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1

Samstag, 9. Januar 2010, 14:56

Gewaltfreie Hundeerziehung?

So,ich hab mich grad richtig aufgeregt und mich mal wieder mit jemandem angelegt.

Habe hier grad einen Typen gesehen(der hier in der Nähe wohnt),der mit seinem Hund Gassi(so ne Art Beagle,also ne kleine Rasse) ging.
Das Tier zuckte bei jeder Bewegung von dem Kerl zusammen und wirkte mehr als eingeschüchtert.

Dann riss er teils die Leine richtig zurück und ging mit ihm an einem Baum.Dort drückte der Hund sich dermassen in den Schnee und der Typ zeigte auch ein recht aggressives Verhalten dem Hund gegenüber.Zudem zog er ihn einmal kurz an seinem Halsband hoch(ich finde net das sowas sein muss,das man dem Tier die Luft nimmt)
Ich hab das Fenster aufgerissen und gefragt was das soll.

Er wurde gleich sauer und meinte das er dem Hund etwas klarmachen will und das des seine Entscheidung wäre.
Da fragte ich ob er meint das Gewalt die beste Erziehung sei.

Daraufhin meinte er ich solle net rumlabern und ich sagte zu ihm das ich auch gern den Tierschutz kontaktieren kann.

Ganz ehrlich,ich mein man muss bei der Erziehung von Hunden schon manchmal strenger werden,aber muss man das Tier gleich so einschüchtern das es nix anderes als "Angst" empfindet? 8|

Ich glaub manchmal das ich hier in einer Gegend wohne wo die Leute null Ahnung von Tieren haben. X(

Was hätte ich tun können wenn er dem Tier richtig wehgetan hätte? Die Polizei rufen sollen?
Der Typ selber scheint recht aggressiv zu sein,weil er nachher als ich das am Fenster beobachtete ein paar Gesten mir gegenüber machte. :thumbdown:

Cecile

Fortgeschrittener

Beiträge: 185

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Hundesitterin

2

Samstag, 9. Januar 2010, 20:09

Hallo Neko

hm schwierige Situation.
Auf der einen Seite will man helfen und in den Kopf dieses Menschen die Gefühle des Tieres reinkriegen. Die Gewalt beenden.
Auf der anderen Seite darf man nicht jedem der seinem Tier Angst macht, selbiges wegnehmen.

Ich sehe es so, wenn jemand selbst aggressiv ist und auch so mit seinem Hund umgeht bringen viele gute Worte nichts. Mit Beweisen, wie Verletzungen des Tieres und z.B einem Video wie der Halter dem Tier Gewalt antut kann es sein, dass das Tier beschlagnahmt wird. Alles andere ist Hören-Sagen (oder Sehen-Sagen) und führt zu nichts.
So traurig es ist, er hat das Recht darauf seinen Hund so zu erziehen wie er es für richtig hält. Es gibt kein Gesetz, das Tiere davor schützt mit Gewalt erzogen zu werden. :(

Ich habe inzwischen bei einigen Menschen Vorstellungsgespräche wegen eines Hundesittergesuches gehabt.
Manche empfanden meine Anregungen wie man einem Hund etwas beibringen kann gut und haben eine Komplettwendung hinbekommen (waren selbst öfter mit dem Hund unterwegs, haben ihn ausgelastet und dann gemerkt, dass der Hund, dann die Übungen viel besser schafft zum Beispiel).
Manche empfanden es als Einmischung in etwas ehr Privates und haben mich auch nicht engagiert. Aber da kann ich dann nichts machen. Leider. Nur hoffen, dass vielleicht doch der richtige kommt, der ihnen ein bisschen die Augen öffnet.

Der eigene Hund ist ja auch eine Projektionsfläche. Das ist denke ich ein Aspekt der wichtig ist, wenn man sich mit anderen Hundehaltern beschäftigt.
Da ist die alte Frau, die niemanden mehr hat als ihren lieben kleinen Pudel. Der Hund bekommt soviel Zuwendung und wird betüddelt, dass man meinen könnte er könnte platzen.
Da ist die Frau, die ihren Katzen erzählt was es denn heute zu essen gibt- wie sie es früher ihren Kindern erzählt haben mag.
Da ist das Pärchen, dass den Hund total überbehütet, nach dem der eigene Kinderwunsch unerfüllt bleibt.
Und da ist der Mann, der selbst Gewalt erlebt hat und an seinen Hund weiter gibt.

Die Gründe rechtfertigen nicht das fatale Verhalten der Menschen gegenüber den Tieren, aber sie können Hinweise für einen Ansatzpunkt geben.

Was man konkret tun kann bleibt: Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung.
Nicht aufgedrängt sondern sanft in ein entspanntes Gespräch einfliessend klappt es (zumindest bei mir) immer wieder ganz gut.

Alles Gute!
Das Leben sollte NICHT eine Reise ins Grab sein mit dem Ziel möglichst wohlbehalten und mit einem attraktiven Körper anzukommen, sondern eher seitwärts hineinzuschlittern, Chardonnay in einer Hand, Barbiepuppen und Erdbeeren in der anderen. Den Körper total verbraucht und abgenutzt und dabei jubelnd: "WOH WOH!!! Was für ein Ritt!!!

3

Sonntag, 10. Januar 2010, 20:32

Danke für deine Antwort Cecile.

Klar es ist eine schwierige Situtation,durchaus. Nur ich persönlich glaube nicht das ein ruhiges Gespräch bei diesem Typen fruchten würde,zumal seine Haltung mir gegenüber schon recht aggressiv war.Das soll jetzt net rassistisch rüberkommen,aber diese Person(ich tippe auf russischer Herkunft) macht schon von sich aus einen negativen Eindruck da er mir hier draussen schon öfter begegnet ist.

Ich denke mal es war ihm einfach unangenehm das ich ihn drauf angesprochen habe,aber ich fand es in diesem Moment recht erschreckend wie er mit so einem kleinen Tier umgegangen ist.
Und ich gebe auch zu das ich bei Thema sehr empfindlich bin und es durchaus heftig finde das viele Tierhalter gern auch mal etwas grober mit ihrem Tier umgehen.
Klar,jedem das seine wie er sein Tier erzieht,aber am Halsband hochziehen und dem Hund ein Gefühl von Angst(naja so wie man sehen konnte net nur in diesem Moment)geben ist für mich alles andere als Erziehung.
Mein Tier soll mich respektieren und keine Angst vor mir haben. 8|

Ich bin auch in der Hinsicht direkt wenn ich jetzt behaupte das ich so einem Typen Dinge zutraue wie die ,die vor einiger Zeit den 2-3 Hunden passiert sind :|

Naja zumindest weiß er nun wo ich wohne und checkt das ich ihn aufm Kiecker hab. :rofl:

tala

Fortgeschrittener

Beiträge: 171

Wohnort: Bielefeld

4

Sonntag, 10. Januar 2010, 21:06

hi,
ich habe vom tierheim aus die ein oder andere inspektion - auch mehrfach angeregt durch das veterinäramt- mitgemacht.
einmal waren es hasen die nicht eingezäunt waren; die nächsten lebten zu ca 250 stck auf kleinstem raum.
oder der hund hatte keinerlei zuwendung oder auslauf, aber der zwinger des hundes war sauber und groß genug...
das tierschutzgesetz ist leider sehr sehr oft nicht zum schutz der tiere angedacht!!!

ich sag nur SACHBESCHÄDIGUNG X(

wenn ich soetwas oder ähnliches höre, fahre ich öfter mal vorsichtig gucken.
du weißt wo er sich aufhält. behalte ihn im auge; vielleicht ist sein hund ja auch nicht angemeldet, das würde dann unter umständen das ordnungsamt interessieren... :pfeif:

das du dich einmischt find ich total klasse; viele denken nur das selbe und trauen sich dann doch wieder nicht :danke:

Tammy

Profi

Beiträge: 543

Wohnort: NRW

5

Montag, 11. Januar 2010, 19:43

Ich sehe das auch so wie tala. Behalte diesen Typen im Auge,unbedingt. Sollte Dir noch mehr auffallen,z.B.das der Hund ständig draussen angebunden ist (Garten,Balkon) kannst Du Dich auch an den Tierschutz wenden. Mitunter ist es hilfreich wenn die als 'kleine Erziehungsmaßnahme' mal beim Besitzer auftauchen. ;)
Ich bin die Schnellste :

Während andere noch stolpern - liege ich schon auf der Fresse .

Stangi

Anfänger

Beiträge: 1

Wohnort: leider Bielefeld

Beruf: Sozialhelfer & Student

6

Donnerstag, 10. Juni 2010, 22:57

Bitte nur im Auge behalten...

Hallo Neko,



ich finde es gut das Du dich so einsetzt. Allerdings warst du das letzte mal in deiner Wohnung. Zumdindest schließ ich das aus deiner aussage... Wenn der Typ wirklich so aggresiv ist möcht ich dir auch ein wennig selbstschutz ans Herz legen. Cecile`s ansatz finde ich Super, allerdings glaube ich hast zumindest du die changse vertan ihm auf passive weise richtige Hundeerziehung beizubringen. Versuch doch einfach nochmal ein "normals" gespräch mit ihm zu führen, so absurd es klingen mag. Einfach um gewisheit zu erlangen ob der Hundehalter aus purer unwissenheit und überforderung so reagiert oder ob er einfach einen "Schlach weg" hat.



Lieben Gruß

Stangi