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Stina

Anfänger

Beiträge: 7

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Kaufmännische Angestellte

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Donnerstag, 13. Dezember 2012, 20:45

Unfreiwiliig einen kleinen verfressenen Kater adoptiert

Hallo ihr alle,



nachdem ich ja meinen zufälligen Katzenzuwachs im Jahr 2010 gut überstanden habe, die Kater sich richtig toll eingelebt haben und munter und zufrieden sind, habe ich jetzt wieder mal das Glück, das ich einen kleinen, verschmusten, zutraulichen Kater "zwangsadoptiert" habe. Dieser ist dann Nummer vier im Haus. Dieser kleine Knuddel gehört eigentlich unserer direkten Nachbarin, welche im Frühjahr diesen Jahres zwei Kätzchen zu sich nahm. Wir haben allerdings das "Pech", das unsere Katzen sich jederzeit Zugang zu dem Haus, bzw. zu der Deele verschaffen können und zwar in Form einer Dauerkatzenöffnung, welche als Loch im Mauerwerk eingelassen ist und den Katzen (und auch anderen Kleintieren) ständigen Zugang ermöglicht.



Das hat auch der kleine Kater mitbekommen, und zwar schneller als uns recht war. Seitdem stromert er ständig bei uns rum und verteidigt "sein" Revier mit allen vier Pfoten. Der ist rotzenfrech zu den größeren Katzen. Anfangs habe ich ihn regelmässig und mehrfach gepackt und zu seinem Frauchen zurück geschleppt, dieser eindringlich erklärt, sie möge doch bitte die Katze regelmäßig abends wieder einfangen und regelmässig abfüttern. Einfach nur, um dem Tier zu verdeutlichen, wo sein zuhause ist. Trotzdem war er stes und ständig bei uns zu Gast, zu jeder Tages und Nachtzeit. Er hat mittlerweile die Körbchen von meinen Katern in Beschlag genommen und alles, wirklich restlos alles, was er finden konnte, versucht aufzufuttern. Ständig mussten die gelben Säcke dran glauben und der Inhalt verteilte sich über die gesamte Deele. Meine Kater konnten und können gar nicht glauben, was der Knilch sich alles erlaubt. Seine noch relativ kleine Gestalt gleicht er durch ein Mordgeschrei und einen noch größeren Hunger wieder völlig aus.



Wie dem auch sei: sein freches auftreten, sein Geschrei und vor allem seine Zerstörungswut bezüglich der gelben Säcke konnte ich irgendwann nicht mehr ertragen. Auch die Weigerung seines Frauchens, ihn doch bitte beizeiten wieder einzufangen war für mich nicht nachvollziehbar. Als der Zwerg also immer dreister wurde, was die Beschaffung des Futters anbelangte, habe ich mich herabgelassen und angefangen, ihn auch regelmässig zu füttern. Er bekommt jetzt auch, wenn er da ist, morgens und abends eine Portion Futter (Dosenfutter). Inzwischen ist er so weit, das er die Fütterungszeiten kennt und seine Portion auch lautstark einfordert. "Sein" Körbchen bewohnt er auch schon wie selbstverständlich.



Es macht mir ja nichts aus, nur ist es für mich absolut nicht nachvollziehbar, warum man sich erst Katzen anschafft, und diese dann, wenn sie ihren Starrsinn zeigen, doch mehr oder weniger ihrem Schicksal überlassen???? Ich habe unsere Nachbarin mehrfach gebeten, den Zwerg wieder einzufangen und versuchen, ihn - einigermassen - zu "erziehen. Zumindest was die Fütterungszeiten anbelangt. So schwer ist das definitv nicht, das weiss ich aus eigener Erfahrung. Aber nein, der Zwerg wird mehr oder weniger seinem Schicksal überlassen (so schlimm ist sein Schicksal allerdings nun auch wieder nicht, er führt ein relativ katzengerechtes Leben, mit Auslauf wann und wie man will, mit Mäusen wenn man Bock drauf hat, wenn man nicht will mit einem warmen Körbchen und regelmässigen, leckeren Fütterungen). Ich habe auch keine Lust mehr, den Kater ständig wieder zu meiner Nachbarin zu schleppen, nachdem er bei uns alles zerlegt hat. Sie versucht es ja gar nicht erst, ihn zu "erziehen" bzw. zu bestechen.



Ach ja, kastriert ist der Neuzugang allerdings schon. Das hat meine Nachbarin frühzeitig erledigen lassen (ist ja wohl auch selbstverständlich). Meine beiden erwachsenen Kater bepöbeln den kleinen zwar zwischendurch immer wieder, aber das ist total harmlos und überhaupt nicht beachtenswert. Da wird mal gefaucht und die Tatze holt aus, aber das war es dann auch schon. Dann sitzen alle drei wieder vor ihren Näpfen und futtern.



Und mein großer, alter Kater (ca. 22 Jahre alt und mittlerweile ein reiner Wohnungskater) guckt sich alles nur noch verständnislos an, dreht sich um und geht in die Wohnung. Aber vor dem alten Tier haben alle noch Respekt......................mehr oder weniger.



Es grüßt



Stina
Liebe Grüße von Stina mit dem Seniorkater Kitty (22 Jahre) und den Minikatern Apollo & Murmel (geb. April 2010)

Wer einen Hund besitzt, der ihn anhimmelt, sollte auch einen Kater haben, der ihn ignoriert!

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