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1

Mittwoch, 28. Oktober 2009, 18:55

BARF bei Katzen

Hallo zusammen,

hat jemand von euch Erfahrung mit dem Füttern von rohem Fleisch bei Katzen? Wenn ja, was füttert ihr und bekommt die Katze dann auch auch Trockenfutter hingestellt? Hintergrund meiner Frage ist, dass mein einer Kater am Liebsten Nassfutter mag, er ist auch Freigänger und wird da mit Sicherheit die ein oder andere Maus verspeisen, da er ein sehr guter "Mauskater" ist. Mein zweiter Kater frisst dagegen nur Trockenfutter und lässt das fertige Nassfutter stehen. Da er noch Angst hat, raus zu gehen, kommt er natürlich nict in den Genuss, "Frischfleisch" zu fressen, denn die Katzenfreundschaft geht noch nicht so weit, dass Sony dem Lucky einen "Braten" mitbringt.

Wäre schön, wenn jemand hier aus dem Forum Erfagrung hätte.Vielleicht muss man ja auch nicht permanent rohes Fleisch füttern, aber ab und an etwas Hähnchen, rohen Fisch oder Leber würd ich meinen Tigern schon gern gönnen - so als Leckerchen,

Scöne Grüße

Antje
gibt es ein größeres geschenk
als die liebe einer katze?
(charles dickens)

Leonie

Fortgeschrittener

Beiträge: 293

Wohnort: Bielefeld/Senne

Beruf: Hotelfachfrau

2

Mittwoch, 28. Oktober 2009, 19:09

Huhu Antje,

wir hatten im Tierheim mal einen Kater der eine Futtermittelallergie hatte und deshalb nur rohes Fleisch bekommen hat...
Wir haben ein ganz normales Hühnchen Bein roh gefüttert haben immer portionsweise Scheiben abgeschnitten und ihm dann in einen napf gelegt und hingestellt...
Mit dem Trockenfutter kann ich dir leider nicht sagen , da er wie gesagt eine Futtermittelallergie hatte und deshalb ja auch kein Trockenfutter bekommen durfte

Vllt. hilft es dir ja schon ein wenig weiter
Man kann vieles kaufen,
das Schwanzwedeln eines Hunde nicht.

.................................................
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hunde
mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch
mit Stundenlangem Gerede.

Louis Armstrong

3

Mittwoch, 28. Oktober 2009, 19:27

Hallo Leonie, vielen Dank erstmal für den Tipp. Also der Sony würd schon alles fressen, was ich ihm hinstell;-) der ist eben doch ein getarntes Hausschwein im Katzenfell.... Auch Lucky hat letztens ein wenig rohes Hachfleisch stibitzt.Na ich will jetzt erst mal ein paar Erfahrungen von anderen sammeln, mal schauen, was ic dann mache.

Bist du am Sonntag auch wieder da?

Schöne Grüße

Antje
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meike

Schüler

Beiträge: 111

Wohnort: Werther

Beruf: Sozialpädagogin, Tierheilpraktikerin

4

Donnerstag, 29. Oktober 2009, 06:26

Hallo Antje,

kannst du so machen.:)
Wenn die frischen Mahlzeiten überwiegen, musst du dir ein paar Gedanken über die Abwechslung machen, ansonsten leg ruhig los. Die meisten Katzen lassen sich nur sehr schwer vom TroFu abbringen, wenn sie richtig drauf stehen - leider.
Etwas Einsatz lohnt sich an der Stelle denn TroFu ist so ziemlich das schlechteste Futter für Flüssigkeitshaushalt/Blase/Niere der Katzen.
... liebe Grüße, Meike, Mascha, Kasi und MauMau ^^
www.vier-pfoten.de
www.baerenwald-mueritz.de
www.animalsasia.org

5

Donnerstag, 29. Oktober 2009, 19:39

Hallo Meike,

heißt das, ich kann ruhig, wenn ich für mich mal was Fleischiges koche, den Katern rohes Fleisch mit hinstellen und mal abwarten, wer dann was mag? Da ich so gut wie nie Schweinefleisch esse, dürfte es dann ja keine Probleme geben oder? Wie sieht das eigentlich mit Thunfisch aus der Dose aus ( den in Wasser eingelegten, nicht den öligen)- dürfen Katzen den auch?

