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Sascha

Admin

Beiträge: 599

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Angestellter

1

Sonntag, 8. November 2009, 13:33

Handel verbannt Käfigeier

Der Deutsche Tierschutzbund hat Discounter und Handelsketten aufgefordert, spätestens ab Januar 2009 auf ein Angebot von Eiern aus der Käfighaltung zu verzichten. Ende November 2008 haben wir abermals an den Handel appelliert, weder Käfigeier aus dem Ausland noch aus Kleingruppenkäfigen (Kleingruppenhaltung) zu beziehen.

Der Kleingruppen-Käfig ist nur eine weitere Käfigvariante, die den herkömmlichen, ab 2009 verbotenen Käfig ersetzt. Die Hennen werden darin in Gruppen zusammengesperrt - haben aber nur geringfügig mehr Platz als bisher. Eine artgerechte Haltung ist in keiner Form von Käfig möglich.

Viele Handelsketten hatten bereits im Vorfeld erklärt, dass sie Eier mit der Ziffer "3" - also auch die Eier aus Kleingruppen-Käfigen - nicht anbieten. Weitere reagierten auf unseren erneuten Appell.

Keine Käfigeier mehr bei:
  • Aldi Nord
  • Aldi Süd
  • Edeka (in den Regionalgesellschaften sukzessive Umstellung)
  • famila Handelsmarkt Kiel (famila Nord-Ost)
  • famila lupus Handelsgesellschaft (famila Rhein-Neckar)
  • Globus (nach Übergangsfrist)
  • Handelshof (nach Übergangsfrist)
  • Hit (nach Übergangsfrist)
  • Kaiser's Tengelmann
  • Kaufland (nach Übergangsfrist)
  • Lekkerland
  • Lidl
  • Netto
  • Norma
  • Plus
  • real,-
  • Rewe (mit Übergangsfrist)
  • tegut


Die Liste der Handelsketten, die keine Käfigeier mehr anbieten wollen, können Sie außerdem unten auf dieser Seite als PDF herunterladen. In der rechten Spalte der Tabelle können Sie sehen, ab wann die Märkte keine Käfigeier mehr verkaufen.

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... man sieht nur mit dem Herzen gut, das wesentliche bleibt für das Auge unsichtbar ... :)
aus "der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry

Claudia

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Beruf: Industriekauffrau

2

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 09:41

Was aktuelles zum Thema Legehennehaltung:



Zitat

Pressemeldung Dezember 2009
---
29.12.09
---

Legehennenhaltung in Deutschland zum Jahreswechsel:
Alter Käfig weg, neuer Käfig da


Die tierquälerische Käfighaltung von Legehennen existiert weiter, betont der Deutsche Tierschutzbund zum Jahreswechsel. Die Botschaft der Geflügelindustrie und auch des Bauernverbandes, „die Haltung von Legehennen in engen Käfigen" sei zum Jahreswechsel beendet, sei eine Verbrauchertäuschung, erklärte der Verband heute in Bonn. Zum 1. Januar 2010 sei die Haltung von Legehennen in herkömmlichen Käfigen zwar verboten, aber ein Großteil der alten Systeme - oft auch konventionelle Käfige genannt - sei lediglich durch den neuen Kleingruppenkäfig ersetzt worden. Eigentlich sollten schon vor einem Jahr die alten Käfigsysteme durch die neuen Kleingruppenkäfige ersetzt werden. Aber viele Betreiber haben eine Sonderregel in Anspruch genommen und die herkömmlichen Käfige auch im auslaufenden Jahr 2009 weiter betrieben. Das nimmt Europas größte Tier- und Naturschutzorganisation zum Anlass, alle zuständigen Behörden aufzufordern, den noch zum Jahreswechsel betriebenen alten Käfigbatterien zum 31.12.2009 die Betriebserlaubnis zu entziehen.

„Die Eierindustrie hat bis zum letzten Tag Fristen ausgereizt und getrickst. Das ist nicht länger tolerierbar. Die Botschaft der Eierbranche, das Ende der Käfighaltung von Legehennen in Deutschland sei zum Jahreswechsel da, ist eine Verbrauchertäuschung. Es wechselt lediglich das Käfigsystem, für die Tiere ändert sich substanziell nichts. Käfig bleibt Käfig, Tierqual bleibt Tierqual. Deutschland muss käfigfrei werden", erläutert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Weniger Platz zum Leben als ein DIN-A4-Blatt bot die herkömmliche Käfighaltung für Legehennen, die neuen Kleingruppenkäfige ermöglichen den Tieren gerade einmal einen Bierdeckel mehr Platz. In Deutschland wurden im Jahr 2008 nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums noch rund 65 Prozent der Hennen in Käfigen gehalten. Weil die Hersteller der neuen Kleingruppenkäfige Lieferschwierigkeiten hatten, haben Eierproduzenten für die alten Käfigsysteme eine weitere Übergangsfrist bis zum 31.12.2009 erteilt bekommen. Das Bundesverfassungsgericht hatte bereits 1999 festgestellt, dass die Verhaltensweisen Scharren, Picken, ungestörte und geschützte Eiablage, Sandbaden und erhöhtes Sitzen auf Stangen Grundbedürfnisse der Hennen sind, die mit Blick auf das Tierschutzgesetz nicht eingeschränkt werden dürfen. Genau diese Grundbedürfnisse sind in den neuen Kleingruppenkäfigen nicht erfüllt, betont Apel.

Quelle: http://www.tierschutzbund.de/3824.html
Liebe Grüße,
Claudia mit dem schwarzen Monster Fritz

und mit Roddy für immer im Herzen.

Cecile

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Beruf: Hundesitterin

3

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 18:41

Es ist doch immer das Gleiche: irgendein Paragraph oder Gesetzeslücke findet sich immer

*kopfschüttelnde Grüße von der nur Bio-Freiland Eier essenden* Cecile
Das Leben sollte NICHT eine Reise ins Grab sein mit dem Ziel möglichst wohlbehalten und mit einem attraktiven Körper anzukommen, sondern eher seitwärts hineinzuschlittern, Chardonnay in einer Hand, Barbiepuppen und Erdbeeren in der anderen. Den Körper total verbraucht und abgenutzt und dabei jubelnd: "WOH WOH!!! Was für ein Ritt!!!

Albert

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Beiträge: 576

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Beruf: Rentier

4

Donnerstag, 25. Februar 2010, 23:49

Legebatterien Polen scheitert mit Antrag auf Fristverlängerung

http://www.tierschutzbund.de/3920.html

In der Europäischen Union bleibt es beim Verbot der herkömmlichen Legebatterien ab 2012: Polen scheiterte am Montag beim Agrarministertreffen in Brüssel mit einem Vorstoß, die Frist für die Hühnerhaltung in Legebatterien bis 2017 zu verlängern. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt, dass auch die anderen EU-Staaten eine Verlängerung der Frist abgelehnt haben.

Von Deutschland war diese Position zu erwarten, da die Käfigbatterien hierzulande bereits seit Januar verboten sind. Die seitdem hierzulande eingeführten Kleingruppenkäfige kritisiert der Deutsche Tierschutzbund weiterhin. Eine Verlängerung der Frist, wie von Polen gefordert, wäre weder im Interesse des Tierschutzes noch der Legehennenhalter in Deutschland, die bereits Wettbewerbsverzerrungen beklagen.
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

Claudia

Moderatorin

Beiträge: 396

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Beruf: Industriekauffrau

5

Donnerstag, 1. April 2010, 11:59

Zitat

Pressemeldung März 2010
25.03.10

Oster-Warnung: Trickserei mit Käfigei – Gefärbte Eier ohne Kennzeichnung

Gekochte und gefärbte Eier sind von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Vielen Verbrauchern, die gefärbte Ostereier erwerben, ist dies nicht bewusst. Doch unter der Farbschicht verbergen sich häufig Käfigeier. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert daher an die Verbraucher, nur gefärbte Eier, die explizit als Eier aus Boden-, Freiland oder Biohaltung gekennzeichnet sind, zu kaufen, oder Eier selbst zu färben. Vorsicht ist auch bei Lebensmitteln wie Eierlikör, Backmischungen, Fertigkuchen etc. geboten: Häufig werden hierfür Käfigeier verwendet.

Auch in Deutschland gibt es weiter Käfighaltung von Legehennen, stellt der Deutsche Tierschutzbund fest. Statt in den alten Käfigsysteme werden Millionen Legehennen nun in den sogenannten Kleingruppen-Käfigen eingepfercht. Während frische Schaleneier nach dem Haltungssystem gekennzeichnet werden müssen, ist diese Angabe für gefärbte Eier und Fertigprodukte mit Ei nicht erforderlich.

„Die Lücke in der Kennzeichnung nutzt die Eierindustrie, um die Verbraucher zu täuschen und Käfigqual zu verstecken. Das gilt für viele Fertigprodukte, aber das gilt im Besonderen für bunte Eier. Da gilt „Kein Ei mit 3, kein Ei aus Quälerei". Finger weg von gefärbten Eiern, wenn diese nicht klar als Boden-, Freiland- oder Biohaltung gekennzeichnet sind", rät Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes in seinem Osterappell 2010. Der Deutsche Tierschutzbund fordert eine verpflichtende Kennzeichnung von Fertigprodukten entsprechend den Haltungssystemen der Legehennen.

Zudem warnt der Verband auch vor Fertigprodukten, in denen Eier verarbeitet werden. In diesen Produkten werden jährlich Milliarden Eier aus qualvoller Käfighaltung verarbeitet. Dazu gehört zum Beispiel der gerade zu Ostern beliebte Eierlikör, z.B. der Marke Verpoorten. Aber auch viele andere Unternehmen verwenden Käfigeier, ohne dies für den Verbraucher deutlich zu machen.

Viele verbannen Käfigeier

Handelsunternehmen und Discounter, sowie Hotelketten und auch einzelne Unternehmen, die Eier verarbeiten, haben den Wunsch der Verbraucher längst erkannt. Die Eier mit der 3 aus der Käfighaltung sind weder als Frühstücksei, verarbeitet noch getarnt als bunte Eier im Angebot. Die Liste der Unternehmen, die keine Käfigeier mehr anbieten, finden Sie über den ersten Link unten auf dieser Seite.


Quelle: http://www.tierschutzbund.de/3963.html
Liebe Grüße,
Claudia mit dem schwarzen Monster Fritz

und mit Roddy für immer im Herzen.