Freitag, 27. April 2018, 05:37 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum des Bielefelder Tierheims. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Drago

Catmaster

Beiträge: 101

Wohnort: Bielefeld

1

Donnerstag, 24. August 2006, 19:00

Vitaminmangel oder nicht?

Dann will ich hier mal gleich den Anfang machen mit einem Argument, welches mir noch nicht ganz klar ist.

In der ADA-Studie werden einige Vitamine aufgelistet und behauptet, dass Vegetarier keinen größeren Vitaminmangel zu erleiden haben, als fleischliche Esser.

Bei Vitamin B12 wird zwar darauf hingewiesen, dass ein Mangel bei Vegetarischer Kost entsteht, aber das dieses auch für fleischliche Nahrungsaufnahme gilt.

Abgeschwächt wurde dieses zwar von petrad mittlerweile, dass dieses nur bei über 50-jährigen Fleischessern gilt, aber ich muss doch mal darauf hinweisen, dass es nach meinem Kenntnisstand auch weitere Probleme hinsichtlich der Vitamine bei Vegetariern gibt.

Demnach können Vegetarier z. B. mehrere B-Vitamine (die u. a. auch bei Schwangerschaft wichtig sind) schlechter verwerten, als Fleischesser.

In dem ADA-Bericht (http://www.vegetarismus.ch/heft/2003-3/v…_ernaehrung.htm) wird auf leider auf Details überhaupt nicht eingegangen und viele Vitaminarten überhaupt nicht erwähnt.

Vielleicht kann zu diesem Thema ja jemand etwas aufklären, denn mit Halbwahrheiten kann man mich jedenfalls nicht überzeugen, gänzlich auf Fleisch zu verzichten.
Wer Katzen nicht mag, muss im früherem Leben eine Maus gewesen sein!

Violet

Anfänger

Beiträge: 4

Wohnort: OS

2

Donnerstag, 24. August 2006, 19:39

Es ist ganz einfach: wenn man vegetarisch leben sollte und angst davor hat, dass man irgendwelche "Mangelerscheinungen" bekommt, dann lasst euch doch einfach regelmässig beim Arzt untersuchen! So mach ich es doch auch! Ich habe meinen Arzt auch ausführlich befragt über das Thema und er weiss hervorragend darüber bescheid, da er sich ausgiebig mit dem Thema befasste, da sein Bruder auch Vegetarier ist!

Ich denke bezüglich der Mangelerscheinungen ist es von Mensch zu Mensch eh immer unterschiedlich... Manche fallen z.B. unter diese Kategorie (egal ob Fleisch- oder Pflanzenfresser) ohne dass der Körper tatsächlich eine Mangelerscheinung hat! Die Laborwerte werden doch nur anhand einer Skala ausgewertet und wenn man nun einmal im unteren Bereich ist, hat man für die gleich nen Mangel. Hierbei wird jedoch völlig ausser Acht gelassen, dass manche Körper diesen Wert als normal ansehen und sie sicherlich keine Mangelerscheinung haben und sie gut klarkommen! (natürlich jetzt nicht auf Extremwerte bezogen!)

Wenn jetzt jemand mit Calcium- und Eisenmangel ankommt, den schlag ich! :zwinker: Scherz, aber das kommt immer gleich als erstes, dabei kann man diesem Mangel sehr gut vorbeugen auch ohne sich Pillen reinzuziehen oder dergleichen.

Zum Schluss: Warum wird immer nur davor gewarnt, dass Vegetarier und Veganer angeblich leicht an irgendwelchen Mängel leiden? Das ist Humbug, denn es gibt tatsächlich mehr Leute, die Fleisch futtern und Mangelerscheinungen haben als Vegetarier/Veganer! Schlussendlich achten die nämlich mehr auf die Ernährung als die (sorry) "Allesfresser".

Vergebt mir meine Ausdrücke, sie sind nie bös gemeint sondern mir fällt keine bessere Bezeichnung ein...und ausserdem nenn ich mich ja auch Pflanzenfresser :D

petrad

Schüler

Beiträge: 83

Wohnort: detmold

3

Freitag, 25. August 2006, 12:21

die komplette studie von ada gibt es hier:http://www.vebu.de/gesundheit/Positionsp…ehrung_2003.htm

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Vernünftig geplante vegetarische Ernährungsformen haben sich als gesund, dem Nährstoffbedarf angemessen und für Prävention und Behandlung bestimmter Erkrankungen als vorteilhaft erwiesen. Eine vegetarische Ernährung ist in allen Stadien des Lebens geeignet. Es gibt viele Gründe für das wachsende Interesse am Vegetarismus. Man geht davon aus, dass die Zahl der Vegetarier in den Vereinigten Staaten und Kanada im Laufe des nächsten Jahrzehnts zunimmt. Ernährungsberater können Klienten mit vegetarischer Ernährung durch Vermittlung aktueller, genauer Informationen über vegetarische Ernährung, Nahrungsmittel und Ressourcen unterstützen.

infos über die vegetarische lebensweise findet ihr auf:www.vebu.de




petra

petrad

Schüler

Beiträge: 83

Wohnort: detmold

4

Samstag, 26. August 2006, 11:11

noch eine umfassende studie mit vegtariern:
http://vegetarierbund.de/nv/dv/__Studien_mit_Vegetariern.htm

zu den b-vitaminen: b1thiamin:gute quellen vollkornprodukte,weizenkeime,hülsenfrüchte,erdnüsse und kartoffeln.
mehrere berichte weisen nach,dass veganer/vegetarier die richtwerte für die thiaminzufuhr einhaletn
b2 riboflavin:hefeextrakte,weizenkeime,vollkorn,nüsse,hülsenfrüchte,avocados und pilze
...über b2 mangelerscheinungen bei veganern gibt es keine meldungen
b6:kartoffeln,weizenkeime,avocados,sojabohnen,vollkorn.....
.....hier wird der rvitamin b6 bedarf ohne weiteres gedeckt
folsäure:grünes blattgemüse,hefeextrakte,nüsse,bohnen...
folsäure kommt in vegetarischer kost reichlich und in höheren mengen vor als in omnivorer kost
niacin:weizenkleie,erdnüsse,vollkornmehl,pilze,erbsen,...
mehreren berichten zu folge konsumieren veganer reichlich niacin
bei evganer kost sollte vorsichtshalber einen zusätzliche b12 einnahme erfolgen
buchempfehlung:vegane ernährung von dr gill langley

5

Donnerstag, 23. November 2006, 10:24

Ich möchte hier aber gern noch anmerken, dass die wenigsten ÄrztInnen sinnvoll über dieses Thema Auskunft gegen können. ERnährung ist ein winziger Teil in deren Studium, es sei denn, man befasst sich aus eigenem Antrieb damit. Es gibt allerdings eine Liste vegetarischer ÄrztInnen, die dann hoffentlich auch entsprechend Ahnung haben und einem nicht mit Vorurteilen begegnen. So ist es zum Beispiel klar, dass diese Tagesbedarfangaben (zumal überhöht und gar nicht sinnvoll geprüft) auf Fleischesser ausgelegt sind. Bei vegetarischen Menschen sieht die Bedarfslage ganz anders aus, und kann zum Beispiel in manchem geringer sein. Das heißt, wenn man in irgendeinem Stoff weniger hätte als das, was "man" angeblich haben sollte, hieße das zunächst überhaupt nichts.

Ein Buch, mit dem man einstiegen könnte, ist "Vegane Ernährung" von Dr. Gill Langley. Auch angehende VegetarierInnen dürften darin Antworten finden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Claudia77« (23. November 2006, 10:28)