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Beiträge: 574

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Rentier

1

Freitag, 11. Juni 2010, 22:28

Tschilp - der Spatz

In unserer Mitgliederzeitung 113 von März 2010 war eine schöne Geschichte von Christa de Vries über "ihren" Vogel zu lesen. Auch zu lesen unter www.wildvogelhilfe-owl.de/

Kurze Geschichte dazu / - oder mein schlechtes Gewissen ein Leben lang:

Natürlich eine Geschichte aus der Jugendzeit. Auf unserem elterlich,
bäuerlichem Anwesen gab es auch einen Hühnerstall. Was die Hühner an
Körnern liegen ließen holten sich ganz zum Ärger der familiären
Hühnerhalter die Spatzen. Ende der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts
gab es die in der angrenzenden Neubausiedlung noch zu hunderten, da sie
genügend Nistmöglichkeiten unter den nicht komplett verpackten, weil
wärmegedämmten, Dächer gab. Es gab in nächster Nähe noch Getreidefelder
und auch einige Pferde, deren Hinterlassenschaften wohl der Plumpudding
für die Gefiederten war.

Da also meine Eltern nicht besonders erfreut über den zahlreichen Besuch
in unserem Hühnerstall war, diente ich mich freiwillig als Spatzenfänger
an. Kleinere Fallen brachten nicht den wirklichen Erfolg. Nur ein
"ferngesteuerter" Mechanismus an der Stalltür verursachte die
Gefangenschaft von ca. 30 der frechen Spatzen. Und genau diese fielen dann
am Abend durch meine Schuld einen Pogrom des Haushaltsvorstandes zum
Opfer.

Erst Jahre später fing ich an mein Tun zutiefst zu bereuen. Da wurden dann
die Spatzen natürlich aus anderen Gründen langsam immer seltener.
Vielleicht auch unterbewußt für mich einer der Gründe, mich aktiv in den
Tierschutz einzubringen.

Das ich heute ein paar Hühner halte, dient auch mit der Wiedergutmachung.
Jeden morgen streue ich zusätzlich Körnerfutter in den Auslauf. Immer
bleibt etwas liegen, dass sich im laufe des Tages einige wenige Spatzen
abholen. Für deren Gartenbesuch bin ich heute immer wieder dankbar. So
kanns kommen ......
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

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