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Tierschutz


Tipps und Infos für den Eierkauf
Verbraucher benötigen eine klare Kennzeichnung von Eiern und Eierverpackungen. Nur so können sie eine sichere Entscheidung treffen, welche Haltungsform sie bevorzugen und mit ihrem Kauf unterstützen wollen.

Zur Kennzeichnung von Ei und Verpackung sind nur noch drei Haltungsformen zulässig:

  • Freilandhaltung
  • Bodenhaltung
  • Käfighaltung
Andere Kennzeichnungen wie „Eier aus intensiver Auslaufhaltung” oder „Eier aus Volierenhaltung” sind nicht mehr zugelassen. Diese einheitliche Kennzeichnung wird in allen Ländern der EU zum 1.1.2004 Pflicht.

In Deutschland wird die neue Kennzeichnung freiwillig schon jetzt angewendet. Vor allem Erzeuger mit alternativen Haltungsformen nutzen diese Möglichkeit, um ihre Boden- und Freilandeier von den Käfigeiern abzuheben. Eier ohne Kennzeichnung stammen in der Regel aus Käfighaltung.

Eine Ausnahme von der Kennzeichnung gilt für Eier aus ökologischer Erzeugung. Hier handelt es sich in jedem Fall um Freilandeier.

Die Kennzeichnung kann sowohl auf der Packung als auch auf dem einzelnen Ei stehen.

Beschreibung der Kennzeichnung

Haltungssystem

Freilandhaltung
Freilandhaltung
Freilandhühner haben neben ihrem Stall mit Sitzstangen, Nestern und Einstreu tagsüber Auslauf im Freien. Hier können die Hühner ihre natürlichen Verhaltensweisen und ihr Bewegungsbedürfnis ungehindert ausleben. Jedes Huhn hat im Auslauf mindestens 4 m² Fläche zur Verfügung.
Bodenhaltung
Bodenhaltung
Die Hühner werden im Stall gehalten und können sich dort frei bewegen. Mindestens ein Drittel des Stalls ist eingestreut. Hier können die Hennen ihre angeborenen Verhaltensweisen wie Scharren, Staubbaden und Flügelschlagen ausüben. Der übrige Bodenbereich ist mit Latten und Gitterrosten ausgestattet. Die Nester sind auf mehreren Etagen angelegt.
Käfighaltung
Käfighaltung
Die Hennen werden in herkömmlichen Käfigen gehalten, die in mehreren Etagen übereinander gebaut sind. Die Tiere stehen auf Drahtgeflechten, sie haben keine Sitzstangen und keine Nester.
Die Eier rollen über einen Bodenrost mit Gefälle automatisch ab. Die Tiere leben äußerst beengt und haben keine Möglichkeit, natürlichen Verhaltenweisen nachzugehen. Übergangsweise gibt es wenige ausgestaltete Käfige mit Nest und Sitzstange.
Ökologische Erzeugung
Für Eier aus ökologischer Erzeugung gelten EU-weit und einheitlich ganz besondere Anforderungen. So ist die Auslaufhaltung der Legehennen zwingend vorgeschrieben. Die Belegdichte im Stall beträgt höchstens 6 Legehennen pro m². Außerdem muss Futter aus ökologischem Anbau verwendet werden.


Links zum Thema:

Die neue Hennenhaltungsverordnung im Original:
Bundesgesetzblatt 2002 Teil I Nr.16, Bonn, 12. März 2002

http://www.verbraucherministerium.de/
tierschutz/hennenhaltungsverordnung.pdf


Eierlei

  • Eier sollten immer im Kühlschrank und getrennt von stark riechenden Lebensmitteln gelagert werden. Die Haltbarkeit frischer Eier beträgt dort etwa 3 Wochen. Mindesthaltbarkeitsdatum beachten! Auch mit rohen Eiern zubereitete kalte Speisen wie Tiramisu gut gekühlt und nur kurz aufbewahren.

  • Gekochte Eier sind im Kühlschrank bis 2 Wochen haltbar.

  • Eier, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, nur noch durcherhitzt verzehren!

  • Ein aufgeschlagenes Ei zeigt wie frisch es ist: Ein hochgewölbter Dotter und das Eiklar deutlich in zwei Zonen geteilt bedeutet: frisch!

  • Mit zunehmendem Alter wird der Dotter flacher und vermischt sich trotz gekonnten Aufschlagens mit dem Eiklar.

  • Die Farbe von Schale und Eidotter ist für die Qualität unbedeutend.

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- letzte Aktualisierung: 20.07.2011 -

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