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Pepes Frauchen

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Beiträge: 388

Wohnort: Leopoldshöhe

1

Freitag, 2. März 2007, 11:47

Protest gegen Pelz

Video: Nackt-Demo an der Fashion Week Paris

Während der Fashion Week in Paris protestierten Tierschützerinnen splitterfasernackt gegen die Verwendung von Leder und Pelz.

Modeschauen der Haute Couture sind eher für ihren Glamour-Faktor bekannt als für ihre politischen Anliegen. Doch es geht auch beides - So haben mutige Tierschützerinnen versucht, gegen die Verwendung von Pelz und Leder an der Fashion Week in Paris zu protestieren, indem sie völlig nackt den Laufsteg stürmten. Die Demo dauerte jedoch nur kurz und bald liefen schon wieder Highheel-Models über den Teppich, als wäre nichts geschehen.

| 01.03.07, 13:40 |
Während Karl Lagerfeld und Stella McCartney ungestört ihre Winterkollektionen vorführten, kam es bei Christian Lacroix zu einem Zwischenfall.

Vor einiger Zeit galten tierische Rohstoffe bei den Modemachern in aller Welt noch als verpönt, doch bei den diesjährigen Couture-Schauen schwelgen die Designer wieder in Leder und Pelz.
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Dass Tierschützern solche Mode ein Dorn im Auge ist, mussten einige Modezaren bei den Pariser Prêt-à-porter-Schauen in dieser Woche hautnah erfahren. Während Chanel-Designer Karl Lagerfeld eine komplett lederfreie Kollektion in Ruhe präsentieren durfte, erlebte sein Kollege Christian Lacroix bei seiner Modenschau eine Überraschung.

Während des Defilees der Lacroix-Models sprang eine Aktivistin der Tierschutzorganisation Peta (People for Ethical Treatment of Animals) im Eva-Kostüm auf die Bühne und entrollte ein Transparent mit der Aufschrift „Lieber nackt als Pelz“. Nach einem kurzen Gerangel wurde die Dame vom Laufsteg entfernt. Der Modemacher selbst nahm die Störung gelassen auf. „Ich werde kein Heuchler sein, ich liebe Leder“, sagte Lacroix nach der Modenschau.

Auch der italienische Modezar Valentino geriet ins Visier der Tierschützer, da er zahlreiche Entwürfe mit Leder und Pelzbesatz zeigte. Zwei nackte Damen konnten jedoch vor Erreichen des Laufstegs vom Sicherheitspersonal überwältigt werden.
"Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt."
Christian Morgenstern

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pepes Frauchen« (2. März 2007, 11:49)


Pepes Frauchen

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2

Freitag, 2. März 2007, 11:59

RE: Protest gegen Pelz

Wenige Stunden nachdem der Laufsteg gestürmt wurde, sendet PETA Rosen an Miuccia Prada
Die Begründerin des Modelabels Prada, die Designerin Miuccia Prada, hatte bei der Präsentation Ihrer Herbst-Winter-Mode 2007/2008 gleich zwei Überraschungen für alle modebewussten Tierfreunde und tierbewussten Modefreunde parat: so hat sie zum ersten Mal seit vielen Jahren keinen Echtpelz verarbeitet – und das obwohl im vergangenen Jahr Fuchspelz noch im Mittelpunkt ihrer Kollektion stand. Als weiteres Schmankerl hat sie bekannt gegeben, dass sie Pelz im wahrsten Sinne des Wortes „leid“ ist.

Uns wundert das nicht, denn schließlich haben Mitarbeiter des PETA-Büros in den USA vor einem knappen Monat den Verantwortlichen von Prada drastische Videoaufnahmen vorgeführt, die das tatsächliche Leid der Tiere zeigen, die ihres Pelzes wegen getötet werden. Diese Art der Aufklärung sowie PETA’s ganz spezielle Taktik, Laufstege zu stürmen (so kaperten wir vor Kurzem auch die Prada-Modenschau), führen dazu, dass wir immer mehr Modeschöpfer in die Knie zwingen und diese dazu bewegen, endgültig das tierquälerische Produkt Pelz aus ihrem Sortiment zu verbannen.

Spektakuläre Aktionen machen immer wieder auf das Leiden der Tiere aufmerksam
PETA: Immer in Aktion
Bei vergangenen Aktionen wurde der Modeschöpfer Julien Macdonald statt mit Blumen mit Mehl überschüttet und die auf Pelz „abonnierte” Chefredakteurin der American Vogue, Anna Wintour, bekam einen toten Waschbären auf dem Teller serviert. Unser Einsatz führt dazu, dass Designer wie beispielsweise Ralph Lauren, Stella McCartney und Vivienne Westwood keine Pelze mehr verwenden.

Dass wir jetzt auch Miuccia Prada davon überzeugen konnten, ihre Kollektion pelzfrei zu gestalten, ist ein weiterer bahnbrechender Erfolg für die Tiere. Denn auf den Pelztierfarmen in Europa und Amerika sind Tiere dazu verurteilt, ihr gesamtes Leben eingepfercht in winzigen, verdreckten Käfigen zu verbringen – eine Haltung, die die Tiere im wahrsten Sinne des Wortes in den Wahnsinn treibt – bevor ihrem kurzen und freudlosen Leben durch Vergiften, Vergasen, Stromschlag oder Genickbruch ein Ende gesetzt wird. Undercover-Videoaufnahmen von Pelztierfarmen in China, das jetzt die führende pelzproduzierende Nation ist, zeigen, wie man Tiere kopfüber auf den Boden schmettert und sie bei vollem Bewusstsein häutet.
"Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt."
Christian Morgenstern