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Sonntag, 27. Juni 2010, 13:00

Bericht Katzenklappe für gechipte Katzen Teil 1

Hallo zusammen,
mehrere hatten mich gebeten, von meinen Erfahrungen zu berichten, daher mache ich es jetzt einfach hier im Forum.

Situation und Lage:

3 Türen zu Terrasse und Garten (mein Büro, Wohnzimmer und Nebeneingang (Treppenhaus zum 1. Stock)).

Die Büro-T-Tür ist Vollglas, die anderen beiden sind oben Glas unten Kunststoff.

Außenwände: extrem dick, da Altbau

2 Katzendamen (Minka, 5 Jahre, Lucy, 1 Jahr)

1 ganz lieber Nachbarskater (Felix, ca. 9 Jahre)

Minka und Felix sind sogenannte Eierdiebe.

Beide haben wohl, bevor sie zu ihren heutigen Dosenöffnern kamen, einiges durchgemacht.

Trotz dass sie daheim genügend Futter bekommen, haben sie halt den Drang überall hineinzugehen und nach Futter zu suchen.

Lt. meinen Studien ist das ein Verhalten, dass sich bei Katzen einstellt, die einiges vorher durchgemacht haben. Es soll allerdings auch ein Verhalten sein, dass sich nicht so schnell abgewöhnen lässt.

Die meiste Zeit pro Tag verbringe ich natürlich in meinem Büro. Zum Rauchen gehe ich auf die Terrasse und nutze dabei natürlich die Tür von meinem Büro.

Natürlich hat sich auf diese Weise auch eingespielt, dass die Katzen durch meine Bürotür in den Garten und zurück ins Haus kommen.

Nachts sollen Minka und Lucy im Haus bleiben.

Probleme:

Bei Minka denkt man manchmal, sie hat einen Harvey.

Wie von der Tarantel gestochen rennt sie manchmal auf die Terrassentür zu und will ins Haus.

Sieht aus, als würde sie verfolgt, doch man sieht nie jemanden, der sie verfolgt.

Bin ich nicht schnell genug im Öffnen klebt sie völlig panisch, auf den Hinterpfoten stehend vor der Scheibe.

Seit es warm draußen ist, lass ich die Tür manchmal auf. Allerdings, bekomm ich, wenn ich konzentriert arbeite, nicht immer mit, wer da rein-/rausläuft und so ist es schon häufiger passiert, dass Felix an
mir vorbei ins Haus geschlichen ist und sich am Futter der Damen bedient hat.

Natürlich wollen auch die Damen nicht immer dann rein bzw. raus, wenn ich rauche ... im Winter war das schon etwas nervig, da ist man kaum wieder drin und hat sich hingesetzt, möchte entweder eine raus oder
eine rein.

Wenn ich sie nicht rauslasse, wenn sie vor der Tür stehen, dann endet das irgendwann damit, dass die Dame auf den Schreibtisch hüpft und Lucy dann auf meine Tastatur, um auf sich aufmerksam zu machen. Minka nimmt den Zentimeter vor der Tastatur und stellt sich mitten vor den Bildschirm. Notfalls legt sie sich auf meine Arme oder hüpft auf meinen Schoß.

Das dritte Problem:

Auch wenn wir zu Hause arbeiten, wollen auch wir hin- und wieder ausgehen oder sind ein paar Stündchen nicht da, selbst wenn es nur zwecks einkaufen oder ähnlichem ist.

Blöd für die Damen, weil entweder müssen sie solangen drinnen oder draussen bleiben.

Das vierte Problem:

Abends die Katzen reinholen.

Ich fange i.d.R. morgens zwischen 4-5 Uhr zu arbeiten an ... heisst, ich geh zwischen 22-23 Uhr zu Bett. Wenn nicht noch früher.

Nicht immer sind die Damen dann schon willens, rein zu kommen.

Auch das Lieblingsleckerlie von Minka, auf das sie total abfährt, von
draussen in die Wohnung werfen ... den Trick hat Minka schon nach
wenigen Malen erkannt.

Lucy fährt total auf Laserpointer ab ... aber auch sie hatte sehr
schnell raus, dass, wenn der Pointer in die Wohnung zeigt, dass das
bedeutet, sie soll rein ... "Pustekuchen liebes Frauchen"

Erkundigungen zur Katzenklappe:

Wir erkundigten uns nach Katzenklappen.

Die Werbung der Smart Flat Petporte hörte sich vielversprechend an.

Aber rund 200 Euro gibt man nicht so ohne weiteres aus.

Also lasen wir hier sämtliche Bewertungen sehr genau. Zu den hier negativen Anmerkungen komme ich später.

Die Klappe ist für gechipte Katzen, sie liesst den Chip und lässt nur die Katzen rein, die in der Klappe registriert sind.

Super! damit kann Felix nicht rein.

Von draussen nach drinnen können gechipte Katzen immer.

Die eigenen Katzen aussperren, kann man auch ausversehen nicht. Es sei
denn natürlich, es ist etwas mit dem Chip bzw. dem Lesen des Chips
nicht in Ordnung.

