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Tammy

Profi

Beiträge: 543

Wohnort: NRW

1

Mittwoch, 16. April 2008, 21:02

Hund bekommt Schnauze nicht auf - wer weiß Rat?

Diese Mail kam soeben durch den Verteiler. Ich dachte mir,ich stelle sie auch hier mal ein. Ich selber habe noch nie von so einer 'Krankheit' gehört. Vielleicht weiß hier jemand etwas darüber? Wer helfen kann,BITTE an die angegebene Addi am Ende der Mail wenden.


Hallo Tierfreunde,

ich suche dringend jemanden der folgendes Krankheitsbild kennt und
einen Rat hat bzw. helfen kann.
In unserem Partnertierheim DG sitzt ein 1 jähriger wunderschöner und
überaus lieber Rüde.
Wir sind mit Lerckerli bewaffnet durchs TH DG gelaufen als er uns
auffiel.
Wir gaben ihm eine Kaustange zwischen den Gittern hindurch, doch statt
sie ins Maul zu nehmen, zwickte und knappte er nur dran rum. Sichtlich
interessiert an der Kaustange gab er nicht auf und versuchte immer und
immer wieder die Kaustange ins Maul zu nehmen, doch ohne es zu öffnen. Als sie uns runter fiel, schabte er mit den Pfoten auf der Kaustange rum, versuchte erneut sie ins Maul zu nehmen, doch das Maul blieb zu.
Wir wunderten uns sehr... plötzlich fiel mir seine total eingesaute
Schnauze auf. Jeder andere Hund hätte sich die Schnauze sauber geleckt, doch er hatte überall Reste vom aufgeweichten Futter hängen.
Wir holten einen Pfleger, der nach ihm schaute. Da der Rüde sehr
quirlig war, bekam der Pfleger sein Maul nicht richtig zu fassen. Seine erste Idee war, dass er etwas besseres im Maul hielt und es einfach nicht fallen lassen wollte. Selber von der Idee nicht besonders überzeugt, holte der Pfleger ein Stück Wurst und bat es dem Hund an.
Auch hier wieder das gleiche Spiel. Der Hund wollte um jeden Preis die
Wurst haben, doch das Maul blieb geschlossen. Er drückte die Wurst mit der Nase und den Pfoten klein und saugte sie wie ein Staubsauger durch die Zähne durch!
Der Tierheimleiter wurde sofort dazu geholt, dieser rief den Tierarzt
an.
Der Hund wäre ihm bereits bekannt, jedoch hat er absolut keine Idee,
was das sein könnte. Er hat im Internet nachgeschaut und es soll irgendwas genetisches sein (?!?!?!). So wie ich es verstanden habe, hängt es mit den Knochen zusammen. Die Pfoten des Rüden sind leich deformiert bzw. recht groß. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.
Kennt sich jemand mit einem solchen Krankheitsbild aus? Der Rüde wird
nur mit Brei gefüttert, ist total dünn (klar) und laut Tierarzt wird er
ohne Hilfe früher oder später sterben!
Wir brauchen dringend Hilfe. Wichtig ist, das der Hund erst mal
behandelt wird. Des Weiteren suchen wir eine Orga, die ihn übernehmen kann! Eine Behandlung in Deutschland auf einer Pflegestelle ist sicherlich besser als in einem überfüllten polnischen Tierheim. Was für Kosten auf die Übernehmer zukommen, können wir nicht sagen, würden aber sicherlich einen Spendenaufruf machen und mithelfen. Wichtig ist uns:

Der Rüde muss überleben!!!

Wer einen Rat weis und helfen kann wendet sich bitte an mich:

Joanna Schipula
Tel: 06146-904871
Besser erreichbar per Mail: joie.athome@web.de


Ich bin die Schnellste :

Während andere noch stolpern - liege ich schon auf der Fresse .

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Wohnort: Herford

Beruf: Azubi

2

Donnerstag, 17. April 2008, 21:38

Der ist ja wirklich sehr hübsch!

Hat der Tierarzt den Kiefer des Hundes schon geröngt? Das würde ich als allererstes machen. Beim Menschen gibt es ja eine Krankheit, die Muskeln zu Knochen werden lässt. Vielleicht gibt es etwas ähnliches auch bei Hunden, so dass die Schnauze des Rüden einfach zugewachsen ist.
Oder aber die Bänder/Muskeln sind zu kurz. Das ließe sich doch sicherlich operativ behandeln.

Das sind so die Möglichkeiten, die mir spontan zu den Symptomen einfallen.

Sollte er inoperabel sein, sehe ich schwarz für die Zukunft dieses Hundes, denn er müsste ein Leben lang über einen Schlauch ernährt werden, man müsste ihm professionell die Schnauze säubern (innen und außen, schließlich fehlt ihm der natürliche Abrieb an den Zähnen, was da zu Krankheiten führen kann, er kann seine Nase nicht feucht halten etc. pp.).

Wie gesagt: Ganz wichtig ist es, erstmal in den Kiefer des Hundes hineinzusehen! Anhand der Röntgenbilder kann man dann ggf. alles weitere planen...

Claudia

Moderatorin

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Beruf: Industriekauffrau

3

Freitag, 18. April 2008, 09:35

Zitat

Original von Madman-Maniac
Sollte er inoperabel sein, sehe ich schwarz für die Zukunft dieses Hundes, denn er müsste ein Leben lang über einen Schlauch ernährt werden, man müsste ihm professionell die Schnauze säubern (innen und außen, schließlich fehlt ihm der natürliche Abrieb an den Zähnen, was da zu Krankheiten führen kann, er kann seine Nase nicht feucht halten etc. pp.).

Ich denke, ein Leben, in dem er sein Maul nicht öffen kann, ist für einen Hund nicht wirklich ein Leben. Fressen und "Maulversorgung" ist ja nicht alles. Was ist mit Hecheln? Kann er nicht! Was ist, wenn er sich übergeben muss? Er erstickt an seinem eigenen Erbrochenem...

Aber ich würde auch röntgen sagen, vielleicht ist auch ein Tumor die Ursache? Wer weiß, ich wünsche diesem armen Vieh jedenfalls alles erdenklich gute und das er nicht mehr lange leiden muss - sei es durch Heilung oder durch Erlösung...meine Meinung... :cry:
Liebe Grüße,
Claudia mit dem schwarzen Monster Fritz

und mit Roddy für immer im Herzen.

Tammy

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Beiträge: 543

Wohnort: NRW

4

Sonntag, 20. April 2008, 11:46

Ich kann da leider nichts zu sagen,die Mail kam durch den Verteiler. Wenn ich es richtig rauslese,ist der Hund auch in einem ausländischen Tierheim. Somit kann man davon ausgehen,das die vor Ort keine Möglichkeiten haben,den Hund zu röntgen. Ich vermute aber sie werden alles tun um ihn schnell nach Deutschland zu kriegen damit dem armen Kerl geholfen werden kann. Meine Meinung ist auch,sollte es keine andere Möglichkeit geben,den Hund zu erlösen.
@Madman-Maniac: Ich habe Deinen Tipp mit dem röntgen mal an die angegebene Addi weiter geleitet.
Sobald ich irgendwas mitbekomme,wie es mit dem armen Kerl weiter geht,werde ich es Euch wissen lassen.
Ich bin die Schnellste :

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tammy« (20. April 2008, 11:51)


Celina

Fortgeschrittener

Beiträge: 231

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Tierpflegerin in Ausbildung

5

Sonntag, 20. April 2008, 13:01

Hey.
Das ist ja wirklich ein hübscher Kerl.
Hoffe das es bald eine lösung gibt ohne leiden..

Gruß Angel& Celina
[u][/u]

Tammy

Profi

Beiträge: 543

Wohnort: NRW

6

Dienstag, 22. April 2008, 18:25

Betreff: Update: DRINGEND Tierärztlicher Rat gesucht (Leben oder Tod)

Ich möchte mich für die vielen Antworten bei euch bedanken.
Die verschiedenen Krankheitsbilder wurden an den Tierarzt in Polen
weitergeleitet, dieser hat Morbus Paget festgestellt
(http://de.wikipedia.org/wiki/Osteodystrophia_deformans) das auch bei
Hunden
vorkommen kann. Der Tierarzt möchte den Rüden bereits am Samstag /
Sonntag
operieren, hat bereits alle nötigen Op-Werkzeuge bestellt.

Wir haben zwei Pflegestellenangebote die noch besprochen werden müssen,
da
vieles unklar ist. Problem derzeit ist, dass wir nicht wissen ob es gut
ist
ihn in Polen operieren zu lassen oder er nach Deutschland geholt werden
sollte. Der Tierarzt vor Ort versteht seinen Beruf, keine Frage, doch
eine
solche Op hatte er bisher nie. Uns bleiben nun 3 Tage um nach Kliniken
in D.
zu suchen, die eine solche Op können bzw. uns sagen könnten wie viele
Kosten
dabei entstehen. Wenn wir eine PS-Zusage haben und eine Klinik, dann
könnten
wir die Op in Polen absagen. In diesem Fall ist klar, dass die Kosten
die
größten Probleme sein werden.

Entschuldigt, dass ich nicht auf alle Mails geantwortet habe, die
Planung
raubt einem alle Zeit…

Weitere Infos folgen.
Danke!

Joanna
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