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1

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 21:26

Das Ringen um die Katzenschutzverordnung geht weiter!

LÖHNE

Jedem Ratsherrn eine Katze

Wie Tierschützer Wilfried Rominski die Politik für eine Kastrationspflicht gewinnen will

VON MARTIN FRÖHLICH





Darf ich hier rein? | FOTOS: WEISCHE/FRÖHLICH, MONTAGE: GRUNDMANN
Löhne. Die Tierschützer wollen, die Stadt will nicht. Um eine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen bahnt sich ein Dauerstreit an. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, wollte Wilfried Rominski vom Verein "Pfotenhilfe Löhne" morgen Abend eine besondere Aktion im Sitzungssaal des Rathauses starten. Doch er darf nicht.
Die Forderung wird derzeit in vielen deutschen Städten erhoben: Freilaufende Katzen sollen gekennzeichnet und kastriert werden, damit sie sich nicht ungebremst fortpflanzen können. Die Kommunen sollen dafür eine Kastrationspflicht einführen. Manche wie Bünde tun dies, die meisten anderen lehnen es ab.

Der Verein "Pfotenhilfe" hatte im März das Thema angeregt, die Stadtverwaltung mit einer Prüfung der Sache reagiert. Deren Ergebnis, das geht aus den Vorlagen für die morgige Ratssitzung hervor, ist nicht im Sinne der Antragsteller. Man habe sich beim Städte- und Gemeindebund rückversichert und eine derartige Verordnung sei nur rechtens, wenn eine problematisch hohe Katzenpopulation existiere oder aus dieser Population verstärkte Gesundheitsgefahren für den Menschen ausgingen. Beides sei nicht der Fall, schreibt Ordungsamtsleiter Wolfgang Greinke in seiner Begründung. Es mangele ohnehin an verlässlichen Zahlen zum Bestand der Katzen.

Das sieht Wilfried Rominski anders. Eine Verordnung zu einer Kastration sei überfällig. Die Argumentation des Städte- und Gemeindebundes sei lapidar. Deshalb hat Rominski vorgeschlagen, dass jedes Ratsmitglied ein bis drei Katzen aus Tierheimen in Pflege nimmt, bis die Tiere vermittelt werden könnten. Doch die Stadt lässt es nicht zu, dass Rominski morgen Abend Katzen mit ins Rathaus bringt. "In öffentlichen Gebäuden haben Tiere grundsätzlich nichts zu suchen", sagt Sprecherin Ursula Nolting. Es gebe zwar Ausnahmen, etwa für Blindenhunde, doch liege im Fall der Katzen kein Grund für eine solche Ausnahmen vor.

Rominski hatte daraufhin vor auf dem Parkplatz vor der Rathaus eine symbolische Aktion zu starten. Auch dies wurde ihm verwehrt. "Am Abend ist es dunkel auf dem Parkplatz. Wer will da zwischen all den Autos für die Sicherheit der Katzen garantieren", so Nolting. Insofern sei die Anlehnung auch im Sinne der Tiere und des Tierschutzes. Das findet Wilfried Rominski paradox und meint: "Na, hoffentlich wird auch in der Ratssitzung für den Tierschutz entschieden."

Wilfried Rominski will zur Ratssitzung mit einem Fernsehteam anrücken. Allerdings darf dieses nur auf dem Parkplatz drehen. "Wieso eigentlich?", fragt der Tierschützer. Dazu Ursula Nolting: "Wir hätten auch fürs Rathausfoyer eine Genehmigung erteilt, doch das Team hat auf unsere Anfrage, was es denn im Rathaus konkret filmen wolle, nicht geantwortet." Im Ratssaal selbst sei eine Drehgenehmigung ausgeschlossen.

Wilfried Rominski ruft unterdessen möglichst viele Löhner auf, zur Ratssitzung zu kommen. Nur die Zweibeinigen? Oder plant er doch noch eine öffentlichkeitswirksame Aktion mit Vierbeiner? "Gehen Sie mal davon aus, dass ich mich an die Ablehnung halte und keine lebende Katze mitbringe", erklärte er gegenüber der NW.

