust.

Goliath

unregistriert

10

Dienstag, 15. November 2005, 18:26

Oh, Pesetas Frauchen, diese Geschichte kommt mir nur zu bekannt vor.
So in der Art spielte sie sich auch 2001 bei uns ab.
Das Ende ist bei uns allerdings noch offen, denn Claudia Schürmann konnte unseren Goliath zu Bullterrier-Lobby e.V. vermitteln.
Das schlechte Gewissen hat uns all die Jahre nicht verlassen...immer wieder die quälende Frage: Haben wir wirklich alles versucht?...Hätten wir nicht noch länger um ihn kämpfen müssen? Bis heute quälen uns diese Fragen und niemand ist Mensch genug, um uns wenigstens die eine Frage zu beantworten: Wie geht es unserem Dicken?
Kein zweites mal würde mir so etwas passieren! Lieber ziehe ich mit einem Zelt auf den Berliner Platz.
Die Medien wissen gar nicht, wieviele Schicksale sie in so vielen Familien
zu verantworten haben...
»Goliath« hat folgende Datei angehängt:
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Goliath

unregistriert

11

Dienstag, 15. November 2005, 18:33

Zitat

Original von tala
(klar Mario,weiß ich auch warum der Deutsche Schäferhund nicht drinsteht.Meine Frage war natürlich nicht ernst gemeint.)


Klar tala wußte ich, das Du das wußtest und so wenig ernst wie Deine Frage, war eigentlich auch meine Antwort gemeint. :rolleyes:

Und das mit den Jacob Sisters war auch nur ein Spaß, oder glaubst Du allen ernstes, das ein Pudel sein Maul weit genug aufbekommt um eine der Schwestern zu beißen??? ;)
Das können nur Bulli und Co.... :D

Tammy

Profi

Beiträge: 543

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12

Dienstag, 15. November 2005, 20:17

Ich habe hier was. Paßt zum Thema,ist aber sehr lang und sehr,sehr traurig,doch leider immer wieder wahr:
http://www.hundshuus.de/hundevermittlung…005/celina.html
Ich bin die Schnellste :

Während andere noch stolpern - liege ich schon auf der Fresse .

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13

Mittwoch, 16. November 2005, 18:59

Hallo Mario,

auch deine Geschichte ist tragisch, nur schon alleine weil man sich von seinem geliebten Tier trennen mußte.

Weißt du denn was aus Goliath geworden ist? Ist er auch ein Staff?

Ben war, wie ich schon sagte ein American Staffordshire Terier, gute 56 cm hoch und über 55 kg schwer. Er war schon eine imposante Erscheinung, aber eine aboslute Schmusebacke.

Die Behörden ließen Ben und seiner Familie keine Chance. Zu der Zeit war es ein offenes Geheimnis, das das Land Niedeersachsen vorhatte alle sogenannten "Kampfhunde" auszurotten.
Auch der bei dem Wesenstest anwesende Hundetrainer, er war mitgekommen um sicher zu gehen das Ben fair behandelt würde, stieß mit seinen Protesten auf taube Ohren.
"Vater Staat" hatte den wesentlich längeren Arm und nützte diesen gnadenlos aus.

Nach Bens Tod wollte meine Schwester erst keinen Hund mehr. Lange hat sie dann aber nicht durchgehalten und holte sich dann einen Hund aus dem Tierheim.
"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -

Tammy

Profi

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Wohnort: NRW

14

Mittwoch, 16. November 2005, 19:11

Das ist echt heftig. Mir kommen die Tränen wenn ich so etwas lese. Die ganze Landeshundeverordnung ist doch absolut peng. Meiner Meinung nach nur Geldmacherei.
Was bringt denn der Wesenstest? Nichts. Wenn ich heute mit meinem Hund nen Wesenstest mache, wer garantiert mir dann dafür, das genau dieser Hund nicht in 1-2Monaten auffällig wird? Das kann keiner garantieren! Beim Hund reicht ein kleines Negativ Erlebnis und er ändert seinen Charakter. Und dann? Steht in der Zeitung: Hund biss trotz bestandenem Wesenstest.
Wieviele Hunde wurden ihren Besitzern weggenommen,weil sie vorbestraft waren (obwohl es den Hunden dort gut ging und sie auch ok waren)? Vorbestraft ist man doch schnell. Was soll das aussagen?
Wieviele Leute mußten sich von ihren Hunden trennen weil sie die Hundesteuer nicht aufbringen konnten? Auch das ist reine Geldmacherei.
Die Leute,denen wir die Landeshundeverordnung verdanken,die können sich die Steuer leisten.Selbst wenn sie vorbestraft sind,werden sie weiterhin Sokas haben. Dann wird der Hund eben auf jemand anders angemeldet und die Sache paßt wieder. Denn richtig kontrollieren tut es eh keiner.
Ich bin die Schnellste :

