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Tierschutz


Spanien JA - Stierkampf NEIN!

Das Ende des Gemetzels

Alle Jahre wieder, und das nun schon seit mehreren Jahrzehnten, prangern wir den ungleichen „Kampf” zwischen den Toreros und Picadores und dem Stier an.

Wenngleich die Stiere auch ein gutes Leben auf den Weiden Spaniens hatten, beginnt für sie die unglaubliche Tortur unmittelbar vor dem Kampf. Sie werden einige Tage in eine dunkle Kiste gesperrt und erhalten weder Wasser noch Nahrung. Von den Hörnern schneiden die Peiniger einige Zentimeter ab. Meistens wird der Nerv dabei beschädigt, dann schlagen sie, auch um die Wunde zu schließen, Holzsplitter hinein.

Augenzeugen berichteten, dass diese und die folgenden Manipulationen zwar verboten, dennoch gebräuchliche Anwendungen sind. Das Genick des Stieres wird mit schweren Sandsäcken beschwert, und die Rippen werden ihm mittels Latten oder ähnlichem zertrümmert. So zugerichtet wird der Stier in die Arena eingelassen und irrt verständlicherweise orientierungslos und von Schmerzen gepeinigt hin und her und stößt oftmals auch gegen die Banden, und dieser Ausdruck der Hilflosigkeit wird dann von der grölenden, peinlich primitiven Menschenmasse als besonders „angriffslustig” gewertet.

Blut-Fiesta
Auch außerhalb der Arena werden
während der Blut-Fiesta Stiere,
Kühe oder Kälber mit Messern und
Speeren traktiert und zerstückelt.



Der Stier wird bei vollem
Bewußtsein kastriert.
Der Mann oder Junge, der
die Hoden des massakrierten
Stieres bekommt, ist der
„Held” des Tages.
Kastration

Was nun folgt, ist wohl hinlänglich bekannt - immer wieder wird der Stier mit Hilfe des roten Tuches, der „Capa”, in die Nähe des Toreros gelockt und zu kurzen Kehrtwendungen veranlaßt.

Die Pikadore auf ihren gepolsterten Pferden bohren ihre Lanzen in den Rücken des Stieres und drehen sie dann noch mehrfach um, damit die Wunden größer werden. Dessen noch nicht genug, werden dem geschundenen Stier nun von Banderilleros Kurzlanzen mit Widerhaken in den Widerrist gestoßen. So, vor Schmerzen fast betäubt und geschwächt, erwartet ihn nach einigen kurzen Reizbewegungen des Toreros mit der „Capa” der Todesstoß. Obwohl oftmals nicht sicher ist, dass der Stier tot ist, werden ihm als Trophäe der Schwanz und die Ohren abgeschnitten.

Das Ende der Quälerei naht Und dieses grausame, barbarische Spektakel, das immer wieder als „Kulturgut und Tradition” gerechtfertigt wird, findet statt unter den Augen Tausender grölender Menschen. Wie weit der Mensch entfernt ist vom Menschsein, zeigt sich in den Gesichtern dieser lebens-verachtenden Zuschauer.

Auch in Spanien kämpfen seit Jahren viele Tierschützer gegen diese Grausamkeiten, und der Bundesverband Tierschutz hat in Zusammenarbeit mit ihnen bereits vor Jahren eine Aktion gestartet, die mithelfen soll, dass auch in Spanien die Bürger aufmerksamer und sensibler gegenüber unseren Mitgeschöpfen werden. Buttons und Aufklärungsblätter in spanischer Sprache sollen hierbei unterstützen.

Übrigens: EG-Abgeordnete nennen den Stierkampf scheinheilig eine Notschlachtung, um das EG-weit gültige Gesetz, das Schlachten mit Betäubung vorschreibt, zu unterwandern.

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- letzte Aktualisierung: 20.07.2011 -

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