Ursula Nolting setzt auch darauf, dass dieses Thema geklärt ist: "Wir werden keinen Sicherheitsdienst engagieren, weil wir etwa Angst vor einer Katzeninvasion hätten", sagt sie und dann muss sie schmunzeln.
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Helmut Albert« (27. August 2011, 16:13)


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Dienstag, 7. Dezember 2010, 21:19

"Ein verantwortungsbewusster Mensch lässt seine Katzen ohnehin kastrieren." Und was ist mit den weniger verantwortungsbewußten? Bielefeld braucht die Kastrationsverpflichtung

KREIS HERFORD

Katzen sollen kastriert werden

Der Kreisausschuss berät die Einführung einer Pflicht am 8. Dezember

VON ULRIKE HEITHOLT





Kein Spaß, aber notwendig | FOTO: HEITHOLT
Kreis Herford. In Bünde ist sie seit April 2009 beschlossen, in Löhne wurde die Entscheidung weitergereicht: Über die Kastrationspflicht für freilaufende Katzen soll der Kreis als Verantwortlicher in Sachen Tierschutz den Beschluss fassen. Am Mittwoch, 8. Dezember, steht das Thema im Kreisausschuss auf der Tagesordnung.
Den Antrag hatte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen gestellt. In der Begründung heißt es: "Entscheidend für die Eindämmung der Katzenpopulation ist eine möglichst flächenweite Kastrationspflicht, denn Katzen halten sich nicht an die vorgegebenen Gebietsgrenzen. Sie gehen darüber hinaus auf Wanderschaft."

Ziel ist eine Verordnung, nach der die Katzenhalter verpflichtet sind, ihre "Tiere mit Freigang" kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen.

Die Bündnisgrünen verweisen auf eine gemeinsame Petition der "Arbeitsgemeinschaft Tierschutz für den Kreis Herford" (ARGE Herford) und der Kreis-Jägerschaft, in der das Problem der wachsenden Katzenpopulation dargestellt wird. So seien die Lebensbedingungen wildlebender Katzen "tierschutzrelevant", weil sie von Hunger und Krankheit geprägt seien. Zudem seien die Aufnahmekapazitäten der Tierheime nicht mehr ausreichend. Die steigenden Kosten würden zum Teil von den Tierschutzorganisationen getragen - die Unterbringung von Fundtieren ist dabei eine Pflichtaufgabe der Kommunen.

Die Jäger sehen zudem das Niederwild gefährdet, und auch immer mehr Menschen fühlten sich durch freilaufende Katzen belästigt.

Der wildlebenden Tiere haben sich die Schutzorganisationen bereits ehrenamtlich angenommen und immer wieder Kastrationsaktionen gestartet. Bei den Freigängern sollen die Halter in die Pflicht genommen werden.

Die bisherigen Erfahrungen sind positiv. In Paderborn ist die Kastration seit 2008 Pflicht. "Dort werden rund 60 Prozent mehr Katzen aus privater Haltung kastriert", sagt Dr. Tanja Hochstetter vom Kreisveterinäramt. "Und auch aus Bünde melden die Tierärzte einen deutlichen Anstieg der Rate." Das Kreisveterinäramt befürwortet ausdrücklich die Einführung einer Kastrationspflicht. "Selbst wenn sie lediglich dazu dient, ein Bewusstsein für die Problematik bei den Haltern zu schaffen."

Denn kontrollieren lässt sich die Umsetzung schlecht. Ob etwas fehlt, ist bei Katern mit einem genauen Blick recht einfach feststellbar. Bei Katzen wird es dagegen schwierig. Sollte es überhaupt soweit kommen - schließlich sind die Freigänger selten zur Untersuchung bereit. So wäre eine Verordnung vor allem ein Signal. Dr. Tanja Busse sieht die Halter in der Verantwortung und vergleicht sie mit Hundehaltern, die eine unkontrollierte Vermehrung ihrer Tiere vermeiden. "Ein verantwortungsbewusster Mensch lässt seine Katzen ohnehin kastrieren."
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Montag, 24. Januar 2011, 23:12

Tagung des Sozialausschusses der Stadt Bielefeld mit dem Thema (u.a.) "Einführung der Kastrationspflicht"

Hallo,

morgen um 17.00 (Nowgorod-Raum -Großer Konferenzsaal - Altes Rathaus) tagt wieder der zuständige Ausschuss. Unter TOP 2.2. erklärt vermutlich Dr. Jostmeyer sein "Aktionsprogramm" zur Kastration herrenloser Katzen in Bielefeld ......

Wichtiger aus unserer Sicht ist die Kastration aller Freigänger-Katzen - auch die, die eben nicht herrenlos sind. Dazu ist der Stadt aber wohl nichts besseres eingefallen.

Wir haben unsere Antwort in Form eines Schreibens an die Mitglieder des Ausschusses verfasst und verschickt. Wen das Schreiben interessiert, der kann sich gern mit PN bei mir melden. Ich schicke es gern als Mailanhang.

Näheres auch im Beitrag der Lokalzeit OWL vom 24.01.2011 : http://www.wdr.de/mediathek/html/regiona…kalzeit_owl.xml
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

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Samstag, 27. August 2011, 14:42

Kastrationsgebot für den gesamten Kreis Herford erlassen - Liste weiterer Städte mit Verpflichtung - Bielefeld ...... bisher Fehlanzeige

Am 15.07.2011 hat der Kreistag Herford ein Kastrationsgebot für den gesamten Kreis erlassen.