Liebe Grüße

Antje
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(charles dickens)

meike

Schüler

Beiträge: 111

Wohnort: Werther

Beruf: Sozialpädagogin, Tierheilpraktikerin

6

Donnerstag, 29. Oktober 2009, 19:53

Alles ja.

Thunfisch auch nur in kleinen Mengen, halt nix übermässig, dann passts schon ;)
... liebe Grüße, Meike, Mascha, Kasi und MauMau ^^
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7

Donnerstag, 29. Oktober 2009, 19:56

Hallo Meike,

danke für die Tipps- ich werd es mal versuchen und dann berichten;-)

Liebe Grüße

Antje
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Leonie

Fortgeschrittener

Beiträge: 293

Wohnort: Bielefeld/Senne

Beruf: Hotelfachfrau

8

Freitag, 30. Oktober 2009, 18:45

Ne bin ich nich ;)
Man kann vieles kaufen,
das Schwanzwedeln eines Hunde nicht.

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Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hunde
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Louis Armstrong

9

Freitag, 6. November 2009, 16:16

Hallo Sony,

Trofu oder nicht ... ich glaube darüber scheiden sich die Geister. Meine beiden fressen nur ungern Trofu. Allerdings hat mir Minka letztes Jahr die Wohnung vollgebrochen. Das war nicht mehr das normale Trotzbrechen oder Haarknäule also sind wir mit ihr zum Tierarzt. Der Tierarzt hat dann eine Magen-Darm-Entzündung festgestellt und empfohlen Minka ausschliesslich nur noch Trofu zu geben. Minka und Trofu ... haha.

Schuldbewusst habe ich mir dann überlegt, dass das vielleicht davon kommt, dass ich Minka damals stets eine halbe Packung morgens und eine halbe Packung abends gegeben habe und das Naßfutter, im Sommer bei 30 Grad und in einer Dachwohnung ... natürlich im Kühlschrank aufbewahrt habe.

Seitdem bekommt Minka morgens die ganze Packung und wenn sie das bis mittags/nachmittags nicht aufgefressen hat, dann werfe ich es weg. Sie frisst es aber in der Regel nach und nach auf.

Ob Trofu oder Naßfutter, darüber habe ich genausoviele unterschiedliche Berichte gefunden, als wenn ich fragen würde soll ich mir nun ein rotes oder grünes Auto kaufen.

Meine bekommen morgens einfach beide je eine Packung Naßfutter und beide haben je ca. 40 gr. Trofu in separaten Schüssel dort stehen. Das Trofu ist so nach 3-4 Tagen dann mal leer und ich fülle es nach.

Allerdings kenne ich viele, die ausschliesslich Trofu füttern.

Wichtig bei Trofu ist, dass sie viel trinken. Ich habe zwei Wasserschüsseln verteilt und dazu noch einen Trinkbrunnen, der im Wohnzimmer auch gleichzeitig als Luftbefeuchter dient. Minka hatte vor dem Trinkbrunnen erst Angst, aber als ich ihr das dann mehrfach vorgemacht habe (ja ich hab mich davorgelegt und meine Zunge hineingesteckt) war die Angst vor dem Brummen des Brunnens verflogen.

Der Trinkbrunnen ist bei beiden Katzen sehr beliebt und ich sehe sie mehrmals täglich davor sitzen.

Thunfisch? Wenn ich mal etwas mit Thunfisch kochen möchte, muss ich vorher die Küchentür schliessen bzw. früher musste ich aufgrund einer offenen Küche Minka erst ins Schlafzimmer sperren. Ansonsten ist der Thunfisch schneller im Katzenmagen als ich "nein" sagen kann.

Mett lässt sie dagegen völlig kalt. Das kann offen in der Küche stehen, das rührt sie nicht an. Geschnittene Zwiebeln muss ich schon abdecken, denn darauf steht sie irgendwie auch.

Ansonsten, wenn ich etwas mit Geflügel koche, wo ich vorher das rohe Fleisch eh mit dem Messer bearbeiten muss (z.b. Putengeschnetzeltes), dann bekommt sie davon natürlich etwas noch kleiner geschnitten in ihren Napf. So zwei drei Stückchen nochmal zerkleinert. Ist halt irgendwie Erfahrung, wieviel sie tatsächlich davon frisst.

