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Beiträge: 516

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Freitag, 11. November 2011, 19:00

Tierheim Lübbersdorf - Tierheim will Fundtieraufnahme stoppen

http://www.ln-online.de/lokales/ostholst…ufnahme-stoppen
Kein Geld: Tierheim will Aufnahme stoppen



Mehr als 80 Katzen sowie etwa 20 Hunde aus dem gesamten Nordkreis warten im Tierheim Lübbersdorf bei Oldenburg derzeit auf ein neues Zuhause.
Foto: Holger Marohn Lübbersdorf – Nach 17 Jahren fordert der Verein höhere Zuschüsse. Doch die Gemeinden schalten auf stur.

Das Tierheim Lübbersdorf bei Oldenburg nimmt ab Januar möglicherweise keine Tiere mehr auf. Der Grund: Die vor 17 Jahren mit den Partnerkommunen ausgehandelten Pauschalen für die Betreuung der Fundtiere reichen nicht mehr aus, um die Kosten zu decken. Weil sich Oldenburg, Grömitz und Heiligenhafen sowie die Ämter Oldenburg-Land und Lensahn bislang weigern, einen neuen Vertragsentwurf zu akzeptieren, hat der Tierschutz Oldenburg und Umgebung die laufenden Verträge gekündigt. Ab Januar müssten Katzen, Hunde und andere Fundtiere dann in den jeweiligen Amtsstuben abgegeben werden. „Es kann für uns so nicht weitergehen. Wir hatten 2009 und 2010 jeweils ein Defizit von fast 30 000 Euro. Auch in diesem Jahr sieht es nicht besser aus“, sagt Hans-Walter Oldenburg, Vorsitzender des Tierschutzvereins Oldenburg und Umgebung. Seit 1980 betreibt der Verein die tierische Notunterkunft. Bereits im August habe er alle Städte und Gemeinden angeschrieben. Reagiert und dem neuen Vertrag zugestimmt habe bislang nur Fehmarn. Statt bislang mit 110 Euro beteiligt sich die Inselkommune künftig mit 147 Euro an jeder abgegebenen Katze aus ihrem Gebiet.
„Die Zuschüsse der Kommunen decken ohnehin nur einen Teil der Kosten“, sagt Tierschutz-Vorsitzender Hans-Walter Oldenburg. Von den Gesamtkosten in Höhe von 150 000 Euro im vergangenen Jahr habe der Verein etwa 90 000 Euro über Spenden und aus Mitgliedsbeiträgen finanziert. Doch das reiche nicht. Grund für den Verein, der das Tierheim seit mehr als 30 Jahren in Lübbersdorf betreut, jetzt die Reißleine zu ziehen. „Der Tierschutz ist eine gesetzlich festgeschriebene Aufgabe der Kommunen. Wir sind nur Dienstleister für die Städte und Gemeinden“, sagt Hans-Walter Oldenburg.
Sogar Kreispräsident Joachim Wegener (CDU) wollte Tierschutz- Chef Oldenburg in seiner Verzweiflung um Vermittlung bitten. Bislang allerdings vergeblich. „Seit Juni versuche ich, einen Gesprächstermin zu bekommen.“ Gegenüber den Lübecker Nachrichten versprach Wegener, sich unverzüglich mit dem Tierschutz Oldenburg und Umgebung in Verbindung zu setzen. „Wenn da etwas schief gelaufen ist, tut mir das leid“, sagte Wegener. Bis zum 15. Dezember hat Tierschutz-Chef Oldenburg den Partner-Kommunen eine letzte Frist gesetzt, die neuen Verträge zu unterzeichnen. Derzeit sind im Lübbersdorfer Tierheim etwa 80 Katzen und 20 Hunde untergebracht. Wie es ab Januar mit den Tieren weitergeht, ist derzeit völlig offen. Ganz anders ist derweil das Verhältnis zwischen der Kommune und dem Tierheim in Eutin. „Es ist geprägt von gegenseitigem Vertrauen“, sagt der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Werner Sach. Als Ausweich-Tierheim für Oldenburg kann man aber nicht fungieren. Tiere aus anderen Kommunen könne das Eutiner Tierheim nicht aufnehmen. „Dafür haben wir keinen Platz“, sagt Sach.
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

2

Sonntag, 13. November 2011, 11:13

das kommt mir irgendwie so bekannt vor.. ;(

3

Freitag, 18. November 2011, 00:11

Ich würde es sehr begrüßen, wenn auch das Tierheim Bielefeld resp. der Tierschutzverein keine Fundtiere mehr aufnehmen würde, um damit Druck auf die Stadt Bielefeld auszuüben. Der Zuschuss, den die Stadt Bielefeld an das Tierheim zahlt, ist geradezu lächerlich. Ich weiß nicht, wie viele Hundebesitzer es in Bielefeld gibt, aber ich bin mir sicher, dass allein die zuletzt durchgeführte Hundesteuererhöhung um rund 25% weit mehr Geld in die Kasse der Stadt Bielefeld fließen lässt, als das Tierheim im Jahr an Zuschuss bekommt.
Und so arm kann die Stadt Bielefeld nicht sein. Man muss nur offenen Auges durch Bielefeld gehen, um festzustellen, wie freizügig die Stadt Bielefeld (vom Land NRW und vom Bund ganz zu schweigen) Steuergelder für fragwürdige, nicht notwendige Unterfangen aus dem Fenster schmeißt.

4

Freitag, 18. November 2011, 20:32

ich geb dir vollkommen recht, aber solange der vertrag mit der stadt läuft, werden die sich auch darauf berufen, und es wird sich gar nix ändern :(

5

Montag, 21. November 2011, 18:08

Eines meiner Lebensmottos lautet: "Nur wer aufgibt, verliert".
Es gibt immer Möglichkeiten, bestehende Verträge zu ändern/nachzubessern. Man muss Öffentlichkeit schaffen und sich organisieren. Das bedeutet allerdings Arbeit und (Frei-)Zeit zu investieren, aber das würde mich nicht davon abhalten.

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6

Donnerstag, 24. November 2011, 19:47

rund 25% weit mehr Geld in die Kasse der Stadt
Die Hundesteuererhöhung von 96 € auf 120 € (für den ersten Hund) zweite, dritte sind teurer bedeutet natürlich eine "Steigerung der Einnahmen von 25 %" Genaue Zahlen der gemeldeten Hunde kenne ich auch nicht. Es sind aber zwischen 12 und 13.000. Also hat die Stadt Bielefeld Mehreinnahmen von ca. 300.000 €, die allerdings zur Verminderung des jährlichen Defizites der Stadt verwendet werden .....

Natürlich versucht der Verein den laufenden Vertrag einzuhalten. Natürlich erweist es sich schon jetzt als Fehler, dies auf eine Zeitspanne von 10 Jahren zu versuchen. Bei dem geringen Zuschuss kann das auf Dauer nicht funktionieren. Spätestens, an dem Punkt, an dem wir bei der Menge der Tiere dem Tierschutzgesetz und den baulichen Auflagen des Städt. Veterinäramt und der Landesaufsichtsbehörde LANUV nicht mehr gerecht werden, müssen wir handeln. Das bedeutet z.B. einen Katzenaufnahmestopp. Und womöglich wird es auch bedeuten, dass zu einem Zeitpunkt X der Betrieb nicht mehr aufrecht zu erhalten sein wird.
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer