Samstag, 20. Januar 2018, 21:02 UTC

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum des Bielefelder Tierheims. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Dany28

Fortgeschrittener

1

Freitag, 22. Oktober 2010, 16:52

Illegalen Singvogelfang stoppen und UNESCO zur Streichung aus Kulturerbeliste auffordern!

Illegalen Singvogelfang stoppen und UNESCO zur Streichung aus
Kulturerbeliste auffordern!

Laut Homepage des Landes Oberösterreich werden jährlich ca. 2.500
Singvögel im Salzkammergut eingefangen und über den Winter in Käfigen
ausgestellt. Wilde Vögel zu fangen und einzusperren ist laut
Bundestierschutzgesetz seit 2005 aber unmissverständlich verboten.
Trotzdem stellen drei Bezirkshauptmannschaften jedes Jahr ca. 500
Ausnahmebewilligungen für das Fangen und Halten von Stieglitz, Zeisig,
Gimpel und Fichtenkreuzschnabel aus, die aber das Tierschutzgesetz nicht
aushebeln, wie die BHs selbst feststellen. Warum sie diese dann aber
ausstellen, ist juristisch nicht nachvollziehbar.

Und noch ein Skandal: die UNESCO-Kommission hat die Kulturschande
Singvogelfang in die Liste der "Immateriellen Kulturerben Österreichs"
aufgenommen, obwohl eine der Vorgaben lautet, dass die Tradition "im
Einklang mit der österreichischen Gesetzgebung stehen muss"!

Es ist längst überfällig, dass dieses Relikt aus dunklen Zeiten endlich
auch in Oberösterreich (nach Salzburg und der Steiermark) der
Vergangenheit angehört.

Fordern Sie gemeinsam mit VIER PFOTEN die zuständigen Personen auf, dem
Singvogelfang ein Ende zu setzen. Die Protestemail geht an
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Tierschutzlandesrat Dr. Hermann
Kepplinger, die zuständigen BHs Gmunden, Vöcklabruck, Wels-Land sowie
die UNESCO-Kommission.

Ihr VIER PFOTEN-Team

Jetzt online protestieren!

http://www.vier-pfoten.at/website/output…3256&language=1

https://www.secureconnect.at/4pfoten.at/…01020/index.php

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, Linke Wienzeile 236, A-1150 Wien.
office@vier-pfoten.at<mailto:office@vier-pfoten.at>

Dany28

Fortgeschrittener

2

Freitag, 22. Oktober 2010, 17:04

JETZT: Singvogelfang kontrollieren

Gesetzesüberschreitungen auf Seiten der Singvogelfänger gang und
gäbe

" Die Jagd des kleinen Mannes", wie der Singvogelfang gern genannt
wird, ist ein Überbleibsel aus dunkler Vorzeit, doch fügt er
unzähligen Tieren nach wie vor großes Leid zu. Gimpel, Zeisig,
Kreuzschnabel und Stieglitz werden von September bis November
zunächst mit Netzen und kleinen Klappfallen gefangen, was bei den
kleinen Wildvögeln nicht nur Verletzungen auslösen kann, sondern
natürlich immer auch mit immenser Panik verbunden ist.

In winzigen Käfigen werden sie schließlich in der Adventszeit
öffentlich ausgestellt - oft in lauten Gasthäusern und unter großem
Menschenandrang. Wenn nach monatelanger Qual einige der Wildfänge
endlich frei gelassen werden, haben viele ihre Fähigkeit zur
natürlichen Nahrungssuche verlernt und sterben meist wenige Tage
später. Andere werden von den Fängern als Lockvögel behalten und
bekommen keine weitere Chance auf ein Leben in Freiheit ...

Seit Mitte der 1990er Jahre führt der Verein Gegen Tierfabriken eine
Kampagne auf politischer Ebene gegen den heute nur noch im
oberösterreichischen Salzkammergut praktizierten Singvogelfang durch
- mit einem Ziel eines behördlich kontrollierten Verbots!

Der VGT sieht es auch als seine Aufgabe an, die fehlenden Kontrollen
von Gesetzesübertretungen im Bereich des Singvogelfangs wahrzunehmen
und zeigt Singvogelfänger regelmäßig wegen Tierquälerei an - §5 (2)
10; §16 (1) und §11 (1) Tierschutzgesetz sowie §222, weil der
Vogelfang Wirbeltieren unnötige Qualen zufügt, und §11 der OÖ
Artenschutzverordnung.



Was Sie tun können:

1. Unterstützen Sie unsere Kontrollen und begeben Sie sich bei Ihren
Wanderungen in die Wälder vom Attersee über Gmunden bis Scharnstein,
vom Wolfgangsee über Ebensee bis Grünau im Almtal, sowie von Bad
Goisern und Bad Ischl. Wenn Sie Singvogelfängern begegnen,
dokumentieren Sie mit Foto oder Film den Fangplatz, die in den Fallen
gefangenen Vögel und die Lockvögel in den Käfigen. Denn von den
Vogelarten Stieglitz, Zeisig, Gimpel und Fichtenkreuzschnabel darf
von jedem Fänger nur ein Individuum pro Art gefangen werden und oft
geraten verbotene Vögel in die Fallen.

Bitte achten Sie weiters auf folgendes und informieren Sie uns in
weiterer Folge über ihre Beobachtungen:



a.) der Vogelfänger hat bei dem gesamten Fangvorgang anwesend zu sein


b.) der Fang ist nur zur Tageszeit (das ist die Zeit von einer Stunde
vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang) abseits von
Tränken und Futterstellen und im Abstand von mehr als 300 m von
Gebäuden, die überwiegend dem Wohnbedarf dienen, zulässig.

c.) die zum Fang der genannten Vogelarten notwendigen Lockvögel
dürfen nur in einer Menge von zwei Individuen pro Art bzw.
Gesangsvariation beim Fichtenkreuzschnabel gefangen und gehalten
werden

d.) dokumentieren Sie auch den Abtransport der Vögel in den kleinen
Käfigen - zumeist entspricht dieser nicht den Vorschriften zum
Transport von Tieren

e.) begeben Sie sich gegebenfalls nicht auf das Niveau der Fänger.
Nehmen Sie von Beschimpfungen in Richtung der Singvogelfänger sowie
von Gesetzesüberschreitungen wie Sachbeschädigungen o.ä. Abstand -
das würde die Situation zwischen Tierschützer_innen und
Singvogelfänger nur verschärfen. Auch ist bei
Gesetzesüberschreitungen mit Strafen zu rechnen!


Wenn Sie diese Initiative begrüßen und gerne gemeinsam mit VGT-
Aktivist_innen noch bis Ende November auf Kontrollgänge gehen möchten
(Mitfahrgelegenheit gratis aus dem Raum Wien gegeben), schreiben Sie
uns: Email: office@vgt.at

2. Schreiben Sie regelmäßig an Rundfunk, Fernsehen und Zeitungen,
damit diese Tierquälerei öffentlich thematisiert wird und das Leid
der Vögel nicht verborgen bleibt.

3. Schreiben Sie den verantwortlichen Politiker_innen:
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Amt der Oö Landesregierung,
Landhauspöatz 1, 4021 Linz, Email: lh.puehringer@ooe.gv.at
Tierschutzbeauftragter für das Land Oberösterreich: Landesrat Dr.
Hermann Kepplinger, Email: lr.kepplinger@ooe.gv.at


Danke für Ihre Mithilfe!