Ich habe viele Empfehlungen gelesen. Die mir am besten waren bei reinen Wohnungskatzen quasi so zu füttern wie ich. Einmal täglich Nassfutter und ansonsten Trofu. Bei Katzen, die Mäuse nicht nur jagen, sondern auch fressen fand ich immer wieder die Aussage, dass damit eigentlich schon der Nahrungsbedarf gedeckt sei und das Zufüttern mit Trofu sei ausreichend. Dieses erschien mir plausible.

Es kommt aber auch immer auf das Futter an. Die Katzen meines Vaters und meiner Schwiegermutter sind da sehr wählerisch. Häufig fressen sie nichts anderes als draussen Mäuse etc. Dann fressen sie drinnen ein oder zwei Wochen das Futter und dann wollen sie eine andere Marke.

Minka ist zum Glück nicht ganz so albern. Sie mag nur keinen Fisch. Jedenfalls nicht als Fertigfutter. Bei der Kleinen kann ich das noch nicht sagen, weil die frisst ja derzeit sowieso lieber von Minkas Tellerchen als vom eigenen.

Nach einem halben Jahr immer dieselbe Marke hat mir Minka aber auch eindeutig gezeigt, ich solle mal was anderes füttern.

Mitlerweile kaufe ich Naßfutter immer ungefähr für einen Monat und danach wird der Hersteller gewechselt. Das Trofu reicht meist länger, aber da mache ich es quasi genauso. Ist es fast leer, kaufe ich eine andere Marke. Mischen dann den Rest des alten mit einwenig des neuen und füttere erst dieses Gemisch und dann das neue.

10

Freitag, 6. November 2009, 16:34

Achso, das habe ich vergessen ....

Zum und über Barfen habe ich auch sehr viel gelesen. Mein Fazit war, dass es wohl sehr aufwendig ist.
Es stand da immer bei, dass man bedenken sollte, dass Katzen eigentlich Mäuse fressen und zwar mit Knochen, Haut und Haaren.

Genau aus diesen Knochen etc. ziehen Katzen auch noch die Nährstoffe die sie brauchen. Auch wenn sie diese Reste später wieder erbrechen.

Diese Nährstoffe sollte man beim Barfen natürlich auch mit nachbilden.

Billiger ist Barfen wohl auch nicht.

Für mich persönlich hörte sich das ganze sehr aufwendig an.

Der Vorteil von Fertigfutter ist halt, dass da diese ganzen Sachen schon berücksichtigt sind bzw. sein sollten. Wlichtig ist wohl, dass das Futter zuckerfrei sein soll, der echte Fleisch-/Fischanteil recht hoch ist und möglichst wenige tierische Nebenerzeugnisse drin sind. Einfach weil bei diesem Begriff nicht klar ist, was es ist.

Ich gehöre zu den Leuten, die bei einer Maus auch auf den Tisch springen. Deshalb zieht mich mein Partner immer damit auf, dass er sich einen Käfig voller Mäuse anschaffen möchte als Spielzeug und Futter für die Katzen.

11

Sonntag, 8. November 2009, 06:22

Hallo Miracee,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Mein Sony ist ja auch so ein "Hausschwein im Katzenfell", der frisst, was ihm vor die Schnute kommt, nur Lucky frißt eben ausschließlich Trofu, deshalb wollte ich es eben mal mit etwas Rohfütterung versuchen, wobei den Lucky auch Thunfisch kalt lässt und gedünstetes Fleisch lässt er auch stehen- na ich werd schon noch was finden, was ihm außer Trofu und Leckerchen schmeckt- zB steht er auf gekochtes Eigelb, wenn das denn noch flüssig ist.
Übrigens solltest du mit den Zwiebeln vorsichtig sein, habe mal gehört, dass die für Katzen tödlich sind.
Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß mit Minka und Lucy
wünschen Antje, Sony und Lucky
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meike

Schüler

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12

Sonntag, 8. November 2009, 07:04

Hallo Antje,

um einen TroFu-Junkie umzustellen brauchst du viiiel Geduld und Konsequenz!

Ein möglicher Weg wäre es, die Brocken nach und nach mit Wasser immer feuchter zu machen. Dabei sehr kleinschrittig vorgehen.

Eine zweite Idee: NaFu und TroFu mischen und ganz langsam ausschleichen. Später evtl. dann vom NaFu auf roh umstellen.