Es gibt ein Maximum an Katzen, die die Klappe registrieren kann, aber
das war so hoch, soviele Katzen bekommen wir eh nie (das war in
jedemfall im zweistelligen Bereich).

Die Klappe hat einen Heilligkeitssensor und verriegelt (von drinnen nach draussen) sobald es draussen dunkel genug ist.

Damit können die Katze nachts nicht raus. Rein können sie natürlich,
wenn sie schon vorher draussen waren, immer noch. Also auch genau das,
was wir wollten.

Zusätzlich hat die Klappe noch einen sogenannten "Tierarzt-Modus".

Wenn die Katzen mal drinnen bleiben sollen, z.B. weil ein
Tierarzt-Besuch ansteht, dann verriegelt die Klappe, so dass die Katzen
nicht raus können.

Wer schon einmal einen Tierarzt-Termin absagen musste, weil die Katze
beim Einfangen nach draussen entwischt ist, weiss wie sinnvoll das sein
kann. :)

Als viertes hat der Hersteller auch noch daran gedacht, dass es Katzen
gibt, die verfolgt werden. Wie schnell die Klappe verriegelt, nachdem
die Katze von draussen nach drinnen gehüpft ist, lässt sich zwischen
0-30 Sekunden einstellen.

Die Klappe hat außen ein kleines Vordach, in welchem die Sensoren
sitzen (Chipleser und Helligkeitssensor). Das Vordach hält zusätzlich
noch den Wind einwenig fern, so dass die Klappe nicht bei jeder Windböe
sofort aufgestossen wird.

Negatives:

In den Bewertungen wurden einige Dinge angemerkt, zu denen ich später (Akzeptanz der Katzen) noch komme.

Nach Lesen der Bewertungen hatten wir nur noch in einer Sache Bedenken:

Die Klappe braucht einen Stromanschluss.

Sie funktioniert mit Batterie nur teilweise. Zum Beispiel funktioniert der Helligkeitssensor nur mit Strom aus der Steckdose und nicht per Batterie.

Die Klappe ist zum Einbau in Türen, Glastüren und Wände.

Wohin sollen wir die Klappe setzen?

Wo haben wir Strom?

In die Wand fiel bei uns total aus, weil dafür sind unsere Wände zu
dick. Niemand stemmt freiwillig ein Loch in eine 40 cm dicke Außenwand.

Also eine der drei Türen.

Der Nebeneingang fiel gleich aus, weil da ist nirgends auch nur ansatzweise in der Nähe Strom.

Meine Bürotür ... nach rechts aufschwenkend und in der rechten Ecke ist sogar schon eine Steckdose ...

Allerdings trauten wir uns an die doppelte Isolierglastür nicht wirklich dran.

Die Wohnzimmertür ... ein Loch in den Kunststoffteil, das trauten wir uns zu. Dumm nur, die Tür schwenkt nach links und direkt neben der Tür rechts ist eine Steckdose. Nach links ist weit und breit kein Strom.

Die Klappe ist jetzt ganz links unten in der Ecke der Tür und das Kabel führt er am Türrahmen nach unten und an der Schwelle (ordentlich verlegt und verklemmt) unter der Tür auf die rechte Seite und von dort in die Steckdose, welche direkt rechts unten neben der Tür ist.

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Sonntag, 27. Juni 2010, 13:01

Bericht Katzenklappe für gechipte Katzen Teil 2

Die Klappe und Akzeptanz der Klappe:

Nach langen Überlegungen kauften wir die Klappe.

Etwas enttäuscht waren wir, dass das Vordach der Klappe von der Unterseite offen ist. Aber natürlich muss sie offen sein, sonst könnte der Helligkeitssensor ja nicht funktionieren.

Der Einbau der Klappe war für uns sehr simple.

In den Bewertungen zur Klappe und auch in der Einbauanleitung stand, man sollte, wenn es eben möglich ist, die Katzen vor dem Einbau in der Klappe registrieren.

Das Vordach der Klappe muss dazu einige Sekunden über die Katze gehalten werden bzw. die Katze unter das Vordach.

Wir haben unseren Katzen hier den Stress erspart und das Vordach einfach über sie gehalten, als sie auf dem Sessel bzw. dem Kratzbaum lagen und geschlafen haben.

Den Fluchtmodus (wann schliesst die Klappe nachdem die Katze durchgehüpft ist) haben wir auf 30 Sekunden gestellt. Das wurde so in den Bewertungen empfohlen.

Einer schrieb, dass es Probleme mit 0 Sekunden gäbe ... die Abhilfe bei ihm war allerdings 5 oder 10 Sekunden einzustellen.

Ist auch irgendwo logisch ... die Klappe verriegelt nach X Sekunden nachdem der Chip gelesen wurde.

Für 0 Sekunden muss eine Katze schon verdammt fix sein, die Klappe zu öffnen.

Mehrere Bewertungen empfahlen, am Anfang 30 Sekunden einzustellen, weil die Katzen anfangs eher unsicher sind und einwenig länger brauchen, bis sie nach der Erkennung des Chips durch die Klappe gehen.

Felix wusste sofort, was das für ein Ding ist, und hat mehrfach versucht, durch die Klappe reinzukommen. Er ist natürlich immer gescheitert. Aber es war ein schöner Test, dass die Klappe wirklich nur die eigenen Katzen rein lässt.

Eigentlich sind meine Dame verdammt clever. Aber bei der Klappe haben sie sich dämlich angestellt.

Wir haben erstmal das Projekt "von drinnen nach draussen" in Angriff genommen.

Leckerlie davor gelegt .... Spielzeugmaus zwischen die Klappe gesteckt, Katzen sanft durchgeschoben, etc.

Trotzdem standen sie immer wieder artig vor meiner Bürotür. Auch, wenn ich mich geweigert habe, die Tür zu öffnen und ihnen die Klappe gezeigt habe ... da blieben sie lieber drinnen, als durch die Klappe nach draussen zu gehen.

Klemmte die Spielzeugmaus so halb dazwischen, ist Minka durchgegangen.

Lucy versuchte manchmal die Klappe mit der Pfote zu öffnen ... schob sie ein oder zwei Zentimeter auf, doch liess sie dann wieder zurückfallen.

Lucy leicht am Popo festhalten ... dann drückte sie entweder die Pfoten oder das Köpfchen dagegen und schlüpfte durch.

Es hat drei oder vier Wochen gedauert, viel Geduld und immer wieder, wieder und wieder trainieren ....

Plötzlich hörte ich Minka eines Abends an der Klappe klappern. Es war schon dunkel, als ging die Klappe nicht auf.

Minka ist dazu noch das reinste Sensibelchen, was ihre Schnurrhaare betrifft. Futterschalen, an denen die Schnurrhaare anecken, sind ihr ein Grauss. Auch ansonsten klettert sie nirgends durch, wo die Schnurrhaare anstossen.

Sie hat lange Schnurrhaare und wir dachten, dass sei evtl. ein Grund, warum sie die Klappe nicht akzeptiert.

Am nächsten Tag passierte dann das Wunder ... Lucy schlüpfte alleine durch die Klappe, Minka hinterher.

Nachdem sie ihren üblichen Morgenspaziergang gemacht hatten ... passierte das noch größere Wunder; sie kamen beide durch die Klappe wieder zurück ins Haus. Ohne, dass wir das jemals mit ihnen geübt hätten.

Endlich hatten sie es verstanden.

In den Bewertungen stand noch drin, dass das Piepen des Chiplesers manche Katzen irritiert. Das Piepen kann man abschalten. Meine zwei Damen macht das Piepen allerdings rein gar nichts aus.

Die Katzenklappe ist eine wahre Erleichterung für die Katzen und ihre Dosenöffner. Sie schauen zwar meistens immer noch, ob nicht doch meine Bürotür offen ist, aber wenn nicht, nehmen sie die Klappe.

Sie nerven mich auch beim Arbeiten nicht mehr, dass sie raus bzw. rein wollen. Wenn ich nicht reagiere, nehmen sie die Klappe.

Abends kann ich ins Bett gehen und ich weiss, irgendwann kommen sie schon rein und wenn ich morgens aufwache, liegt dann Minka neben mir auf dem Kissen und Lucy trampelt entweder auf mir herum, um mich zu wecken oder sie liegt irgendwo an/auf meinen Beinen.

Wir können jetzt auch einfach mal weggehen, ohne uns vorher Gedanken zu machen, wo unsere Katzen sind.

Die Katzen sind durch die Klappe selbständiger und die Dosenöffner wesentlich entspannter.

miezenmom

Anfänger

Beiträge: 30

Wohnort: Bielefeld

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Montag, 28. Juni 2010, 06:02

Nachdem Merlin und Maya endlich raus durften, haben wir uns auch für Katzenklappen entschieden. Allerdings ohne Chip, da die Benutzung bei uns doch elativ unproblematisch ist. Eine Klappe wurde unten in die Insektenschutztür eingebaut, da wo das Kunststoffteil ist. Für die Terrassentür haben wir uns vom Glaser eine neue Scheibe machen lassen und zwar gleich mit der passenden Aussparung für die Klappe.

Unsere Klappen sind eigentlich immer offen. Nur wenn ich morgens um fünf aufstehe, verriegele ich erstmal, weil das die Zeit ist, in der die meisten Mäuse angeschleppt werden. Auch abends in der Dämmerung lasse ich meine Beiden nur nach Mäusekontrolle ins Haus. Sylvester ist natürlich klar, da müssen beide ja drinnen bleiben, dann gibt es absolutes Ausgangsverbot.

So eine Klappe ist schon eine tolle Sache. Wenn man wie ich berufstätig ist, kann man zumindest immer sicher sein, dass Herr und Frau Katz rein können, wenn es anfängt zu regnen oder sich ganz plötzlich ein kleiner Hunger auf ein bißchen Trockenfutter einstellt.
Liebe Grüße von

Moni, Merlin und Maya ;)