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petrad

Schüler

Beiträge: 83

Wohnort: detmold

1

Freitag, 16. Februar 2007, 11:09

Klimakiller Fleisch(auch Biofleisch)

"Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf dieser Erde so erhöhen wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung." Das Genie Albert Einstein lieferte uns nicht nur eine Erklärung zur Entstehung des Weltalls. Seiner Zeit weit voraus, warnte er uns vor den ökologischen und sozialen Gefahren des Fleischkonsums.

Fleisch ist zwar in unseren Mägen allgegenwärtig, aber in unseren Köpfen gibt es keine Vorstellung davon, wieviele Ressourcen der Fleischkonsum verschlingt. Erst die Betrachtung des gesamten "Lebenslaufes" zeigt uns den wirklichen Energie bzw. Umweltverbrauch von Fleisch. Warum die Reduzierung unseres Fleischkonsums sehr effizienter Umwelt und Klimaschutz ist, steht im Mittelpunkt der folgenden Überlegungen.

Das Fleisch in Zahlen

Im Jahre 1998 verbrauchten die ÖsterreicherInnen 790.000 Tonnen Fleisch, bzw. 97,8 kg pro Kopf (1999: 99,4 kg). Ohne Sehnen, Fett und Innereien entspricht das einem ProKopf-Verzehr von 65,4 kg/Jahr bzw. 180 g/Tag. 1 Schweinefleisch führt dabei mit 40 Kilo pro Kopf deutlich vor Rindfleisch mit 12 kg und Geflügel mit 10 kg. Viele essen noch größere Mengen Fleisch, da in dieser Zahl auch die ca. 400.000 Vegetarier mitgerechnet 2 sind.

In Österreich stieg der Fleischverbrauch seit 1960 um 57% (s. Abb. 1), weltweit hat er sich seit 1950 verdoppelt und liegt nun bei 36 kg pro Kopf. Doch der Verbrauch ist ungleich verteilt: Der durchschnittliche USBürger verbraucht 112 kg, ein Inder hingegen nur 2 kg/Jahr 3.
Um die Fleischeslust zu befriedigen, wurden 1998 in Österreich 680.000 Rinder, 5,4 Mio. Schweine und über 60 Mio. Hühner geschlachtet 4, d.h. pro Minute 1,3 Rinder, 10 Schweine und 110 Hühner. Weltweit werden 1 Mrd. Schweine, 1,3 Mrd. Rinder, 1,8 Mrd. Schafe und Ziegen sowie 13,5 Mrd. Hühner gehalten 5. 1998 betrug die Zahl der weltweit für menschliche Ernährungszwecke getöteten Tiere 43,2 Milliarden! 6 Neben dem enormen Tierleid, das man hinter solchen nackten Zahlen nur erahnen kann, bedeuten diese großen Tierbestände auch ein erhebliches Umweltproblem.
Fleisch verunreinigt Wasser und Boden

Ein zum Himmel stinkendes Problem sind die Ausscheidungen der Tiere. So produziert die größte Schweinemastfabrik in den USA mehr Mist als die Stadt Los Angeles 7. Und auch in Österreich nimmt die Konzentration in der Tierhaltung stetig zu. Seit 1995 nahm die Zahl der Betriebe mit mehr als 400 Schweinen um die Hälfte zu. 8 Eine "Großvieheinheit"  sozusagen ein Normtier mit 500 Kilogramm Gewicht produziert jährlich etwa 20 Tonnen Mist. 9 Daher produzieren die "Tierfabriken" eine Unmenge an Gülle, die dann auf zu kleinen Flächen ausgebracht wird  die Felder werden als Müllschlucker für Gülle missbraucht. Die Folge ist eine Anreicherung von Nitrat im Grundwasser, im Körper wird das Nitrat dann zu Nitrit und Krebs erregenden Nitrosaminen umgewandelt. Mehr als die Hälfte der heimischen Grundwasserreserven sind bereits mit Nitrat und Pestiziden oberhalb der Schwellenwerte belastet. 10 Durch die mineralischen Futterzusätze enthält Gülle auch Kupfer und Zink. Die Ausbringung von Schweinegülle hat dadurch bei weidenden Schafen bereits Kupfervergiftungen verursacht." 11 Auch Hormon und Medikamentenrückstände gelangen mit der Gülle auf unsere Felder.

Um nichts harmloser sind die gasförmigen Emissionen. Durch die Tierhaltung werden in Österreich pro Jahr über 68.000 Tonnen Ammoniak (NH3) freigesetzt  das sind 86% der gesamten österreichischen AmmoniakEmissionen. 12 NH3, entsteht bei der Lagerung und Ausbringung von organischem Dünger und im Stallbereich. Vom Wind verfrachtet schädigt es unseren Wald, versauert unsere Böden und "überdüngt" unsere Gewässer. Die weiteren Folgen davon sind u.a. eine Verringerung der Artenvielfalt sowie eine verstärkte Freisetzung von Lachgas (s.u.) aus den Böden.

Trotz dieser Belastungen beschloss die Bundesregierung erst im Juni, dass für "Ställe" mit bis zu 2500 Mastschweinen keine Umweltverträglichkeitsprüfung mehr durchzuführen ist.

Klimaproblem Fleisch

Der zunehmende Treibhauseffekt ist das globale Problem des 21. Jahrhunderts. Grund dafür ist der Energieverbrauch und die Zerstörung der Wälder. Der Konsum tierischer Produkte bedingt beides.

Durch Entwaldung und Humusabbau werden Unmengen an Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Allein bei der Urbarmachung  sprich Entwaldung  Österreichs wurde mindestens 40 mal mehr CO2 freigesetzt, als derzeit in Österreich pro Jahr durch Fossilenergieverbrennung ausgestoßen wird. 13 Dieser Wert gibt uns nur eine Ahnung davon, wie viel CO2 durch die Erhaltung der Wälder nicht in die Atmosphäre entweichen würde.

Ein Viertel der Festlandoberfläche der Erde haben die Menschen zu Weideland gemacht. In Südamerika wurden in den letzten drei Jahrzehnten mehr als 25% aller tropischen Regenwälder für die Zwecke der Viehzucht abgeholzt..................http://www.vegan.at/warumvegan/umwelt/wieviel_fleisch.html

duffy

Anfänger

Beiträge: 3

Wohnort: ostwestfalen

2

Mittwoch, 21. Februar 2007, 14:20

.....noch ein Grund mehr Vegetarier zu werden.


MfG Duffy