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Beiträge: 523

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Beruf: Altenpflegerin

1

Sonntag, 23. August 2009, 23:21

FILMTIPP - die Geschichte über die Treue eines Hundes

In Deutschland (noch) unbekannt, in Japan ein Nationalheld – das ist HACHIKO, ein Akita Inu, der in den 20er Jahren durch seine bedingungslose Liebe zu seinem Herrchen in ganz Japan berühmt wurde und als Sinnbild für Treue steht. Denn selbst nach dem frühen Tod seines Herrchens hat die treue Seele HACHI diesen noch über 9 Jahre lang Tag für Tag am Shibuya-Bahnhof in Tokio erwartet. Genau so, wie er ihn zu dessen Lebzeiten auch täglich nach der Arbeit vom Bahnhof abgeholt hat. Im August 1948 wurde am Bahnhof zum Gedenken eine eiserne HACHIKO-Statue errichtet, die von den Japanern zutiefst verehrt wird. „Hachi“ bedeutet „acht“ und ist in Japan die Zahl für Unendlichkeit. Auf den Hund HACHI übertragen: die unendliche Treue zu seinem Menschen. Deswegen feierte ganz Japan am 8. August 2009 HACHIKO-Tag!

HACHIKOs zu Herzen gehende Geschichte, die man so schnell nicht mehr vergessen wird, wurde jetzt mit Richard Gere in der Hauptrolle verfilmt und startet am 3. Dezember 2009 in den deutschen Kinos. TASSO hat den Film in der Originalfassung gesehen und meint: HACHIKO zeigt auf subtile und poetische Weise, wie einzigartig die Beziehung eines Hundes zum Menschen sein kann. Wie sich ein Hund ganz schnell in unsere Herzen graben kann, dass seine Liebe ohne Wenn und Aber ist und ewig dauert. Unbedingt sehenswert! Taschentücher nicht vergessen.


Hachiko wurde am 10. November 1923 in Odate in der Präfektur Akita geboren. 1924 nahm ihn sein Besitzer, der Universitätsprofessor Hidesaburo Ueno, mit nach Tokio. Von da an holte der Hund jeden Tag sein Herrchen vom Bahnhof Shibuya ab.
Als der Professor im Mai 1925 starb, zog seine Witwe aus Tokio fort. Hachiko wurde zu in der Stadt lebenden Verwandten gegeben, riss jedoch von dort aus und kam weiterhin jeden Tag zu einer festen Zeit zum Bahnhof, um auf sein Herrchen zu warten. Schließlich übernahm Kikuzaburo Kobayashi, der frühere Gärtner von Professor Ueno, der in der Nähe des Bahnhofs wohnte, Hachikos Pflege.
Während Hachiko in den ersten Jahren auf dem Bahnhofsgelände eher als Störenfried betrachtet und nur stillschweigend geduldet wurde, richtete ihm 1928 ein neuer Bahnhofsvorsteher sogar eine kleine Ruhemöglichkeit ein. Im gleichen Jahr erkannte ein früherer Student von Professor Ueno, der eine Forschungsarbeit über Akita-Hunde durchführte, den Hund zufällig wieder. Als er herausfand, dass Hachiko einer von nur noch etwa dreißig reinrassigen Akita-Hunden war, begann er sich näher für Hachikos Geschichte zu interessieren und schrieb mehrere Artikel darüber. 1932 machte die Veröffentlichung eines dieser Artikel in einer Tokioter Zeitung Hachiko in ganz Japan bekannt, und er wurde schon zu Lebzeiten zum Inbegriff des treuen Hundes. Die Achtung vor Hachiko fand ihren Höhepunkt in der Errichtung einer Bronzestatue an der Westseite des Bahnhofs im Jahr 1934, deren Eröffnungszeremonie auch Hachiko beiwohnte.
Als Hachiko am 8. März 1935 an Filariose starb, wurde sein Tod landesweit von den Medien gemeldet. Seine Überreste befinden sich heute ausgestopft im National Science Museum im Tokioter Bezirk Ueno.


Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Hachiko-Statue aufgrund der herrschenden Eisenknappheit eingeschmolzen. Nach dem Krieg wurde Ando Takeshi, Sohn des mittlerweile verstorbenen Erschaffers der Originalstatue, mit der Anfertigung einer neuen Fassung beauftragt, die im August 1948 am früheren Platz aufgestellt wurde. Eine ähnliche Statue steht in der Präfektur Akita vor dem Bahnhof von Odate, Hachikos Geburtsort.
Heute ist die Tokioter Hachiko-Statue der wichtigste Treffpunkt für Verabredungen am Bahnhof Shibuya und einer der bekanntesten Treffpunkte von ganz Japan.
Der westliche Bahnhofsausgang, an dem Hachiko immer gewartet hatte, heißt offiziell Hachiko Exit. Er führt auf die Diagonalquere zwischen der Bahnhofsstraße und der Einkaufsstraße Center-gai, einen der bekanntesten Plätze der Welt.


Das war Hachiko


Das ist seine Statue
"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -

2

Donnerstag, 19. November 2009, 17:15

Hallo Pesetas Frauchen,
hab den Film zwar noch nicht gesehen- nur nen Ausschnitt, das reichte. Den Film darf ich mir garantiert nicht im Kino anschauen, da die da sonst Hochwasser melden und Schwimmringe verteilen müssen. Ich wart lieber, bis der auf DVD rauskommt, dann kann ich zu hause in Ruhe heulen;-) :cry:
gibt es ein größeres geschenk
als die liebe einer katze?
(charles dickens)

reina

Anfänger

Beiträge: 18

Wohnort: Bielefeld

3

Donnerstag, 19. November 2009, 21:28

HACHIKO

Hallo, Pesetas Frauchen,

ich stimme Dir zu was diesen tollen Film betrifft. Die Geschichte habe ich vor Jahren gelesen, als ich mich über die Rasse, Akita Inu, Sachkundig gemacht habe.
Leider habe ich die Befürchtung, dass durch den Film der Akita Inu zu sehr glorifiziert wird. Jeder will dann so einen Hund haben! Schnell merken sie, dass ihr Hund sich nicht so verhält und alles doch schwieriger ist als im Film. Im Endeffekt landen diese Hunde dann im Tierheim, weil die "neuen" Besitzer dieser Rasse völlig überfordert sind. Selbstverständlich trifft es nicht es nicht auf alle Hundebesitzer des Akita Inu zu.
Ich bin nur besorgt, dass diese tolle Rasse Schaden nimmt, Beispiele aus der Vergangenheit gibt es ja viele, wo Filmhunde einen Run auf eine bestimmte Rasse ausgelöst haben.

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