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Beruf: Altenpflegerin

1

Dienstag, 21. August 2007, 10:15

Lebende Hunde als Haiköder

Tierschützer protestieren gegen Praktiken auf Reunion

Fondation 30 Millions d'Amis


Die kleine französische Überseeinsel Reunion im Indischen Ozean, die sonst als Urlaubsdestination bekannt ist, ist wegen Tierquälerei in den Gazetten der Weltpresse gelandet: In der Online-Ausgabe des National Geographic www.nationalgeographic.com berichten französische Tierschützer darüber, dass auf der Insel lebende und auch tote Hunde als Köder für Haie verwendet werden.

Eines der großen Probleme Reunions ist die Vielzahl an streunenden Hunden und Katzen. Nach Angaben von Reha Hutin, Präsidentin der
Tierschutzorganisation Fondation 30 Millions d'Amis www.30millionsdamis.fr gibt es auf der Insel mehr als 150.000
Hunde, die herrenlos sind. Hutin hat eine Filmcrew auf die Insel
geschickt, um zu beweisen, dass die Praktiken der Fischer tatsächlich
Anlass zur Besorgnis geben. Tatsächlich dauerte es nicht lange, ehe die
Filmcrew drei verschiedene Fälle von Tierquälerei auf Zelluloid
festhalten konnte. Die Bilder sprechen für sich. Hunde werden mit Haken auf Pfote und Schnauze lebend im Ozean versenkt. "Von diesem Zeitpunkt an, wurde die Geschichte ernst genommen", berichtet Hutin.

Als Beweis wurde ein Hund in dessen Schnauze ein riesiger Fischhaken
befestigt war, in einer Veterinärklinik der Societe Protectrice des
Animaux SPA www.spa.asso.fr in der Inselhauptstadt St.-Denis
abgebildet. Das Tier hatte Glück im Unglück und konnte seinen Peinigern
entkommen. Was die Fischer nicht wussten, war, dass das Tier keineswegs herrenlos war. In der Klinik konnte dem Hund der Haken operativ entfernt und das Tier seinem Eigentümer zurückgegeben werden. Allerdings brachte die filmische Dokumentation den Stein ins Rollen: Nun sammelt die Fondation 30 Millions d'Amis Geld, um ein Sterilisations-Programm für streunende Haustiere durchzuführen. Solche Programme gibt es auch in anderen Ländern.

Erst im vergangenen Monat konnte auf Reunion ein Verbot lebende Hunde oder Katzen als Fischköder zu verwenden durchgesetzt werden. Die französische Botschaft in Washington DC hat zudem ein offizielles
Statement ausgeschickt, in dem zu lesen war, dass derartige Praktiken
nur selten durchgeführt wurden, sie aber weiterhin auf französischen
Boden verboten und nicht geduldet werden. Anfang Oktober wurde auf der Insel ein 51-jähriger Lieferant, der einen lebenden Hund als Fischköder verwendete, zu einer Strafe von 5.000 Euro verurteilt. Der
Amateur-Fischer bestritt die Anklage. Allerdings sei der Fall des
Lieferanten bei weitem kein Einzelfall, meint Fabienne Jouve von der
Tierschutzvereinigung GRAAL. "Fast jede Woche wurde ein mit Haken verstümmelter Hund am Strand gefunden. Von den Katzenkadavern, die zum Teil von Haien gefressen wurden, ganz zu schweigen", erklärt Jouve. Die Tiere würden einen Tag bevor sie als Köder verwendet werden, mit den Haken versehen, damit sie genügend bluten. Die Tierschützerin bezeichnet diese Praktiken als "barbarisch". Es gebe keine Rechtfertigung so etwas im 21. Jahrhundert zu dulden. Die Sea Shepherd Society www.seashepherd.org in Friday Harbor im US-Bundesstaat Washington hat jeden Polizeibeamten eine Belohnung von 1.000-Dollar geboten, der einen Täter arretiert.

Die 2.500 Quadratkilometer große Insel Reunion vor der Ostküste von
Madagaskar ist ein Übersee-Department Frankreichs und damit Teil der EU und Euro-Zone. Die Insel ist wegen ihrer landschaftlichen Schönheit als Wandergebiet weltberühmt. Knapp 500.000 Touristen besuchen die Insel jährlich.

Wolfgang Weitlaner
"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -

APB

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2

Dienstag, 21. August 2007, 12:41

Also die aktion mit den Hunden als Köder ist jawohl das Letzte!!!!
:motz: :motz:

PS: Leider sind die Links die du reingestellt hast auf Französisch könnte jemand vll. links zum Thema auf Deutsch reinschreiben oder mir schicken. Danke

fiffchen

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3

Dienstag, 21. August 2007, 13:54

Ja das ist echt widerlich... War ja auf dem Video auch zu sehen. X(
Einfach nur traurig...

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Beruf: kaufm. Angestellte

4

Donnerstag, 23. August 2007, 05:33

Der Mensch ist und bleibt DIE BESTIE hier auf Erden... Es ist immer wieder unglaublich, auf welche Ideen Menschen kommen. :cry:

Hätte ich etwas zu sagen: Auge um Auge, Zahn um Zahn... Mit diesen "Menschen" müsste man genauso umgehen.

Ich weiß, das klingt krass; aber so denke ich halt X( X(.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Karin mit Marouk« (23. August 2007, 05:34)


reina

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5

Donnerstag, 23. August 2007, 11:18

Karin, ich kann mich Deinen Worten nur anschließen. Es ist empörend! X( X( :motz: :motz: :motz:

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6

Donnerstag, 23. August 2007, 17:23

Photo von einem lebenden "Köder"




So, hab endlich das Bild gefunden!

Das arme Tier konnte seinen Peinigern entkommen, der Haken wurde operativ entfernt.
"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Pesetas Frauchen« (23. August 2007, 17:25)


APB

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7

Donnerstag, 23. August 2007, 17:33

Oh mein Gott!
Das sieht ja schrecklich aus ;(!
Bitte haltet diese Tierquelerei auf :cry: :cry:
Das ist ja schrecklich