TroFu ist mächtig ungesund für Katzen, da sie von Natur aus wenig trinken, eigentlich mit dem Wasser aus dem Futter zurechtkommen. Bei TroFu trinken sie zwar mehr, aber meistens nicht genug - sie sind ständig in der Gefahr, leicht dehydriert zu sein.

Das ist natürlich für Blase und Nieren auf Dauer sehr schlecht.

Weiterhin ist im TroFu mindestes 40% Getreide - können aber auch in einfachen oder 'normalen' Sorten 80-90% sein.

So gesehen eignet sich das auch gut als Hasenfutter :thumbdown:
... liebe Grüße, Meike, Mascha, Kasi und MauMau ^^
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13

Sonntag, 8. November 2009, 17:04

Hallo Meike,
leider weiss ich, wie ungesund nur Trofu ist. Zum Glück trinkt Lucky genug (habe einen Zimmerspringbrunnen und mindestens 3 Näpfe Wasser in der Wohnung verteilt)- der Zimmerbrunnen benötigt ca 1 Liter Wasser am Tag und die Näpfe bekommen morgens und abends neues Wasser- sind dann aber nicht leer. Angefeuchtetes Nassfutter mag Lucky nicht wirklich- vielleicht habe ich aber auch gleich beim erstenmal zuviel angefeuchtet. Na mal schauen, ob ich ihn umstimmen kann. Vielleicht traut er sich ja auch bald mal mit Sony raus und bringt Mäuse mit;-)
Liebe Grüße
Antje
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14

Dienstag, 10. November 2009, 19:53

BARF bei Katzen

Hallo!

Ich verfolge seit einiger Zeit in diesem Forum das geschriebene über BARF. Ich bin über eine Freundin in die ganze BARF- Fütterung eingestiegen. Das war vor zwei Jahren. In dieser Zeit habe ich mich intensiv damit auseinander gesetzt und da es mich auch wissenschaftlich interessiert genau darüber schlau gemacht.

Zu dem Thema Trockenfutter vs. Feuchtfutter würde ich gerne etwas beisteuern, was eindeutig belegt, dass Trockenfutter in keinster Weise ein geeignetes Futtermittel für Katzen ist. ;-) Viel Spaß beim durchlesen.

Die Proteinverdaulichkeit bei Tierfutter liegt bei ca. 80% für Trockenfutter, 85% für halbfeuchtes Futter und Dosenfutter mit hohem Getreideanteil, und 90% für Dosennahrung mit Fleisch als Hauptproteinquelle. Die Verdaulichkeit wird sowohl von der Quelle des Proteins als auch dessen Verarbeitung beeinflusst. Das Protein im Katzenfutter stammt aus tierischen und pflanzlichen Quellen. Tierisches Eiweiß ist generell teurer und oft von besserer Qualität als pflanzliches Eiweiß. Die Zusammensetzung von Dosenfutter erlaubt die Verarbeitung von Protein und Fett aus hochwertigerer Quelle als bei Trockenfutter.Eine Studie [Morris, James G. and Quinton R. Rogers. 1994. Assessment of the nutritional adequacy of pet foods through the life cycle. Journal of Nutrition 124:252OS-2534S] vergleicht ein bekanntes Dosenfutter mit dem marktführenden Trockenfutter, wobei beide mit “ausgewogener Ernährung” werben. Beim Dosenfutter wurde eine Verdaulichkeit von ca. 90% angegeben, beim Trockenfutter 80%. Der biologische Wert (also der Nutzwert für das Tier) des enthaltenen Proteins wurde für das Dosenfutter mit 70%, für das Trockenfutter mit 60% angegeben. Die effektive Verwertung (also die Menge des verbrauchten Futters in Relation zur aufgenommenen Menge) kann durch Multiplikation der Verdaulichkeit mit dem biologischen Wert errechnet werden. Das Ergebnis: 68% für Dosenfutter, 48% für Trockenfutter. Das bedeutet, dass eine Katze fast doppelt so viel Trockenfutter wie Dosenfutter aufnehmen müsste, um die gleiche effektiv verwertbare Menge an Nährstoffen zu erhalten. Die dabei entstehenden Abfallprodukte müssen aus dem Blut gefiltert werden, was den Nieren zusätzliche Arbeit bereitet. Dies könnte eine Erklärung für das häufige Auftreten von chronischer Niereninsuffizienz bei Katzen mittleren Alters sein.Die natürliche Nahrung der Katze, lebende Beute, enthält 65-75% Wasser. Die Katze hat während ihrer Evolution in den trockenen Steppen Afrikas ihren Wasserbedarf an ihre Umgebung angepasst und stillt ihn fast ausschließlich aus dem Feuchtigkeitsgehalt der Beute. Katzen können für längere Zeit ohne Wasser überleben, wenn ihre Nahrung 67-73% Wasser enthält, aber sie dehydrieren, wenn der Wassergehalt unter 63% liegt. Der Wassergehalt kommerzieller Katzenfuttersorten liegt zwischen 8% bei Trockenfutter und bis zu 75% bei Dosenfutter. Daher ist der Bedarf an Trinkwasser stark von der Art der Fütterung abhängig.Bei Fütterung mit Dosenfutter und Zugang zu Trinkwasser nehmen Katzen mehr als 90% ihrer gesamten Wasseraufnahme aus dem Futter auf. Bei Fütterung mit Trockenfutter nehmen Katzen 96% ihres Wasserbedarfs durch Trinken auf. Die Gesamtmenge an aufgenommenem Wasser verringert sich bei einer ausschließlichen Fütterung mit Trockenfutter. Das Verhältnis Wasser zu Trockenmasse bei Fütterung mit Trockenfutter liegt zwischen 2,0-2,8 : 1. Bei Fütterung mit Dosenfutter liegt es bei 3,0-5,7 : 1. Demnach haben Katzen einen höheren Wasserumsatz bei Ernährung mit Dosenfutter als mit Trockenfutter. [National Research Council (National Academy of Science) Nutrient Requirements of Cats].Der Feuchtigkeitsgehalt der Nahrung hängt mit der Tatsache zusammen, dass mit Trockenfutter ernährte Katzen zwar mehr als 6 mal so viel Wasser trinken als mit Dosenfutter ernährte Tiere, dieses Wasser aber zum Großteil über den Kot wieder abgegeben wird und daher die Urinmenge geringer und das spezifische Gewicht des Urins bei Trockenfutter-Fütterung höher ist. Die Menge an im Urin gelösten Stoffen, inklusive der potentiell steinbildenden Kristalloide, ist von der Urinmenge abhängig. Mit Trockenfutter gefütterte Katzen trinken mehr, aber nicht ausreichend um den geringeren Wassergehalt des Trockenfutters zu kompensieren. In einer aktuellen Studie wurde bei Katzen mit einem Wassergehalt von 10% im Futter, die freien Zugang zu Trinkwasser hatten, eine durchschnittliche Urinmenge von 63 ml/Tag gemessen. Diese Menge stieg auf 112 ml/Tag an, als man diesen Katzen Dosenfutter mit 75% Feuchtigkeit zu fressen gab. Das spezifische Gewicht des Urins war bei Fütterung mit Trockenfutter ebenfalls höher. Eine verringerte Urinmenge kann ein wichtiger Risikofaktor für die Bildung von Harnsteinen bei Katzen sein. Eine Ernährung, die zu einer Verringerung des Flüssigkeitsumsatzes führt, kann die Urinmenge reduzieren und die Konzentration des Urins erhöhen. Beide Faktoren tragen zum Risiko der Harnsteinbildung bei.
Dosenfutter enthält so viel Wasser, dass Katzen, die damit ernährt werden, nur selten trinken müssen. Der tägliche Wasserbedarf in ml wird oft als gleich dem Energiebedarf in kcal bzw. 60 ml/kg geschätzt. Wenn das Futter aufgenommen wurde, werden diesem Wert durch die Oxidation der Nährstoffe ca. 10-13 g Wasser pro 100 kcal Energie hinzugefügt. Demnach wird eine 4 kg schwere Katze, die Dosenfutter mit 240 kcal und 78% Wasser frisst, 237 ml oder 98% ihres täglichen Wasserbedarfs mit dem Futter aufnehmen. Daher muss diese Katze weniger als 30 ml Wasser trinken. Eine Katze, die Trockenfutter mit dem selben Energiegehalt frisst, muss hingegen mehr als 90 ml/Tag zusätzlich trinken. KEINE KATZE SCHAFFT FAST 100 ml AM TAG!!!
Das kann zu Problemen führen, denn Katzen trinken von Natur aus nicht sehr viel. Die Fütterung mit Dosenfutter mit 78% Wassergehalt garantiert praktisch einen ausgeglichenen Wasserhaushalt.Zusätzlich zur ausreichenden Versorgung mit Flüssigkeit hilft ein hoher Wasserumsatz dabei, kristallogene Substanzen zu eliminieren bevor sie auf eine Größe heranwachsen, die die Blasenfunktion negative beeinflusst.


Ein gewisser Vorteil von Trockenfutter für die Katze ist eine leichte Minderung der Zahnsteinbildung. Allerdings sind die Zähne der Katze typisch für Fleischfresser, also mehr zum Festhalten, Durchstechen und Zerreißen/Zerschneiden der Nahrung als zum Kauen gemacht. Trockenfutter wird zwar zerbissen, aber nicht wirklich gekaut. Das Kiefergelenk der Katze erlaubt es dem Unterkiefer nur, sich nach oben und unten zu bewegen, nicht aber eine laterale Kaubewegung.Der Katze fehlen oben die ersten Prämolaren und im Unterkiefer die ersten und zweiten Prämolaren. Sie hat lediglich einen Backenzahn oben und unten auf jeder Seite. Beim Schließen des Mauls gleitet der obere Reißzahn am unteren Reißzahn entlang, was einen scherenartigen Schneidevorgang ergibt, aber keine Kaubewegung. Vor diesem Hintergrund erscheinen die Vorzüge von Trockenfutter im Bezug auf die Zahnhygiene als überbewertet.Es besteht schon lange der Glauben, dass eine Fütterung mit Trockenfutterbrocken für die Zähne von Hunden und Katzen besser ist als Dosenfutter. Man ging davon aus, dass Trockenfutter weniger Rückstände im Maul zurücklässt, die Bakterien einen Nährboden bieten könnten, und daher die Plaquebildung verringert würde. Trotzdem haben viele mit Trockenfutter ernährte Tiere starke Plaquebildung, Zahnstein und Erkrankungen des Zahnfleisches. Das liegt daran, dass die meisten Trockenfuttersorten zwar hart, aber auch spröde sind, so dass die Brocken beim Daraufbeißen ohne großen Widerstand zerbrechen, und somit kein besonderer Abriebeffekt am Zahn entsteht. Ein geringerer Anteil an Trockenfutter (nicht mehr als 25%) oder spezielle Leckerlis, die Zahnstein reduzieren sollen (nicht mehr als 10% des Gesamtkalorienbedarfs der Katze) sind wahrscheinlich völlig ausreichend um diesen kleinen positiven Effekt zu erzielen, ohne die Risiken, die eine komplette Ernährung mit Trockenfutter in sich birgt.


Quelle: http://www.maxshouse.com/feline_nutrition.htm Übersetzung aus dem Englischen

So, dass sind jetzt erst mal viele Informationen.

Viele liebe Grüße

Melissa


15

Samstag, 14. November 2009, 20:18

Hallo Melissa,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung.

Das zeigt mir, dass es damals richtig war, nicht auf den Tierarzt zu hören und statt ausschließlich Trofu doch lieber überwiegend Naßfutter zu füttern.

Wobei meine beiden wirklich keine Trofu Fans sind. Sondern es nur mal ab und zu zwischendurch fressen, wenn ihr Naßfu leer ist. So ein Doppelkornpinnchen voll Trofu reicht hier meist drei Tage.

Cecile

Fortgeschrittener

Beiträge: 185

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Hundesitterin

16

Montag, 23. November 2009, 15:57

Hei!

Also ich hab Hannah und Klara vom Trofu wegbekommen.
Beides vermischt war irgendwie zuviel für ihre Bäuche. Wenngleich sie natürlich beides gerne gefressen haben.

Jetzt bekommen sie nur noch halbfeuchtes Nafu wenn meine Fleischbestellung zu lange dauert.

P.S. Die meisten TA haben Sponsoringverträge mit Futtermittelherstellern. Deshalb raten sie oft zu diesen oder jenem Trofu...
Das Leben sollte NICHT eine Reise ins Grab sein mit dem Ziel möglichst wohlbehalten und mit einem attraktiven Körper anzukommen, sondern eher seitwärts hineinzuschlittern, Chardonnay in einer Hand, Barbiepuppen und Erdbeeren in der anderen. Den Körper total verbraucht und abgenutzt und dabei jubelnd: "WOH WOH!!! Was für ein Ritt!!!

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