Montag, 23. April 2018, 10:40 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum des Bielefelder Tierheims. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Claudia

Moderatorin

Beiträge: 396

Wohnort: Bielefeld

Beruf: Industriekauffrau

1

Sonntag, 23. Oktober 2011, 14:38

Igel nicht wahllos einsammeln!

Der Tierschutz-Verein Bielefeld bittet dringend:

Igel nicht wahllos einsammeln

Herbstzeit ist Igelzeit, zumindest für den Bielefelder Tierschutz-Verein. Bereits jetzt werden von wohlmeinenden Tierfreunden Igel zur Überwinterung in das Tierheim an der Kampstraße gebracht. Den meisten von ihnen wäre aber besser geholfen, wenn sie in ihrer natürlichen Umgebung geblieben wären, denn dort hätten sie sich noch bis zum ersten Frost die notwendigen Fettpolster anfressen können.

Deshalb bitten die Bielefelder Tierschützer dringend: „Sammeln Sie nicht jetzt schon jeden Igel auf, den Sie im Garten oder beim Spaziergang finden!" Wesentlich sinnvoller ist es, den Tieren durch rechtzeitige Zufütterung im Freien zu helfen. Auch ein noch kleiner Igel kann bei richtiger und regelmäßiger Fütterung pro Tag 10-15 Gramm an Gewicht zunehmen und so sein notwendiges Überwinterungsgewicht bis zirka Ende November -je nach Witterung - noch gut erreichen.

Besonders Gartenbesitzer können den Stacheltieren helfen - durch eine Futterstelle, die vor Regen aber auch vor anderen Tieren, wie z. B. Katzen oder auch Elstern geschützt sein muss. Hierfür eignen sich eine umgedrehte Obstkiste, auf die eine Plastikplane oder Dachpappe genagelt wird oder vier umgedrehte Blumentöpfe mit einem viereckigen, stabilen Holzbrett bedeckt. Spezielle Futterhäuser für Igel werden auch im Fachhandel angeboten. Gefüttert werden sollte stets abends zum gleichen Zeitpunkt, denn Igel haben eine innere Uhr und sind sehr pünktliche Zeitgenossen. Als Nahrung für den stacheligen Gartenbewohner eignen sich Katzen- und Hunde-Dosenfutter, Rühreier oder hartgekochte Eier, jeweils vermischt mit Igeltrockenfutter oder Futterhaferflocken.

Auf keinen Fall Milch anbieten, die für Igel tödlich sein kann!

Ein standfestes Schälchen mit Wasser ist wichtig und absolute Sauberkeit der Futterstelle und der Gefäße ist oberstes Gebot.

Laub-, Stein- und Reisighaufen und locker gestapelte Holzstapel werden von Igeln gerne als Unterschlupf und Winterquartier angenommen. Besonders bewährt hat sich auch eine ganz simple Methode: Man lehnt ein ca. 1 m langes Brett schräg gegen die Haus- oder Garagenwand. Das so entstandene Dreieck wird mit Stroh oder trockenem Laub ausgestopft - und schon hat „Mecki" ein kuscheliges „Bett". Gärten, die eine solche Möglichkeit anbieten, sind bei den Stacheltieren sehr beliebt.

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz zählt der Igel zu den besonders geschützten Arten. Es ist deshalb verboten, gesunde Tiere aus der Natur zu entnehmen oder im Haus zu halten. Nur hilfsbedürftige Tiere dürfen in menschliche Obhut genommen werden. Das trifft zu auf verwaiste Igelsäuglinge, verletzte und kranke Tiere und auf Igel, die bei Frosteinbruch noch kleiner sind als 600 g (etwa eine Handlänge).

Nähere Informationen und auch detaillierte schriftliche Tipps zur Igelhilfe gibt der Tierschutz-Verein Bielefeld gerne unter Telefon (0 52 05) 98 43 0

Viele nützliiche Informationen, Tipps und Tricks gibt es auch hier: http://www.pro-igel.de/
Liebe Grüße,
Claudia mit dem schwarzen Monster Fritz

und mit Roddy für immer im Herzen.