Die Verordnung beinhaltet:

... die Kastration von Freigängerkatzen

... die Kennzeichnungspflicht

... die Registrierungspflicht
137
Ordnungsbehördliche Verordnung
zur Einführung einer Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen
vom 19.07.2011
Aufgrund der §§ 27 Abs. 1, 3, 4 Satz 1 und § 31 des Gesetzes über Aufbau und Befugnisse der Ordnungsbehörden des Landes Nordrhein-Westfalen (OBG NRW) – in der Fassung der Bekanntmachung vom 13.05.1980 (GV NW S. 528/SGV NW 2060) in der jeweils geltenden Fassung, zuletzt geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 08.12.2009 (GV NW S. 765, 793), wird vom Kreis Herford als Kreisordnungsbehörde gemäß Beschluss des Kreistages vom 15.07.2011 für das Gebiet des Kreises Herford folgende Verordnung erlassen:
§ 1
(1) Katzenhalterinnen und Katzenhalter, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, haben diese zuvor von einem Tierarzt bzw. einer Tierärztin kastrieren und mittels Tätowierung oder Mikrochip kennzeichnen zu lassen. Die tätowierten oder per Mikrochip gekennzeichneten Tiere sind in einer hierfür geeigneten Datenbank zu registrieren.
(2) Dies gilt nicht für weniger als 5 Monate alte Katzen.
(3) Als Katzenhalterin oder Katzenhalter im vorstehenden Sinne gilt auch, wer freilaufenden Katzen regelmäßig Futter zur Verfügung stellt.


Kastrationsverordnung wurde in folgenden Städten bereits erlassen:
Diese Liste erhebt nicht den Anspruch auf Richtig- und Vollständigkeit.
Stand 10.08.2011
* Paderborn (NRW) 11.07.2008
* Bad Driburg (NRW) 29.10.2009
* Bad Dürrenberg (Sachsen-Anhalt) 02.03.2010
* Oer-Erkenschwick (NRW) 06.04.2010
* Delmenhorst (Niedersachsen) 17.08.2010
* Gütersloh (NRW) 27.09.2010
* Hildesheim (Niedersachsen) 16.11.2010
* Bergheim (NRW) 29.11.2010
* Lippstadt (NRW) 29.11.2010
* Halle (NRW) 26.12.2010
* Arnsberg (NRW) 23.12.2010
* Verden (Niedersachsen) 26.01.2011
* Lemwerder (Niedersachsen) 29.01.2011
* Jülich (NRW) 01.02.2011
* Leverkusen (NRW) 21.02.2011
* Linnich (NRW) 07.04.2011
* Versmold (NRW) 01.05.2011
* Oldenburg (Niedersachsen) 06.04.2011
* Verl (NRW) 08.04.2011
* Kall (NRW) 14.04.2011
* Bad Harzburg (Niedersachsen) 13.04.2011
* Bremen 10.05.2011
* Lemgo (NRW) 16.05.2011
* Iserlohn (NRW) 25.05.2011
* Porta Westfalica (NRW) 16.06.2011
* Schwerte (NRW) 03.06.2011
* Bad Zwischenahn (Niedersachsen) 21.06.2011
* Westerstede (Niedersachsen) 21.06.2011
* Aldenhoven (NRW) 22.06.2011
* Hilchenbach (NRW) 25.06.2011
* Siegen (NRW) 01.07.2011
* Wildeshausen (Niedersachsen) 01.07.2011
* Rastede (Niedersachsen) 05.07.2011
* Ense (Niedersachsen) 01.07.2011
* Herzogenrath 06.07.2011
* Barntrup (NRW) 07.07.2011
* Eschweiler 18.07.2011
* Osterholz Scharmbeck 12.07.2011
* Möhnesee (NRW) 19.07.2011
* Hürth (NRW) 20.07.2011
* Kreis Herford (NRW) 26.07.2011
o Löhne
o Bünde seit 26.03.2009
o Enger
o Hiddenhausen
o Kirchlengern
o Rödinghausen
o Spenge
o Vlotho
* Edewecht (Niedersachsen) 01.08.2011
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Helmut Albert« (27. August 2011, 14:49)


Cecile

Fortgeschrittener

Beiträge: 185

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Beruf: Hundesitterin

5

Sonntag, 28. August 2011, 16:31

Danke dir Albert für die "Berichterstattung" hier.
So bleibt man wenigstens auf dem neusten Stand :thumbup:
Das Leben sollte NICHT eine Reise ins Grab sein mit dem Ziel möglichst wohlbehalten und mit einem attraktiven Körper anzukommen, sondern eher seitwärts hineinzuschlittern, Chardonnay in einer Hand, Barbiepuppen und Erdbeeren in der anderen. Den Körper total verbraucht und abgenutzt und dabei jubelnd: "WOH WOH!!! Was für ein Ritt!!!