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Claudia

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1

Freitag, 19. März 2010, 13:56

"Lage der Tierheime in Deutschland bleibt dramatisch"

Zitat

Pressemeldung März 2010
15.03.10


Lage der Tierheime in Deutschland bleibt dramatisch

Bereits seit letztem Jahr melden die Tierheime, dass die wirtschaftliche Lage zunehmend schwieriger wird. Auch für 2010 kann der Deutsche Tierschutzbund keine Entwarnung geben. Die Zuschuss- und Hilfeanfragen, die den Dachverband der über 500 angeschlossenen Tierheime erreichen, steigen weiter an. Der Deutsche Tierschutzbund hilft den angeschlossenen Vereinen mit Beratung, aber auch mit Sachspenden und finanziellen Zuschüssen. Trotzdem spitzt sich die Lage nach dem strengen Winter weiter zu: Erhöhte Heizkosten, Frostschäden und eingestürzte Dächer werden gemeldet.

Eine vom Deutschen Tierschutzbund in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage hat eine gefährliche Spirale für viele Tierheime belegt: Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Sozialgesetzgebung schlagen sich im praktischen Tierschutz negativ nieder. Immer mehr Tiere werden aus finanziellen Gründen abgegeben. Die Verweildauer von Tieren in den Tierheimen erhöht sich und damit auch die Kosten, wie z.B. für notwendige Hunde- und Katzenhäuser. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Bereits seit Jahrzehnten erfüllen die Tierheime Aufgaben für die öffentliche Hand. Die Kommunen, ebenso wie Bund und Länder, zahlen dafür jedoch keine kostendeckenden Zuschüsse. So ist ein strukturelles Defizit aufgelaufen, das bisher vielfach mit Spenden aufgefangen wurde, in der jetzigen Lage aber für viele Tierheime bedrohlich wird. Zudem hat der strenge Winter weitere Kosten zur Folge.

„Viele Kommunen haben sich vielfach herausgeredet und die Betreuung der Tiere wie selbstverständlich auf den karitativen, praktischen Tierschutz abgeschoben. Bund und Länder haben immer nur auf die Zuständigkeit der Kommunen verwiesen. Tierheime waren und sind Tierschutzeinrichtungen. Aber da, wo die Tierheime öffentliche Aufgaben übertragen bekommen, wie beispielsweise die Fundtierbetreuung, muss die öffentliche Hand dafür auch kostendeckende Zuschüsse zahlen", stellt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, klar. Das ehrenamtliche Engagement allein kann diese Mammutaufgabe nicht stemmen, Tierschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, so Apel: „Viele Tierheime kämpfen um ihre Existenz. Bund, Länder und Kommunen sind hier in der Pflicht."

„Runder Tisch" gefordert

Der Deutsche Tierschutzbund erinnert an seine Forderung, mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen über einen bundeseinheitlichen Rahmen zur Finanzierung des praktischen Tierschutzes zu beraten. Zudem braucht es jetzt einen Finanztopf, mit dem die dringendsten Investitionen abgefangen werden können. In einer Umfrage aus dem Dezember 2009, also noch ohne Berücksichtigung des strengen Winters, hat der Deutsche Tierschutzbund einen Bedarf von knapp 35 Millionen Euro errechnet
Quelle: http://www.tierschutzbund.de/3947.html
Liebe Grüße,
Claudia mit dem schwarzen Monster Fritz

und mit Roddy für immer im Herzen.

