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Helmut

Profi

Beiträge: 576

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Rentier

1

Donnerstag, 24. August 2017, 21:47

Planungen für unser neues Hundehaus

[font='&quot']1976 – stand ein Rohbau für 500.000 DM
in der Einöde an der Kampstraße – das Tierheim. Für einen Baukostenzuschuss von
250.000 DM kaufte sich die Stadt für 30 Jahre von allen Verpflichtungen frei.
Der TV war dagegen verpflichtet, jedes Findlingstier im Stadtgebiet abzuholen, aufzubewahren
und ärztlich zu versorgen.[/font]






[font='&quot']Die Planung des Tierheimbaues war
ebenso wenig eine architektonische Glanzleistung, wie die Ausführung mit viel
zu geringen Mitteln. So stand bei der Einweihung ein eher trostloser Rohbau im
Sennesand, denn ein funktionsfähiges Tierheim. [/font]






[font='&quot']Bei meinen Gedankenspielen tauchte ich
unweigerlich in die Anfangsjahre des Bielefelder Tierheimes ein.[/font]






[font='&quot']Das sich der damalige Vorstand auf
einen solch ungünstigen Vertrag mit der Stadt Bielefeld einließ, lässt sich nur
aus der „Notsituation“ der frühen 70er Jahre erklären. Es gab kein Tierheim in
Bielefeld mehr. Hunde und auch Katzen wurden vom Veterinäramt in alten
Stallungen des Bielefelder Schlachthofes untergebracht. Hunde, die kein
Eigentümer abholte, wurden an dubiose Tierhändler „versteigert“. Katzen aus
eher größeren Vogelkäfigen von Aktiven des Vereins in Privatpflegestellen
verbracht usw.[/font]






[font='&quot']Das der Tierschutzverein dennoch
überlebte und dann in den vergangenen Jahrzehnten das Tierheim Stück für Stück
erneuern und verbessern konnte, grenzt schon an ein Wunder – nein eigentlich an
viele Wunder. Und diese in der Regel durch Nachlässe und Testamente.[/font]






[font='&quot']In den Innentrakten der beiden
Hundehäuser stehen noch heute einfache Kalksandsteinwände. Denn für die
eigentlich geplanten Sichtbetonkonstruktionen fehlte ebenso das Geld, wie für
Türen vor den Boxen. An Spanplatten, verstärkt mit Zinkblechen nagte fortan
nicht nur der Zahn der Zeit, sondern auch die Zähne der gelangweilten Insassen,
die sich im inneren Halbdunkel zur Winterzeit auch noch der frostigen
Temperaturen widersetzen mussten. [/font]






[font='&quot']Im Laufe der Jahre konnten zwar diese Missstände
behoben werden. Einer ersten Warmluftheizung folgten später einzelne
Heizplattenkörper. Die bröckelnden Wände wurden durch Stahlträger verstärkt,
die Spanplatten gegen Gittertore ausgetauscht und der raue Betonboden gefliest.
[/font]






[font='&quot']Unlösbar dagegen das Fehlen jeglicher
Kanalanschlüsse in den Innenboxen. Das bedeutet z.B., dass immer noch bei der
Nassreinigung das Schmutzwasser nach draußen durch die Hundeklappen in den
Außenzwinger geflitscht werden muss. Dort sucht sich dann das Schmutzwasser
seinen Weg durch ein offenes Rinnensystem in ein undefinierbares Kanalsystem.
Wo welcher Ablauf beginnt und endet – geben bis heute so manches Rätsel auf.
Bei Verstopfungen des Rohrsystemes bildet so mancher scharfe Rohrwinkel das
Ende des Spülganges. [/font]






[font='&quot']Schlecht isolierte Wände und
Flachdächer gepaart mit den viel zu geringen Fensterflächen machen eine
sinnvolle und wirtschaftliche Renovierung des Ganzen unmöglich. [/font]






[font='&quot']Im Ergebnis kann es nur um einen
Abriss und die Neuerrichtung von
zeitgemäßen Tierunterkünften gehen. [/font]






[font='&quot']Beide derzeitigen Hundehäuser bieten
Platz für 56 Innenboxen. Die 28 Außenzwinger teilen sich in der Regel folglich
immer zwei Insassen. [/font]






[font='&quot']Eine Innenbox bemisst sich auf gut 2
m² Fläche. Der Außenzwinger bringt es auf ca. 9 m². Auch wenn alle unsere Hunde
täglich abwechselnd in die großen Außenausläufe kommen und auch am Nachmittag
von Paten zu einen Spaziergang in den nahen Wäldern ausgeführt werden, bleibt
dennoch eine lange Spanne des Tages auf dem beschriebenen Raum. [/font]









[font='&quot']Pläne und Überlegungen:[/font]





[font='&quot']Bereits nun seit
längerem haben wir in der Regel nur noch einen Hundebestand von ca. 30 Hunden.
Damit ist dauerhaft der zweite Trakt für diesen Zweck überholt. An dessen
Stelle kann dann später ein Multifunktionshaus entstehen.[/font]






[font='&quot']Auch bei einem Abriss und
vollständigen Neubauten sind räumlich durch die vorhandene Anbindung an das
Haupthaus Vorgaben vorhanden. In der Breite der möglichen Gebäude und vor allem
in der Tiefe gibt das Gelände aber noch gewisse Möglichkeiten, die zu nutzen
sind. [/font]






[font='&quot']Das neue Gebäude wird breiter und doppelt so lang.
[/font]


[font='&quot']Die Überdachung der Außenzwinger (beim
Bau 1976 gab es derartiges nicht und im Winter musste nicht nur gereinigt,
sonder auch in den Zwingern Schnee geräumt werden) macht derzeit schon Sorgen,
da die Kunststoffdächer nach 25 Jahren Witterung auch an vielen Stellen undicht
geworden sind. Die Kosten für die jeweils zwei Reihen – insgesamt etwa 280 m²
kann ich aus dem Stand nicht benennen. Die erforderlichen Mittel dafür können
aber sicherlich durch Zweckspenden eingeworben werden.
[/font]






[font='&quot']Nach Verwirklichung der Baumaßnahme
wird sich zwar nicht die Kapazität zur Aufnahme von Fund- und Abgabehunden
vergrößern. Das ist nicht nötig und auch nicht gewollt. Dem einzelnen Tier –
auch verträglich in kleinen Gruppen - stehen aber deutlich mehr Innen- wie
Außenraum zur Verfügung. Die Innenräume erhalten durch großzügige Fenster mehr
Tageslicht und wirklichen Blick nach draußen. Durch praktischere Ausführung des
Baues wird die Reinigung erleichtert. Es wird um einiges hygienischer und dem
Personal bleibt mehr Zeit für die eigentliche Pflege der Tiere.[/font]






[font='&quot']Durch eine Neuausrichtung des Hundetraktes können auch die Außengehege ganz deutlich vergrößert werden.
Dadurch entfällt zu einem großen Maße das fast halbstündige regelmäßige Umboxen
der Hunde in die zusätzlich auch zukünftig vorhandenen Großausläufe.
[/font]













Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer