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Liane76

Anfänger

Beiträge: 4

Wohnort: Bielefeld

1

Donnerstag, 14. Februar 2008, 17:25

Verletzte Stockente & allg. Frage zu verletzten Wildtieren

Hallo,

ich hab mich jetzt hier mal neu angemeldet, weil ich Rat brauche. Vielleicht ist ja jemand da, der mir weiterhelfen kann.

Ich habe vorhin auf dem Heimweg eine (wie ich glaube) verletzte Stockente gesehen. Zunächst fiel sie mir nur auf, weil sie alleine am Rand des Meierteichs saß. Im Vorübergehen sah ich dann, daß ihr Gefieder um das eine Auge herum braun verfärbt war (es war ein Männchen, und das Braun hob sich gegen das schillernde Grün des Kopfes sichtbar ab). Außerdem fiel mir auf, daß sie einen Fuß wegstreckte. Gut, dachte ich, kann alles noch im Bereich des Normalen sein (ich neige gerne mal zu Überreaktionen und hab mir also gut zugeredet), vielleicht macht sie es sich bloß bequem. Ich ging also weiter, drehte mich aber immer wieder nach der Ente um. Als ich schon ein gutes Stück weiter war, sah ich, wie sie sich aufs Wasser zubewegte. Sie humpelte und versuchte, sich mit dem Flügel abzustützen - oder vielleicht war sie auch am Flügel verletzt, ich konnte es nicht genau erkennen. Ihre Bewegungen waren jedenfalls langsam und der Flügel stand vom Körper ab.

Ja, und jetzt schreibe ich hier, weil ich mit solchen Situationen immer ziemlich überfodert bin. Ich fühle mich dann sofort verantwortlich für das Tier und denke, ich muß der Ente helfen, denn wenn ich ihr nicht helfe, hilft ihr keiner. Gleichzeitig fühle ich mich so hilflos und unfähig und habe keine Ahnung, wie ich es anstellen soll. Also sitze ich zu Hause und es geht mir schlecht, weil ich nichts tue. Am liebsten wäre es mir dann, ich könnte jemanden anrufen, der sich auskennt und der sich des Tiers annehmen kann. Ich selber habe keine Ahnung von Enten und nicht mal ein Auto.

Das Schlimmste ist eigentlich die Vorstellung, daß die Ente vielleicht leiden muß und Schmerzen hat, obwohl ihr vielleicht ganz einfach geholfen werden könnte.

Wie geht Ihr denn mit solchen Situationen um? Und gibt es hier in Bielefeld jemanden, den man in solchen Fällen anrufen kann, oder wo man Tiere vorbeibringen kann?

Albert

Profi

Beiträge: 574

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Rentier

2

Donnerstag, 14. Februar 2008, 19:31

RE: Verletzte Stockente & allg. Frage zu verletzten Wildtieren

Wildhilfe Ravensberg = Verletzte Wildtiere in Bielefeld.

Erst einmal kann ich dass, was du geschrieben hast gut nachvollziehen. So eine Situation erfordert sicher ein Handeln. Der Tierpark Olderdissen wird sehr häufig mit derartigen Dingen konfrontiert, ist aber auch kaum in der Lage immer richtig zu helfen. Sicher kann man es versuchen, dort eine verletzt Ente abzugeben.
Die nächste Adresse ist dann in aller Regel das Tierheim.

Seit einigen Jahren gibt es in Bielefeld einen Verein, der sich die Hilfe für diese Spezies ganz besonders zu eigen macht:

Wildhilfe Ravensberg e.V.
Quellenhofweg 100
33617 Bielefeld-Bethel

Büro: 05 21/9 88 97 50
Wildwarte Quellenhof: 05 21/1 44 28 50
Mobil: 01 73/8 67 33 34

E-Mail: info@wildhilfe-ravensberg.de
Web: www.wildhilfe-ravensberg.de

Vereinsregister No. VR 3781
Rose-Marie Halbrock
(1. Vorsitzende)

Und ich denke, dass dann gemäß deren Satzung die richtige Stelle für diesen Fall ist.

Bitte wende dich zunächst dorthin.

Viele Grüße
Albert
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

Liane76

Anfänger

Beiträge: 4

Wohnort: Bielefeld

3

Freitag, 15. Februar 2008, 14:16

Hallo Albert,

danke für Deine Antwort. Ich versuche mal in Kurzfassung zu berichten, wie es heute morgen weiterging.

Die Ente war heute morgen wieder auf dem Wasser. Ich hab dann gleich bei der Wildhilfe angerufen und mir von dem Herrn dort sagen lassen, was zu tun ist: Wenn möglich einfangen und zum Tierarzt, dann könnten die Leute von der Wildhilfe die Ente beim Tierarzt abholen. Ein Einfangversuch mithilfe der Feuerwehr ist gescheitert, mit Futter locken half auch nichts. Schließlich hat sich die Ente auf die Insel zurückgezogen und dort geputzt. Sie sieht immer noch ziemlich lädiert aus, liegt schief auf dem Wasser, kann ihre Beine offenbar nicht bewegen und bewegt sich auch an Land nur durch Flügelschlagen fort.

Tja, und nun? Der Herr von der Wildhilfe sagte, so lange sie sich noch putzt, kann es ihr nicht so schlecht gehen. Und daß Brüche etc. auch von alleine wieder verheilen können, gerade wenn sie im Wasser ist und die verletzten Körperteile nicht belastet. Trotzdem wäre es natürlich gut, sie mal zu untersuchen.

Echt frustrierend. :cry:

Zumal ich ja auch keine Ahnung habe, wie lange der Zustand schon besteht. Ich habe sie gestern nachmittag entdeckt, aber ich komme da auch nicht täglich vorbei (zuletzt etwa vor einer Woche).

Albert

Profi

Beiträge: 574

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Rentier

4

Freitag, 15. Februar 2008, 22:21

Verletzte Ente

Sicher nicht einfach, da eine große Aktion los zu treten. Wenn mein Wochenende nicht schon total blockiert wäre, würde ich ja sagen, wir treffen uns dort mit einem Fangnetz und regeln das.

Aber da müsste vermutlich auch die Feuerwehr mit einem Schlauchboot noch dazu kommen, damit man auch vom Wasser agieren könnte.

Ich würde vorschlagen, dem Rat des Mannes von der Wildwarte zunächst zu folgen und etwas auf die Selbstheilungskräfte des Tieres zu setzen.

Die Fangaktion ob erfolgreich oder nicht würde auf jeden Fall viel zusätzlichen Stress für das Tier bedeuten.

Gut wäre es auch, wenn du das Tier regelmäßig alle paar Tage einmal beobachten könntest und das ganz im Auge behältst.
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

Liane76

Anfänger

Beiträge: 4

Wohnort: Bielefeld

5

Montag, 18. Februar 2008, 19:25

Ich wollte nur berichten, daß es nichts Neues gibt. Ich war heute zum ersten Mal seit Freitag wieder am Meierteich, konnte den Erpel aber nicht entdecken - weder auf dem Wasser bzw. auf dem Eis noch auf der Insel. Ich hab den Teich einmal umrundet und nur gesunde wunderschöne Tiere gesehen. Daß er sich so schnell erholt haben soll, kann ich mir kaum vorstellen. Naja, ich werde das weiter im Auge behalten.

Die Gedanken was den Streß angeht hatte ich auch schon... und ob das wohl so sinnvoll wäre, bzw. ob man ihm damit einen Gefallen täte.

sunny

Anfänger

Beiträge: 2

Wohnort: bielefeld

6

Montag, 25. Februar 2008, 19:34

Es ist schon verwunderlich ,wieviele Ausreden es gibt wenn es darum geht etwas zu tun ,was eigentlich wichtig wäre ,nämlich dem armen Tier zu helfen.Wofür gibt es die Wildwarte den Tierschutz und so weiter?Wenn alle nur abwarten wofür braucht man solche Institutionen ???

Albert

Profi

Beiträge: 574

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Rentier

7

Dienstag, 26. Februar 2008, 22:16

Alle tun zu wenig ...

Zitat

Original von sunny
Es ist schon verwunderlich ,wieviele Ausreden es gibt wenn es darum geht etwas zu tun ,was eigentlich wichtig wäre ,nämlich dem armen Tier zu helfen.Wofür gibt es die Wildwarte den Tierschutz und so weiter?Wenn alle nur abwarten wofür braucht man solche Institutionen ???



Ja Sunny, du hast wohl recht.

Was tust du denn in so einem Fall? Sicher nicht nur nach anderen
rufen - oder?

Gruß
Albert
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

Beiträge: 523

Wohnort: na, hier!

Beruf: Altenpflegerin

8

Donnerstag, 28. Februar 2008, 20:08

RE: Alle tun zu wenig ...

Zitat

Original von Albert

Was tust du denn in so einem Fall? Sicher nicht nur nach anderen
rufen - oder?

Gruß
Albert


Gut gesprochen.
"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -

Liane76

Anfänger

Beiträge: 4

Wohnort: Bielefeld

9

Donnerstag, 28. Februar 2008, 21:28

Hallo,

ich wollte nur bescheid sagen, daß ich den Erpel nicht mehr wiedergesehen habe. Ich gehe alle paar Tage am Meierteich vorbei und drum herum, aber von ihm ist keine Spur zu sehen. Hoffentlich hat er sich wieder erholt und ist gesund geworden.

Nochmal danke für die schnelle Hilfe und die Tips, die ich hier bekommen habe! Die wichtigen Telefonnummern hab ich nun im Portemonnaie immer dabei.