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Sascha

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Dienstag, 14. Oktober 2008, 08:07

Operiertes Kaninchen hilflos im Karton

Operiertes Kaninchen hilflos im Karton

Ausgesetztes Tier ist ein Thema bei der Jahresversammlung des Tierschutzvereins Bielefeld

Von Kerstin Panhorst
(Text und Fotos)
Sennestadt (WB). Ein in einem Umzugskarton an der Ecke Brockhagener Straße / Herner Straße ausgesetztes Zwergkaninchen hat für Wirbel gesorgt. Dem Tier war erst in den vergangenen Tagen der linke Hinterlauf amputiert worden. Der Fund war ein Thema bei der Jahresversammlung des Bielefelder Tierschutzvereins.

Das kaum drei Monate alte, nur 250 Gramm schwere Kaninchen war am Sonntagmorgen von Passanten entdeckt worden. Die Brackweder Polizei brachte es ins Tierheim Bielefeld. Wer das Tier erkennt oder es ärztlich behandelt hat, möge sich zur Klärung der Besitzerfrage und der Krankengeschichte im Tierheim unter der Telefonnummer 05205 / 9 84 30 melden oder eine Email schicken an info@tierheim-bielefeld.de. Leiterin Barbara Snelting sagt zum traurigen Vorfall: »Es ist völlig unverständlich, dass jemand zuerst ungefähr 90 Euro für die Operation an seinem Tier ausgibt, um es dann im Karton an die Straße zu stellen. Sonst werden Tiere ausgesetzt, um die Arztkosten zu sparen.«
Unterdessen will sich der Tierschutzverein mit einem neuen Logo belohnen. Wie dies genau aussehen wird, konnte trotz langer Diskussion bei der Jahreshauptversammlung nicht entschieden werden. 36 Mitglieder waren ins Tierheim gekommen, um sich über die Tätigkeiten des Vereins zu informieren und einen Blick in den weiter fortschreitenden Bau des bereits teilverklinkerten neuen Katzenhauses zu werfen.
49 neue Mitglieder warb der Tierschutzverein im vergangenen Jahr an - insgesamt 3786 Tierfreunde engagierten sich für die Belange der Fauna. 2092 Tiere wurden im Jahr 2008 betreut. Finanziell könnte es wie immer besser aussehen - kein Wunder bei laufenden Kosten von jährlich 750 000 Euro, zu denen ein Betrag von bisher rund 57 000 Euro für das Katzenhaus hinzukam.
Allerdings konnten durch die interne Einrichtung einer Praxis und der Anstellung von Dr. Mirko Quest die Tierarztkosten um 46 814 Euro verringert werden. »Das war die beste Entscheidung, die wir seit langem getroffen haben und hat sich dank der guten Zusammenarbeit nicht nur finanziell ausgezahlt«, sagte die zweite Vorsitzende Monika Frankemann.
Dieses Geld sei aber nun keineswegs über, allein für Katzenkastrationen habe man im vergangenen Jahr 44 000 Euro aufwenden müssen. Neben dem Bericht des Vorjahres stand auch eine Neuwahl auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung. Das bisherige Vorstandsmitglied Peter Bussemas gab aus persönlichen Gründen vorzeitig seinen Posten auf. In der Wahl seines Nachfolgers setzte sich Jutta Goldbecker mit knapper Mehrheit im zweiten Wahlgang gegen Sascha Grumbach durch.
Jutta Goldbecker ist seit 1995 im Tierheim tätig. Seit drei Jahren übernimmt die Speditionskauffrau regelmäßig die Nachtbereitschaft. »Mich interessieren alle Tiere, egal ob Hunde, Katzen, Vögel oder Kleintiere, ich möchte das es allen gut geht und keines zu kurz kommt«, sagte Jutta Goldbecker und sprach damit auch den anderen Mitgliedern des Tierschutzvereins aus der Seele.


Artikel vom 14.10.2008
... man sieht nur mit dem Herzen gut, das wesentliche bleibt für das Auge unsichtbar ... :)
aus "der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry

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