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2

Montag, 19. Juli 2010, 23:42

So steht es im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen in NRW

Der Koalitionsvertrag von SPD/B90/Die Grünen) enthält wichtige Neuregelungen zum Tierschutz wie:
  • die konsequente Umsetzung des Staatsziels Tierschutz
  • die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage
  • eine Reduzierung der Tierversuche
  • eine artgerechte und qualfreie Nutztierhaltung
  • die Förderung tiergerechter Haltungsformen
  • eine Verkürzung von Tiertransport-Zeiten
  • neue Regelungen für die Haltung und Dressur von Wildtieren
  • Hilfe für Tierheime
  • Ausrichtung des Jagd- und Fischereirechtes nach ökologischen und Tierschutzkriterien
  • Untersagung von Praktiken, die mit dem Tierschutz unvereinbar sind
Ich denke man kann wirklich sehr gespannte sein, was davon wirklich umgesetzt wird. Gute Themen, die uns ein großes Stück weiter bringen könnten. Was man leider von der letzten CDU-FDP-Regierung kaum behaupten kann.

mfG
Helmut Albert
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

Sunnyshiny

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3

Dienstag, 20. Juli 2010, 15:41

ich bin auch gespannt,was davon letztlich umgesetzt wird.
Aber kann sich das Tierkein nicht an die Parteien wenden und um Unterstützung bitten?Ich weiß,dass auch Jugendzentren schon unterstützt wurden,...

Claudia

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4

Mittwoch, 21. Juli 2010, 11:48

Zitat

12.07.10
Deutscher Tierschutzbund begrüßt Koalitionsvertrag in NRW - Endlich wieder Tierschutz auf der Tagesordnung!

Nach Beschlussfassung durch die Landesparteitage in Nordrhein-Westfalen am Wochenende begrüßt der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit seinem Landestierschutzverband Nordrhein-Westfalen den Koalitionsvertrag zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Viele der Forderungen der beiden Organisationen, wie die Einführung eines Verbandsklagerechtes für Tierschutzorganisationen und das ganz besonders dringliche Förderprogramm für Tierheime sind in den Koalitionsverhandlungen aufgegriffen und berücksichtigt worden.

„Es bewegt sich was im Tierschutz, das ist gut so und überfällig. Nun müssen rasch Taten folgen", kommentiert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, den Vertrag. Zugleich ermutigt er die neue Landesregierung, auch die neuen Mehrheiten im Bundesrat unter anderem zur Einführung eines bundesweiten Verbandsklagerechts voll auszuschöpfen. „Wir brauchen dringend ein Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzverbände, das im Umweltschutz schon lange selbstverständlich ist - und zwar bundesweit", fordert Apel.

Die Einführung eines Klagerechts für den Tierschutz nimmt eine Schlüsselfunktion beim Vollzug und der Einhaltung des Tierschutzrechts ein. Klare Rechtsverstöße oder strittige Praktiken und Vorhaben sollen so endlich gerichtlich überprüft bzw. korrigiert werden können. Erfreut aufgenommen wurde auch, dass SPD und Grüne die Warnsignale des Deutschen Tierschutzbundes gehört haben und ein Förderprogramm für Tierheime auflegen. Die Tierheime erfüllen neben ihren originären Tierschutzaufgaben überwiegend kommunale Pflichtaufgaben. Eine kostendeckende Erstattung für diese Aufgaben gibt es bisher nicht. Viele Tierheime, auch in Nordrhein-Westfalen, sind in Existenznot.

„Wir gehen offen und zuversichtlich in die Zusammenarbeit, denn die Signale des Koalitionsvertrages sind eindeutig: Der Tierschutz erhält einen höheren Stellenwert als bisher", erklärt Peer Fiesel, Präsident des Landestierschutzverbandes Nordrhein-Westfalen.

Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landestierschutzverband begrüßen zudem das Bekenntnis der beiden Koalitionäre zur artgerechten und qualfreien Nutztierhaltung, zu einer stärkeren Förderung tiergerechter Haltungsformen und zu kürzeren Tiertransportzeiten, für eine deutliche Reduzierung von Tierversuchen, zu einer tierschutzgerechten Neuregelung der Wildtierhaltung, zu einer strengen Reglementierung bei der Haltung von Exoten im Privathaushalt und zu einer Neuausrichtung des Jagdrechtes nach Tierschutzkriterien.

http://www.tierschutzbund.de/4096.html
Liebe Grüße,
Claudia mit dem schwarzen Monster Fritz

und mit Roddy für immer im Herzen.