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Beiträge: 523

Wohnort: na, hier!

Beruf: Altenpflegerin

1

Donnerstag, 3. November 2005, 19:52

Das Leid der Pferde

Hallo an alle,

ich möchte an dieser Stelle an die Pferde erinnern.
Viele regen sich auf, wenn Hunde oder Katzen schlecht oder nicht artgerecht gehalten werden.

Was aber ist mit den Pferden?
Jeder, aber auch wirklich jeder Mensch darf Pferde halten. Keine Steuermarken, kein Sachkundenachweis, keine Prüfung ob Mann oder Frau auch in der Lage sind so ein großes Tier zu halten oder zu versorgen.
Das Ergebnis: unzählig vielfaches Pferdeelend.
- Pferde sind Herdentiere, werden aber immer noch bevorzugt in Einzelhaft gesteckt.
- Pferde brauchen Licht und frische kühle Luft, werden aber in erschreckend großer Zahl in kleinen stickigen dunklen Boxen gehalten.
- Pferde müssen wegen ihres empfindlichen Verdauungstraktes viele kleine Portionen fressen, bekommen aber fast immer nur zwei große Mahlzeiten.

Warum halten sich die meisten Menschen Pferde? Weil sie was zum reiten haben wollen. Raus aus der Box, ein wenig reiten in der Halle, auf dem Außenplatz könnte das weiße Reithöschen schmutzig werden, wieder rein in die Box.
23 Stunden im Stall stehen, 1 Stunde geritten werden. Das ist leider noch der Alltag so vieler Pferde.

Wenn ich mal erzähle, das ich ein Pferd habe, kommt immer sofort die Frage ob ich denn auch reite. Meine Antwort lautet dann oft: Der Herrgott hat dem Pferd garantiert keinen Rücken gegeben, damit der Mensch seinen Hintern darauf schwingt.
Leider strafen mich die Pferdezüchter Lügen, denn die achten jetzt besonders darauf Pferde mit guter "Sattellage" zu züchten.

Mein Pferd darf bei mit seit zwölf Jahren ein einigermaßen artgerechtes Leben führen, und dankt es mir mit Treue, Anhänglichkeit und Liebe.
"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pesetas Frauchen« (3. November 2005, 19:54)


Tammy

Profi

Beiträge: 543

Wohnort: NRW

2

Donnerstag, 3. November 2005, 20:18

Hallo,
Du hast vollkommen Recht. Ich glaube aber,das vielen das Leid der Hunde und Katzen eher auffällt,weil sie von Pferden keine Ahnung haben. Ich muß zugeben,ich auch nícht. :O Schon allein deshalb würde ich mir nie ein Pferd anschaffen. In unserer Gegend sehe ich auch viele Pferde auf Koppeln stehen und kann bei meinen Spaziergängen mit Chucky hin und wieder Reiter und den Umgang mit den Tieren beobachten.Bei manchen Reitern habe ich das Gefühl,das sie sich persönlich beleidigt fühlen wenn das Pferd nicht 'funktioniert'. Ich meine auch,es darf nicht sein,das jeder sich ein Pferd halten darf. Da sollte auch mal über eine Regelung nachgedacht werden.
Ich bin die Schnellste :

Während andere noch stolpern - liege ich schon auf der Fresse .

Sascha

Admin

Beiträge: 599

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Angestellter

3

Samstag, 5. November 2005, 09:22

RE: Das Leid der Pferde

Hallo,

das " gute " ist, das manchen Leuten das Leid von Pferden nicht egal ist. Es stimmt natürlich, das mehr Beanstandungen von Hunden und Katzen im Tierheim gemeldet werden. Wenn aber Pferde schlecht gehalten werden ( offensichtlich ohne Futter oder Wasser ) dann rufen besorgte Leute auch im Tierheim an.

Gruß Sascha
... man sieht nur mit dem Herzen gut, das wesentliche bleibt für das Auge unsichtbar ... :)
aus "der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry

Beiträge: 523

Wohnort: na, hier!

Beruf: Altenpflegerin

4

Samstag, 5. November 2005, 17:03

RE: Das Leid der Pferde

Hallo,

natürlich muß ein Pferd regelmäßig Futter und Wasser bekommen.
Es ist auch gesetzlich vorgeschrieben wie groß eine Pferdebox im Verhältnis zur Größe des Pferdes sein muß.
Es gibt aber keine Vorschrift dafür, wie lange ein Pferd maximal in seiner Box stehen darf.
Im Klartext: wenn man will, kann man sein Pferd immer in der Box stehen lassen.
Es gibt tatsächlich sehr sehr viele Pferde, die jahrelang keinen Himmmel über sich gesehen, keinen Regen und keinen Wind am Körper gespürt haben.

Viele Leute glauben, wenn sie ein mit Schlamm und Erde bedecktes Pferd auf der Wiese stehen sehen, das es dem Tier schlecht geht.
Meist ein Irrtum, denn solche Tiere genießen ein kleines Stück Freiheit und lieben es "natürliche Fellpflege zu betreiben, nämlich sich zu wälzen.

Das Wälzen gehört zum Leben eines Pferdes wie das Fressen oder Atmen.
Ein immer blitzeblankes "sauberes" Pferd ist eine arme Kreatur, die wahrscheinlich garnicht weiß, das es einen Himmel hinter der Betondecke gibt.

Gruß, Elke
"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -