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Mince

Schüler

Beiträge: 113

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Erzieherin

1

Montag, 16. Februar 2009, 16:04

Vielleicht ist die Frage etwas komisch, aber könnten diese Katzen nicht
in Olderdissen unterkommen? Gibt es da nichtirgendwie eine Möglichkeit?
Das habe ich zumindest zu erst gedacht, als ich diesen Aufruf sah.

Oder wie kann man diesen Katzen sonst helfen?

Albert

Profi

Beiträge: 574

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Rentier

2

Montag, 16. Februar 2009, 21:35

Scheue Katzen nach Olderdissen

Hallo,

erste Frage: Kennst du dich im Heimattierpark ein wenig aus? Ich bin ja nun nicht der Dauerbesucher dort. Aber ich wüsste nicht, an welcher Stelle die Katzen dort willkommen wären.

Es handelt sich hier ja nicht gerade um die bravsten Samtpfoten. Ihnen wird es niemand verübeln, wenn sie zumindest versuchen das eine oder andere Jungtier (Vogel, Entenküken etc.) zu erwischen. Ich denke, dass geht dort nicht zusammen, auch wenn die Katzen nicht an die Westelbische Hausmaus rankommen. Insider erinnern sich noch, dass der erste Mäuserich dieser Spezie den Herztod erlitt und die verwitweten Damen sich zunächst nicht vermehren wollten.

Zoos und Tierparks, die katzenartige halten, sind auch nicht sehr auf die Nähe von Hauskatzen erpicht, da zumindest die theoretische Gefahr besteht, dass diese Katzenseuche einschleppen. In Olderdissen wären dann davon die Luchse und die Wildkatzen betroffen. usw. usw.

Für die mögliche Unterbringung sollte man auch nicht nur an Bauernhöfe denken. Ein guter, geschützter Platz in einem Garten mit Gartenhaus z.B. könnte Hort für zwei Katzen sein. Die dann dort aber regelmäßig versorgt werden müßten (auch bei Bedarf tierärztlich). Sollten die nächsten Nachbarn aber Sorgen um die Singvogelpopulation haben, ist der Streß vorhersehbar.
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

Mince

Schüler

Beiträge: 113

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Erzieherin

3

Dienstag, 17. Februar 2009, 14:50

Naja sogenau weiß ich natürlich nicht, wo Katzen im Tierpark
unterkommen könnten, aber ich und ein paar Freunde sind darauf
gekommen, dass es bestimmt passend und schön wäre, wenn solche Katzen
im Tierpark unter kommen könnten.

1. könnte man so vielleicht noch vieles über Katzen lernen (wie über all die anderen Tiere)

2. haben die Katzen so ein beswtimmt leibesvolles zu Hause und der Park
eine neue atraktin vielleicht kann man auch hier über Partenschaften
arbeiten oder so.

Also es soll ja keine Konkurenz zu euch werden, nur denke ich es kommen
doch immer mal verwilderte Katzen zu euch und wenn ihr wisst, wo diese
dann schnell unter gekommen könnten ist es doch bestimmt ein gutes
Gefühl.

Wie gesagt, es war nur eine Idee von mir und meinen Freunden, die
vielleicht blödsinn ist, weil nicht umsetzbar, aber wollte trotzdem mal
so ein Denkrichtung anstozen....

Albert

Profi

Beiträge: 574

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Rentier

4

Dienstag, 17. Februar 2009, 19:50

Info über den Altag im Tierpark Olderdissen - kopiert von der Städt.Seite bielefeld.de

Ein Interview mit dem Tierpfleger Abram Regier
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierparks

Herr Regier, seit wann arbeiten Sie im Heimat-Tierpark?
Seit 1991. Am 21. Mai 2001 bin ich seit zehn Jahren im Heimat-Tierpark Olderdissen tätig.

Welche Ausbildung haben Sie?
Ursprünglich komme ich aus der Landwirtschaft. Ich habe aber dann hier im Tierpark eine Prüfung im Bereich Tierpflege absolviert. In der täglichen Arbeit mit den Tieren lernt man jedoch am meisten.

Welche persönlichen Voraussetzungen braucht man als Tierpfleger?
Neben den Fachkenntnissen, sollte man die Natur und Tiere mögen. Und, man sollte gut zu Fuß sein, denn die weiten Wege im großen Tierparkgelände sind am Anfang ganz schön anstrengend. Man gewöhnt sich aber daran. Und das Gute daran ist, daß man nach Feierabend keinen Sport mehr machen muß, weil man ja schon so viel Bewegung hatte.

Wann beginnt der Tag im Heimat-Tierpark und wie sieht der Tagesablauf aus?
Um sieben Uhr beginnt unser Arbeitstag. Erst einmal bekommen die Tiere ihr Futter. Um neun Uhr ist dann für uns eine viertel Stunde Frühstück angesagt. Dann werden die Ställe, Gehege oder ähnliche Behausungen gereinigt oder auch repariert. Unsere Großputztage sind aber der Donnerstag und der Freitag. Um 16.00 Uhr endet unsere Arbeit. Meistens. Da ich neben dem Tierpark wohne, werde ich jedoch auch oft noch Abends oder am Wochenende von besorgten Bürgern angesprochen oder angerufen, weil zum Beispiel Tiere ausgebrochen sind. Dies ist meist jedoch nicht wirklich schlimm, weil die vermeintlich entflohenen Tiere, zum Beispiel die Murmeltiere, sowieso frei herumlaufen dürfen.


Graureiher

Welche Arbeiten erledigen Sie?
Also ich bin so ´ne Art Springer. Ich helfe überall da, wo Not am Mann ist. Meistens mache ich aber Reparatur- und Bauarbeiten.

Sie haben also zum Beispiel das Bärengehege gebaut?
Nein, nein das nicht. Ich lege zum Beispiel gerade einen Teich an. Oder ich pflastere mit Natursteinen.

Gibt es eine lustige Geschichte aus dem Heimat-Tierpark Olderdissen?
Ja. Früher, wenn ich das Becken vom Fischotter gereinigt habe, bin ich immer mit Taucherausrüstung ins Becken gestiegen, damit ich die Scheiben saubermachen konnte. Dann konnte ich mit dem Fischotter eine Runde „schwimmen”. Der Fischotter ist nämlich ziemlich zutraulich. Aber einmal hat er mir doch tatsächlich ins Bein gekniffen. Heute fahre ich mit einem Gummiboot im Becken herum... Und dann gab es da vor einigen Jahren eine Krähe, Namens Jakob. Die habe ich vom Fenster aus gefüttert. Die war ganz zahm. Später war es dann sogar so, daß Jakob sich bei mir auf die Schulter setzte, wenn ich aus dem Haus kam.

Haben Sie Lieblingstiere im Heimat-Tierpark?
Nein. Ich mag eigentlich alle Tiere gleich gern. Ich bin ja auch jeden Tag mit anderen Tieren zusammen.

Erkennen die Tiere Sie? Und sind manche Tiere besonders zutraulich?
Naja, wenn man mit dem Futtereimer zu den Wölfen kommt, dann wissen die schon, daß man Futter bringt. Egal wer das nun ist. Auch die Fischotter kennen einen schon recht gut.


Pfau

Ist die Arbeit gefährlich? Haben Sie nicht manchmal Angst, z.B. zu den Wölfen zu gehen?
Nein. Angst habe ich keine. Wildschweine, zum Beispiel, sind nur richtig gefährlich wenn sie Frischlinge, also kleine Ferkel, haben. Dann gehen wir nicht ins Gehege. Wisente sind die gefährlichsten Tiere. Da geht keiner rein, denn die Wisente würden hinter einem herlaufen und einen im schlimmsten Fall auch umbringen. Mit denen darf man nicht spaßen.

Die Besucher denken immer die Wölfe oder der Luchs wären besonders gefährlich. Aber nein, Wölfe und Luchse tun nichts. Außer wenn sie nicht satt sind. Also wenn die ein paar Tage kein Futter kriegen würden, dann würde ich das Gehege auch nicht betreten.

Woraus und wie wird das Tierfutter zubereitet?
Hier im Heimat-Tierpark Olderdissen gibt es eine sogenannte Tierfutterküche. Allerdings gekocht wird da seltener. Eigentlich nur, wenn wir Lämmer versorgen müssen und hier die Milch fürs Fläschchen kochen. Ansonsten werden hier die verschiedenen Futtersorten zubereitet. Die Greifvögel und die Raubtiere bekommen z.B. Rindfleisch. Dann stehen täglich noch Fisch, Gemüse, Getreide, Obst und gekochte Eier auf dem Speiseplan.

Gibt es etwas, was Sie den Besuchern des Heimat-Tierparks Olderdissen gerne einmal sagen möchten?
Die Besucher sind eigentlich immer ganz nett. Nur manchmal kommen vermeintliche „Besucher”, die dann Einrichtungen zerstören oder Schilder, als Souvenir, klauen. Das finde ich nicht gut. Und seitdem wir im Tierpark Sammelbehälter für mitgebrachtes Tierfutter aufgestellt haben, kommt es nur noch selten vor, daß Tiere wegen falschem oder schlechtem Futter von Besuchern krank werden. Jetzt verfüttern die Besucher lieber unser extra angemischtes Futter aus dem Automaten. Das bekommt und schmeckt den Tieren auch besser.

Insgesamt gesehen haben wir alle die Besucher gern, die sich für die Tiere interessieren. Kinder sind immer besonders neugierig und wir haben auch ältere Besucher, die jeden Tag kommen. Wenn die dann mal einen Tag nicht da sind, machen wir uns Sorgen, ob sie vielleicht krank sind.
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

5

Montag, 21. September 2009, 16:49

Gebt auch scheuen Katzen die Chance auf Menschen, die sie lieben

Zum Thema scheue Katzen: mit Geduld und Liebe kann aus einer scheuen Katze auch eine Schmusebacke werden, davon bin ich überzeugt. Ein Beispiel kann unter "Nathan heißt jetzt Lucky" nachgelesen werden. Natürlich weiß ich, dass es nicht immer so schnell gehen wird, aber ich hatte auch tolle "Hilfe" von meinem Kater Sony, der eine Schmusebacke ist. Ich weiß nicht, was die beiden sich nachts zugemaunzt haben, erzählt haben sie sich jedenfalls viel..Vielleicht ging es ja auch um die Menschen, die hier leben und die Katzen lieben....

Liebe Grüße

Sony, Lucky und ihre Mama
gibt es ein größeres geschenk
als die liebe einer katze?
(charles dickens)