Während andere noch stolpern - liege ich schon auf der Fresse .

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15

Mittwoch, 16. November 2005, 20:01

Noch mal zu den Jacob Sisters!

Ich habe da einen schrecklichen Verdacht:

Ich glaube fest, das die Jacob Sisters garkeine Menschen sind, sondern verkleidete Königspudel!
Die Pudel schlagen zurück!
Sie infiltrieren die Showbranche um es den Menschen endlich heimzuzahlen und sie mit grausam schlechter Musik zu quälen!
"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -

tala

Fortgeschrittener

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Wohnort: Bielefeld

16

Donnerstag, 17. November 2005, 07:57

Hallo Pesetas Frachen,hallo Mario.

Eure Geschichten sind wirklich sehr traurig.Sch...Deutschland. X(
Auch meiner Azubine ist es so ergangen.Sie hat bis vor3Jahren in-ich glaube-Dortmund gewohnt.Vor c.a.5Jahren hat sie als noch nicht Volljährige einer Frau in der Innenstadt einen Staff "abgenommen".Diese Frau war völlig überfordert.
Dani nahm ihn mit nach hause und es war traumhaft.Leider hat ihr gestörter,gewaltätiger Exfreund-dem sie Geld für die Steuer gab-den Hund nie angemeldet.Irgendwann stand das Ordnungsamt vor der Tür und Rocky wurde abgeholt.
Meiner Azubine wurde gesagt das sie nie wieder einen Hund bekommen würde.
Durchs Internet wissen wir das der Kleine immer noch im Tierheim sitzt und als " nicht vermittelbar " gilt.
Der Hund ist nie auffällig geworden,hat mit im Bett geschlafen und mit Hündin u. Rüden sich vertragen.... :cry:


Heut stand übrigens wieder was in der NW.Da ist doch glatt ein Rotti beobachtet worden wie er einen Strauch "totgepiselt".Was hat das arme Tier bloß zu trinken gekriegt??? :O

Bis bald

Goliath

unregistriert

17

Samstag, 19. November 2005, 10:22

Das schlimme daran liegt ja bereits im Namen.
Landeshundeverordnung!
Es wird im Prinzip von Bundesland zu Bundesland anders gehandelt.
In Baden-Würrtemberg beispielsweise, war es den Kommunen freigestellt, ob sie eine höhere "Kampfhundsteuer" einführen, oder nicht.
In der kleinen Gemeinde, in der ich wohnte, war es nie ein Thema, denn jeder kannte jeden und auch dessen Hund.
So ziemlich jeder wußte, das Goliath ein lieber Hund ist ( was sie natürlich nicht davon abhielt trotzdem die Straßenseite zu wechseln wenn ich ihnen entgegen kam :D ) und diese Region hatte auch genügend Geld. Mit Tabakanbau war eben mehr zu holen, als von den 2 "Killerhunden".
In NRW springt Dir die Armut ja förmich aus jedem Gullideckel entgegen und weil hier klimatisch bedingt, ja kein Tabak wächst, müssen eben die Tiere herhalten.
Mein 4 jähriger Sohn war damals mit dabei, als meine Ex unseren Bullterrier an diesen Verein übergeben mußte und ich wünschte mir, das an diesem Tag ein Minister des Landes NRW dort gewesen wäre, um meinem Sohn zu erklären, warum sein geliebter "Golljar" plötzlich nicht mehr zur Familie gehörte... :cry:
Meiner Meinung nach ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis man mit dem Märchen vom Kampfhund nicht mehr weiter kommt und dann gibt es eine gute Gelegenheit, die Steuern für alle Hunde anzugleichen.