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Beiträge: 158

Wohnort: Lambsheim/Rheinland-Pfalz

Beruf: kaufm. Angestellte

1

Montag, 6. August 2007, 05:46

Für Enno...

... den alten Schäferhund, der 13 lange Jahre ein trostloses Dasein fristete und wohl in seinem letzten Jahr im Tierheim die "schönste" Zeit in seinem Leben hatte.

Dank zweier alter Damen, die ihn jeden Tag betreuten und ihm all die Liebe und auch die Leckerchen zukommen ließen, auf die er so lange hatte verzichten müssen.

Ruhe sanft, Enno... und alles Gute auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke...möge es dir dort endlich besser ergehen.

Ich werde dich nicht vergessen - dein Anblick hat sich in mein Herz gebrannt.

fiffchen

Fortgeschrittener

Beiträge: 357

Wohnort: NRW

Beruf: Vollzeitmami

2

Montag, 6. August 2007, 11:52

Och mensch... Enno ist doch der Schäferhund, der Hodenkrebs hat, oder?
So ein lieber Zeitgenosse war er.

Sascha

Admin

Beiträge: 599

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Angestellter

3

Freitag, 5. Oktober 2007, 13:16

ENNO oder „ Das kurze Glück

ENNO oder „ Das kurze Glück

Es war zu Beginn des Jahres 2006 als Frau Frigge auf das erbärmliche Leben des Schäferhundrüden Ennos bei einem Autohändler aufmerksam wurde und es zu beobachten begann. Da gab es einen Zwinger, der mehr einem Bretterverschlag glich, es gab wenig Futter und nicht immer Wasser.
Spaziergänge hatte Enno wohl nie kennen gelernt und anstelle von Streicheleinheiten gab es oftmals Prügel.

Das Schicksal von Enno ließ Frau Frigge nicht mehr los und im April des gleichen Jahres war es ihr schließlich gelungen, dem Eigentümer den Hund „abzuschwatzen" und sofort kam sie mit dem mageren, struppigen Vierbeiner zu uns und bat um Aufnahme in unserem Tierheim. Natürlich sagten wir sofort zu und alsbald konnte man zuschauen, wie Enno sich erholte und regelrecht aufblühte.

Frau Frigge kam so oft es ging, um Enno auszuführen und auch unsere Frau Beck, die sich schon immer der alten und kranken Tiere angenommen hatte, schloss den Hund sofort in ihr Herz und beschloss mitzuhelfen und ihn für sein trauriges Leben zu entschädigen. Später schloss sich noch eine dritte Hundefreundin an und so gelang es, jeden Tag einen schönen Spaziergang für Enno zu organisieren.

Oft sah man auch alle drei Damen mit dem Hund auf der Bank sitzen und Streicheleinheiten oder besondere Leckereien austeilen. Es versteht sich von selbst, dass Enno diese besondere Zuwendung mit seiner ganzen Hundeseele genoss und so hätte es noch ewig weitergehen können.

Doch die Zeit blieb nicht stehen und Ennos Gesundheit machte langsam immer mehr Probleme. Zusätzlich zu den Herzmedikamenten brauchte Enno schon bald Schmerzmittel um die fortgeschrittene Arthrose zu lindern. Die Spaziergänge wurden kürzer, die Schmusestunden auf der Bank länger.

Im Juni stellten wir fest, dass Ennos Nieren nicht mehr richtig arbeiteten, das Laufen wurde immer beschwerlicher, die Atmung schwerer. Ennos schöne Zeit im Tierheim sollte nun auf keinen Fall zu einer Leidenszeit werden und so erlösten wir den alten Hund am 13. Juli von all dem, was sein Leben erschwerte.

Friedlich schlief er im Arm seiner Frau Frigge ein. Vielleicht träumte er dabei von den vielen lek-keren Leberwurstbroten, seinem geliebten Stöckchen oder von seinen drei treuen Patentanten ...
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... man sieht nur mit dem Herzen gut, das wesentliche bleibt für das Auge unsichtbar ... :)
aus "der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry

Tammy

Profi

Beiträge: 543

Wohnort: NRW

4

Freitag, 5. Oktober 2007, 21:20

:cry: Wenigstens durfte er noch eine kurze Zeit seines Lebens erfahren,das es auch gute Menschen gibt. :cry: Gute Reise,Enno. :cry: :cry: :cry:
Sein ehemaliger Besitzer dürfte nie wieder einen Hund haben. X( X( X(
Ich bin die Schnellste :

Während andere noch stolpern - liege ich schon auf der Fresse .