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Albert

Profi

Beiträge: 574

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Rentier

1

Samstag, 12. August 2006, 21:49

Tierheimkosten

Auf der Basis der Zahlen des Jahres 2004 habe ich einmal errechnet, was ein Tierheimtag so kostet:

Jeder Tag bedeutet Kosten in Höhe von rd. 1.390€!!! Inzwischen sind wir bei 1760 € pro Tag, erhalten nun eine jährliche Kostenpauschale von der Stadt Bielefeld in Höhe von 50.000 €. Dieser Betrag erhöht sich um den Betrag, denn wir an den Immobielenbetrieb der Stadt für das Erbpachtgrundstück jährlich zahlen müssen ! Tierheimkosten 2007 ca. 850.000 €! und um der hohen Tierarztkosten was entgegen zu setzen, beschäftigen wir inzwischen einen eigenen Tierarzt.

Tierheimkosten 2004 insgesamt 520900 €. Da darin auch kleinere Beträge für ideelle Tierschutzarbeit und Mitgliederbetreuung (Druck, Papier, Telefon, Porto, aber auch Fahrtkosten und Personalkosten für eine Aushilfe, die ausschließlich im Katzenschutz unterwegs ist. Auch die Kosten für die Kastrationen der eingefangenen Tiere schlagen deutlich zu Buche.) enthalten sind, habe ich mal 10 % abgezogen.

90 % Tierheim und 10 % für den sonstigen Tierschutz in Geld ausgedrückt. Unsere zumeist ehrenamtliche Arbeit für den Tierschutz insgesamt kann man dagegen sicher mit 100 % werten.

Der Bau und die ständige Erweiterung des Tierheimes haben bisher mit runden 750.000 € zu Buche geschlagen. Davon habe ich dann mal eine jährliche Abschreibung von 5 % berücksichtigt. Die so errechneten 506.310 € geteilt durch 365 Tage ergeben den genannten "Tagessatz". Daran wird sich dann zukünftig die Stadt Bielefeld mit 150 € täglich beteiligen.

Der Verein hat mit der Stadt Bielefeld einen Vertrag über die Aufnahme von Fundtieren aus dem Bielefelder Stadtgebiet abgeschlossen. Dies ist bereits der zweite Vertrag. Der erste Vertrag lief über 30 Jahre. Für eine einmalige Summe von 250.000 DM kaufte sich damals die Stadt von Ihren Aufgaben frei. Die Aufnahme und Versorgung von Fundtieren ist zunächst einmal eine öffentliche Aufgabe der Kommune (ähnlich Fundbüro). Die meisten Städte und Gemeinden bedienen sich zur Erfüllung dieser Aufgaben der Tierheime. Dabei variieren die im Gegenzug übernommenen Kosten sehr stark. Angestrebt wird in der Regel ein Betrag von 1 € je Einwohner.

Der Anschlussvertrag wurde auf 10 Jahre (auch das hat sich leider schon wieder als zu lang erwiesen) abgeschlossen und endet im Jahre 2016. In den Verhandlungen war es sehr schwierig, von 0 auf X,xx zu kommen. Da es hier um lebende Tiere, die versorgt werden müssen, geht und nicht um Geldbörsen, haben Tierschützer naturgemäß immer einen etwas schwachen Verhandlungsstand. So ergab sich die Summe von 50.000 € jährlich. In den ersten 30 Jahren Bielefelder Tierheim zahlte der Verein zudem noch für das Erbpachtgundstück. Diese Aufwendungen übernimmt nun auch die Stadt.

Wie bei fast allen Tierheimen in Deutschland sitzt zukünftig auch ein zweiter "Pleitegeier" mit am Verhandlungstisch, der über der Kampstraße kreist. Die Stadt hat ja schon länger so ein Tier im Gepäck und steht im Haushaltsrecht unter Kuratel. Das Tierheim hat in 2011 ein deutliches Minus eingefahren. Somit wird der Verhandlungsspielraum zukünftig sehr eng.

2010 wurden 189 Fundhunde, 651 Fundkatzen und 207 Kleintiere (Fund) aufgenommen. Dazu kamen 325 abgegebene Hunde, 319 Katzen und 345 Kleintiere. Zuständig fühlt sich die Ordnungsbehörde nur für die tatsächlichen Fundtiere. Ohne die freiwillige Aufnahme von "Abgaben" wäre deren Zahl aber ohne Zweifel noch deutlich höher. Menschen, die Tiere aussetzen machen sich strafbar. Abgegebene Tiere bringen aber Kenntnisse um ihre Vorgeschichte mit ins Tierheim, können somit also in der Regel schneller und besser vermittelt werden.

Besonders bei den Katzen erkennt man eines unserer grundlegenden Probleme und das krasse Missverhältnis.
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Helmut Albert« (9. Februar 2012, 21:07)


Beiträge: 616

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2

Sonntag, 13. August 2006, 08:14

wenn die stadt schon 150euro täglich übernimmt,
bleiben ja "nur" noch 1240 euroüber die täglich notwendig sind
da hat die stadt ja gut gerechnet :motz: X(
hunde haben herrchen
katzen haben angestellte ;)

missy979

Fortgeschrittener

Beiträge: 276

Wohnort: bielefeld

Beruf: im verkauf

3

Sonntag, 13. August 2006, 12:26

ist ja nen ding! das die stadt wenigstens 150 euro zahlt, aber dann frag ich mich doch ersthaft mal,
" wo geht eigendlich die hundesteuer hin?"
hatte eigendlich gedacht das die für so etwas ist!

Beiträge: 523

Wohnort: na, hier!

Beruf: Altenpflegerin

4

Sonntag, 13. August 2006, 19:01

Ich bin der Meinung, das mindestens 50% der Hundesteuer an die Tierheime gehen sollten.
Die Hundesteuer ist aber die einzige Steuer, die nicht zweckgebunden ist! Ich finde das unmöglich!!!

Mich würde interessieren, kommt denn immer genügend Geld rein, das dieser errechnete Tagessatz zustande kommt?

Gruß, Elke
"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pesetas Frauchen« (13. August 2006, 19:01)


Tammy

Profi

Beiträge: 543

Wohnort: NRW

5

Sonntag, 13. August 2006, 21:41

Ich bin auch der Meinung zumindest ein Teil der Hundesteuer sollte den Tierheimen überlassen werden. Dann wissen wir zumindest wofür wir diese bezahlen und das sie vernünftig eingesetzt wird. ;)
Ich bin die Schnellste :

Während andere noch stolpern - liege ich schon auf der Fresse .

MrsGoalkeeper

Fortgeschrittener

Beiträge: 178

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Beruf: Bürotuse

6

Montag, 14. August 2006, 21:58

das ist ganz schön heftig

uind "allzu gütig" von der Stadt :motz:
Ich bin Tierschützer und esse trotzdem Fleisch!

Mein Hund ist ein Jagdhund...da ich keinen Prinzen aufm Pferd haben möchte, sucht er nun den Vampir im Volvo für mich

Albert

Profi

Beiträge: 574

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Rentier

7

Montag, 4. September 2006, 20:39

tägliche Kosten

Hallo,

auf die Frage, ob die täglichen Kosten denn anderweitig so reinkommen?

Radio Eriwan würde antworten im Prinzip - ja! Sonst wären wir ja auch
schon längst Pleite. Und das verhindern eben tierliebe Menschen, Spender,
Förderer, Paten und Sponsoren.
Und nicht zuletzt die Aktiven, die zusätzlich so manchen € einsparen helfen.
Sonst wären die Kosten noch höher.

Bleibt nur zu bemerken, dass z.Zt. auf dem Spendenkonto eher Saure-Gurkenzeit herrscht. Wenn wir nicht die regelmäßigen Patenspenden hätten, wüßte ich nicht, wie Tierarzt, Futter und Personal (nebst Sozialabgaben) bezahlt werden sollten.

Letztlich sind es dann die eine oder andere Erbschaft, die dann wirklich über das schlimmste hinweghelfen.

Unser kleiner Dank an diese auf ihre Weise tierlieben Tierschützer ist dann ein selbstgefertigtes Gesteck für den Friedhof zum Totensonntag. Damit wir diese
Menschen nicht vergessen (auch der Vorstand wechselt ja mal) sollen zukünftig möglichst Häuser, Räume, Einrichtungen im Tierheim nach denen
benannt werden.

Und für den Anfang werde ich ihnen hier in unserem Forum versuchen, ein kleinen "denk mal" zu setzen.

Euer
Albert
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

Mareike

Anfänger

Beiträge: 4

Wohnort: Detmold

8

Sonntag, 14. Januar 2007, 17:32

Hallo!
Mich würde es interessieren, wie sich die Kosten aufteilen. Können Sie mir dazu mehr sagen? Kann man in etwa sagen, wie hoch die Kosten sind, die pro Tier und pro Tag durchschnittlich anfallen (Hund, Katze, Kaninchen, z.B.)? Vielen Dank!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mareike« (14. Januar 2007, 18:06)


Albert

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Beiträge: 574

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Rentier

9

Montag, 15. Januar 2007, 22:13

Aufteilung der Tierheimkosten

Sicher kann ich etwas zur Aufteilung der Tierheimkosten sagen, dass ist ja Teil meines Berichtes auf den jeweiligen Jahreshauptversammlungen unseres Vereines in meiner Funktion als Schatzmeister.
Bei der Frage wie hoch der Anteil pro Tier ist, muss ich zunächst mal passen.
So hatten wir ja im Jahre 2005 855 Hunde, 800 Katzen und 547 Kleintiere im Tierheim. Gesamtausgaben 2005 gleich 758.000 € . Durch was teile ich die
denn nun?
Für die Verhandlungen mit der Stadt Bielefeld und den Umlandgemeinden habe ich auch schon mal einen Durchschnittswert für Hund und Katze ermittelt. Aber genau pro Tier? Bei uns wird ja bekanntermaßen nicht eingeschläfert. So ist der Kostenanteil von Leon zum Beispiel höher, als für einen "Spanier", der schon nach wenigen Tagen vermittelt wird.
Bevor ich weiter ins Detail gehe (Zeitfrage) - meine Frage zu dem Hintergrund
der Frage - würde mich schon interessieren, aus welchen Gründen gefragt wird.
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Albert« (30. August 2009, 20:24)


Mareike

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Beiträge: 4

Wohnort: Detmold

10

Donnerstag, 18. Januar 2007, 12:10

Danke für die Auskunft!
Mich interessiert die Aufteilung, da ich mich neben Tieren auch für Wirtschaft und Finanzen interessiere. ;) Momentan besuche ich die einjährige höhere Handelsschule für Abiturienten und mich interessiert es sehr, wie sich die Kosten aufteilen.
Aber sicherlich kann man das pauschal nicht sagen, da Krankheiten, Verletzen o.ä. natürlich häufig mit hohen Kosten zu Buche schlagen.

Muneca

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11

Donnerstag, 18. Januar 2007, 14:58

Hundezwinger und Tierheimkosten

Hallo Albert,

wenn ich es recht verstehe, dann bist du ein neues Mitglied des Vorstandes?! Wenn ja, na dann herzlich Willkommen.

Deine Beiträge über die Kosten finde ich sehr interessant, vor allem das es auch "publik" gemacht wird. Was ich auch interessant finden würde, wenn mal die Einkommensseite (Patenschaften, Erbschaften, etc.) aufgeführt werden würde, nur um zu sehen, ob es sich die Waagschale hält oder nicht.

Ich hätte allerdings mal eine ganz andere Frage:

Was würde es kosten, wenn die Hundezwinger mal saniert werden würden und auch mit Sichtschutzen ausgestattet werden würden. Also alles das, was sie ein wenig hygienischer und hundefreundlicher und und und macht. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, sollten die Zwinger laut Tierheim Bielefeld (Zeitungsartikel bezüglich der Beendigung des Stadtvertrages) letztes Jahr saniert werden. Nun ist dieses Jahr rum und ich denke das vorhandene Geld ist in eine Erweiterung des Katzenhauses geflossen. Oder?! Was also wird für die Hundezwingersanierung benötigt? Wäre doch schön, wenn es dann mal dieses Jahr in Angriff genommen werden könnte.

Vielen Dank für deine Antwort.

Yvonne

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Muneca« (18. Januar 2007, 15:01)


Albert

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Wohnort: Bielefeld

Beruf: Rentier

12

Donnerstag, 18. Januar 2007, 18:50

Hundezwinger und Tierheimkosten

Sorry - aber da hast du mich/was falsch verstanden. Ich bin kein neues Mitglied im Vorstand. Ich müsste nachsehen oder länger nachdenken. Aber so alles in allem geht es auf die 25 Jahre zu. Mit einer offiziellen Unterbrechung von einem Jahr. Da dachte ich, ich hätte einen adequaten Nachfolger gefunden, was sich als Fehler herausstellte. Na enttäuscht?

Wir haben für die nächsten Jahre im Vorstand eine ganz klare Priortätenliste. Und da steht an erster Stelle das neue Katzenhaus. Das dann freiwerdende alte Katzenhaus soll sofort danach zum Kleintierhaus umfunktioniert werden, was aus meiner sicht mit relativ geringen Mitteln möglich ist.

Dann habe wir Platz für größere und bessere Arzträume, damit der Tierarzt auch auf Dauer alle nötige Arbeitsmittel wie Röntgen, Ultraschall usw. vor Ort hat.

Ja und dann (da fehlt dann aber vielleicht die zwischenzeitliche Erbschaft oder ein richtiger Sponsor), dann sind die Hundetrakte dran. Wir könnten da zwischendurch noch etwas dran rumflicken, aber die Bausubstanz ist derart mies, dass eigentliche nur ein Abriss und Naubau in Frage kommt. Das Innenmauerwerk bröselt und bröckelt. Da können wir kaum mal grade Fliesen dran pappen, auch wenn es wünschenswert wäre. Oben rum ist es zugig und der Wind pfeift durch. Die Flachdächer müssen auch in regelmäßigen Abstand wieder mit einer Lage Dachbahn nachgebessert werden und für vernünftige Bodenabläufe ist auch nichts möglich. Ein Belag/Beschichtung der Außenausläufe ist nicht möglich, da der Beton von unten Feutigkeit durchlässt. Dadurch löst sich der Belag wieder.

Deine Frage nach dem Sichtschutz musst du mir erläutern. Dann werde ich auch dazu was sagen.
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

Muneca

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Wohnort: Bielefeld

13

Freitag, 19. Januar 2007, 08:27

RE: Hundezwinger und Tierheimkosten

Hallo Albert,

vielen Dank für deine Antwort und sorry, daß ich da was falsch verstanden hatte und du schon sehr lange im Tierheim tätig bist und enttäuscht bin ich nicht darüber, nein warum denn auch?!

Was ich mit dem Sichtschutz meine ist, daß die Hunde sich gegenüber und nebeneinander in den Zwingern nicht sehen können, da einige der Hunde (was verständlich ist) sehr aufgewühlt sind, wenn Besucher kommen und die Hunde sich gegenseitig aufpushen bzw. schüchterne Hunde teilweise verschreckt werden. Es ist für die Tiere immer eine stressige Angelegenheit, wenn Besucher kommen und ich denke das es vielleicht helfen würde, wenn der eine den anderen nicht mit dem Streß "anstecken" könnte. Ich hoffe ich habe das irgendwie verständlich geschildert. Es ist nicht einfach das schriftlich zu formulieren.

Wie steht die Stadt denn dazu, sich an den Kosten des Neubaus / Umbaus / Wiederaufbau zu beteiligen? Es muß doch auch in deren Interesse liegen, daß örtliche Tierheim so angenehm wie möglich für die Tiere zu gestalten und wenn man es mal von der Publicityseite sehen möchte, auch das die Menschen dort gerne hinkommen und es entsprechend freundlich und einladend ausschaut. Das in naher Zukunft an den Gebäuden was getan werden muß, muß doch der Stadt auch klar sein, denn die ganze Anlage ist schon ein paar Jährchen alt und irgendwann ist die Substanz nunmal nicht mehr die beste. Hat sich die Stadt mal dahingehend geäußert?

Auch diesmal vielen Dank für dein Antwort.

Gruß
Yvonne

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14

Freitag, 19. Januar 2007, 09:14

hallo yvonne,klar ist so etwas auch im sinne der stadt
aber nur solange es nix kostet!!!!
denn sonst hätt ja die stadt in den letzten jahren dem tierheim auch einen monatlichen betrag zugestanden...
und so musste das tierheim allein zurecht kommen,was ich sehr enttäuschend finde :shock:
hunde haben herrchen
katzen haben angestellte ;)

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15

Freitag, 19. Januar 2007, 16:51

Wenn die Stadt sich mal entschließen könnte die Hundesteuer dem Tierhaim zukommen zu lassen, dann wäre ein großer Teil der Probleme gelöst!!

Aber wer weiß schon wohin unser Geld fließt. X(
"Das einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung"
- Theodor Heuss -

missy979

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16

Freitag, 19. Januar 2007, 17:34

das werden wir wohl leider nie erfahren, wo die hundesteuer hingeht!!!
leider

Albert

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17

Sonntag, 21. Januar 2007, 19:02

Tierheimkosten / Hundesteuer / Tierheimeinnahmen

Zu dem Thema Tierheimkosten / Einnahmen/ Hundesteuer, werde ich gern
nähere Beiträge bringen. Im Moment stehen bei mir zeitliche Probleme dagegen. Schließlich gehören zu unserem Haushalt ja auch noch Babys. Und etwas muss ich da auch meine Frau unterstützen und kann neben meinen originären Tierschutz (Vorstands-)Aufgaben nur eine begrenzte Zeit am Computer verbringen.

Grundsätzlich finde ich das Thema „Finanzen“ auch recht spannend. Zumal wenn man dann auch immer wieder von den immensen Problemen anderer Tierheime hört. Da geht es uns ja immer noch „Gold“ dagegen. Wäre aber auch traurig, wenn sich die 25 Jahre nicht mal irgendwo positiv niederschlagen würden. ;)Aber Eigenlob stinkt ja gewaltig und so soll es auch nicht klingen. :rolleyes:
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Albert

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18

Sonntag, 15. April 2007, 20:45

Tierheimkosten / Tierheimeinnahmen - Patenspenden

Ich hatte ja mal versprochen, auch etwas zu den Einnahmen des Tierheimes zu berichten:

Die Patenspenden sind ein wichtiger "Einnahmefaktor" für unser Tierheim.
Die jährlichen Beiträge unserer Mitglieder sind bei derzeit 1876 Mitgliedern natürlich auch sehr wichtig. Aber die monatlichen Patenspenden sind eine feste Größe, die im Budget eingeplant werden kann. Größter Posten auf der Einnahmeseite im Normalfall: Die Spenden, aber die sind leider nicht gut planbar.

Den Paten haben wir sehr, sehr viel zu verdanken. Und dank ihrer Hilfe können wir es immer sehr gut vertreten, dass jedes Tier bei uns eine Chance erhällt, auch wenn es manchmal Jahre dauert bis zur glücklichen Vermittlung. Nicht zuletzt dank der Paten wird bei uns selbstverständlich kein gesundes Tier eingeschläfert usw. usw.

Die never ending Story geht nun in das 26. Jahr.

Beispiele aus den 2004er Zahlen (Die von 2005 habe ich gerade nicht zur Hand und die 2006er sind noch nicht ganz "fertig".

Patenspenden: 89.348 EURO
Beiträge: 54.317 EURO
Spenden: 178.655 EURO
Erbschaften: 121.411 EURO
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer

Muneca

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19

Montag, 16. April 2007, 07:31

RE: Tierheimkosten / Tierheimeinnahmen - Patenspenden

Hallo Albert,

könntest du mal bitte folgendes ausführlicher erklären:

Nicht zuletzt dank der Paten wird bei uns selbstverständlich kein gesundes Tier eingeschläfert usw. usw.

Vielen Dank und nen sonnigen Gruß

Yvonne

Albert

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Beruf: Rentier

20

Dienstag, 17. April 2007, 19:07

Erklärung?

Ganz verstehe ich nicht, was ich daran erklären soll.

Außer, dass natürlich 1. laut Tierschutz-Gesetz nicht ...ohne wichtigen Grund eingeschläfert werden darf.

Und ich 2. dieses Thema kurz erwähnen wollte, da von Außenstehenden recht häufig geglaubt wird, dass Tiere in deutschen Tierheimen eingeschläfert würden.

Mir wurde doch in der Vergangenheit zu häufig auf dem Wege/ Frage: "Was passiert denn mit den Tieren, die ihr nicht vermitteln könnt?" der Gedankengang angetragen.
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer