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Tammy

Profi

Beiträge: 543

Wohnort: NRW

1

Freitag, 29. August 2014, 19:08

Katzenschutzverordnung

Katzenschutzverordnung - Jetzt!

Krank und abgemagert kämpfen viele frei lebende Katzen täglich ums Überleben. Das Elend würde es nicht geben, wenn Tierhalter ihre Katzen kastrieren lassen würden.

Bitte unterstützen Sie unsere Forderung nach einer Tierschutz-Katzenverordnung und geben Sie Ihre Stimme ab!

Wir wollen, dass die Kommunen handeln, weil der Bundes- und Landesgesetzgeber zögert. Unser Ziel: Eine verbindliche Katzenschutzverordnung für die Haltung und den Umgang mit Katzen sowie eine Kastrationspflicht für alle Freigängerkatzen als Instrument gegen die ungewollte Vermehrung.

http://www.tierschutzbund.de/protestieren-katzenschutz.html
Ich bin die Schnellste :

Während andere noch stolpern - liege ich schon auf der Fresse .

Helmut

Profi

Beiträge: 576

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Rentier

2

Dienstag, 18. November 2014, 22:47

19 scheue Katzen (alle unkastriert) auf einer Hofstelle - eine Katzenschutzverordnung würde so etwas nicht verhindern .... aber unsere Arbeit an anderer Stelle sicher vereinfachen!!!

Hallo,

aktuell beschäftigt sich unser Fängerteam mit einem Fall
von 17,18 - Nr. 19 wurde heute gesichtet ...... scheuen Katzen auf einem
Hof im Ortsteil Milse.

Der Tierschutzverein wurde (wie so oft in
solchen Fällen) aus unserer Sicht wieder einmal viel zu spät gerufen.
Warum erhalten wir von derartigen Fällen immer erst Kenntnis, wenn die
Tierzahlen 2-stellig werden?

Die anliegenden Bewohner beteuern,
dass es sich alles um Fundkatzen handelt und an dieser Stelle auch nicht
gefüttert wird. Dies widerspricht allerdings unserer üblichen
Erfahrung.

Katzen sind nun mal keine Wildtiere, auch wenn sie in
mehreren Generationen frei geboren werden. Sicher ernähren sie sich in
solcher Situation zu einem großen Teil von Kleinnagern und natürlich
auch zu einem Prozentsatz von Singvögeln. Aber ganz ohne menschliche
Hilfe können sie nicht überleben. Sie brauchen natürlich entsprechenden
Unterschlupf und zumindest jahreszeitlich bedingt Zusatzfütterung.

Derzeit
bevölkern die scheuen Tiere aus Milse vorübergehend unser Katzenhaus.
Denn erst wenn das letzte Tier dort gefangen und kastriert wurde, macht
es Sinn die Population dort wieder frei zu setzen. Vermutlich müssen wir
dann auch einen geschützten Futterplatz einrichten.

Die
kontrollierte Fütterung ist wichtig, um weitere Neuzugänge zu erkennen.
Diese müssen dann natürlich auch umgehend gefangen und kastriert werden.
Diese weiteren Aktionen sind allerdings ungleich schwieriger. Denn
natürlich geraten auch bei der Fangaktion immer wieder die bereits
kastrierten Tiere in die Falle. Dadurch kann sich das Prozedere zeitlich
ganz schön strecken und wird richtig zeitaufwändig.

Im Rahmen
der Fütterung erfolgt dann aber auch die Kontrolle des
Gesundheitszustandes der kastrierten Tiere. Streunerkatzen sind häufig
schwach und krank. Dann vegetieren sie auf der Straße dahin. Oft sterben
sie langsam und qualvoll. Das wollen wir als Tierschützer vermeiden.

Ein
Nebeneffekt der kontrollierten Fütterung ist sicher der, dass eine
satte Katzen sicher deutlich weniger den Singvögeln nachstellt. Satt ist
es einfacher gemächlich vor einem Mauseloch zu lauern.

Unser
Problem als Verein: Wir betreuen derzeit an 17 Stellen im Stadtgebiet
ca. 130 Katzen. Neben Trockenfutter sind dafür ca. 25.000 Dosen
Katzenfutter jährlich erforderlich, unterstellt zwei Katzen teilen sich
eine Dose Futter. Wir haben einige wenige "Futterpaten", von denen wir
monatlich ca. 100 Euro gespendet bekommen. Auch unsere "Fänger" arbeiten
auf 450-Euro-Basis. Diese Kosten muss der Tierschutzverein schultern.
Von der Stadt erhalten wir dafür keinerlei finanzielle Unterstützung und
auch keine "moralische" in Form der notwendigen
Kastrationsverpflichtung.

Für unseren Oberbürgermeister gibt es
keinen Ansatz dafür. Vielleicht sollten wir Herrn Clausen mal bitten, an
so einer tagelangen Fangaktion mit zu wirken ??

VG
Helmut
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer