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Helmut

Profi

Beiträge: 576

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Rentier

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Dienstag, 20. Oktober 2015, 21:03

Hunde im Tierheim

Hallo,

hier einmal ein kleiner Bericht zu der derzeitigen Situation der Hunde in unserem Tierheim.

Schon seit einiger Zeit verfestigt sich die Tendenz bzw. ein relativ niedriger Bestand an Hunden. Die Zahl der Fundhunde, die nicht unmittelbar vom jeweiligen Eigentümer abgeholt werden ist gering wie nie. Auch die Zahl der Abgabehunde ist nicht besonders Besorgnis erregend. So kommen wir derzeit auf einen Durchschnittsbestand von etwa 30 Hunden. Zumindest prozentual stark gestiegen ist die Zahl der Sicherstellungen durch das Amt. Das liegt aber daran, dass Kaufinteressenten schon mal dubiose "Verkäufer" melden, deren angebotene Hunde (Ebay und Co.) aus dem Ausland kommen (nicht EG) und leicht ersichtlich keine Tollwutimpfe vorweisen können. In diesen Fällen stellt das Vet. Amt die Tiere konsequent für eine erforderliche Quarantänezeit sicher.

So haben wir gerade in der letzten Zeit auch mal Welpen in der Vermittlung. Der Handel mit diesen Tieren lohnt sich für die betroffenen Händler nicht, wenn sie die Hunde dann nach Wochen bei uns auslösen müssen. Wir berechnen im Minimum erhöhte Pensionskosten. Einzelne Hündchen wurden aber dennoch vom Eigentümer wieder übernommen.

Wir können nur dazu Kaufinteressenten raten, sehr vorsichtig zu sein und eher vom Erwerb der Tiere aus diesen Kanälen abzusehen. Natürlich spielen zwei Aspekte eine Rolle: "Geiz ist geil" - der Hund ist in der Anschaffung billig. Die Folgekosten der viel zu früh von den Muttertieren getrennten Welpen (Vermehrer in Tschechien, Polen, Ungarn usw.) bleibt unübersehbar. Der zweite Aspekt: "Mitleid". Mit dem Kauf ist zwar vermutlich dem Welpen geholfen. Die Muttertiere müssen aber in grausig kleinen Verschlägen als Gebärmaschinen weiter dahin vegetieren.

Wer will das guten Gewissens durch solch einen Kauf noch unterstützen?

Schönen Abend
Helmut
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. Albert Schweitzer